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Brenntage Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.01.2011

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

232

Maße (L/B/H)

20,9/13/2,3 cm

Gewicht

350 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-61265-7

Beschreibung

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.01.2011

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

232

Maße (L/B/H)

20,9/13/2,3 cm

Gewicht

350 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-61265-7

Herstelleradresse

Verlag C.H.Beck GmbH & Co. KG
Wilhelmstraße 9
80801 München
DE
produktsicherheit@beck.de

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Eine geheimnisvolle, auch bedrohliche Geschichte nicht nur über die Zeit des Erwachsenwerdens

Thomas Fritzenwallner aus Wiener Neustadt am 18.03.2011

Bewertungsnummer: 708529

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Protagonist wächst nach dem Tod seiner Mutter bei Onkel und Tante auf. Nachts schlagen Äste gegen das Haus, und in den Birken vermutet man Geister schaukeln. Tagsüber nährt die Tante die kleine Familie nach alten Rezepten mit Gerichten, die „Scheiterhaufen“ heißen. Der Onkel rüstet sich fürs Leben draußen. Früh lernt der Neffe klettern, Geheimschriften auf Fensterscheiben hauchen oder Tiere im Keller präparieren; später ­erfährt er, dass Mädchen nach Waldtümpeln duften. Es wären einfach konventionelle Kindheitsszenen, wenn sie nicht in einer von Aberglauben geprägten Welt besonders an Gewicht gewinnen würden. Aus den Wolken liest man dort die Zukunft ab, durch die Feuer erhofft man sich erhellende Blicke in die Vergangenheit. Und auch auf die Kinder der Siedlung übt das Spiel mit dem Feuer Faszination aus. Sie erfinden eigene Rituale am Waldteich, die nicht immer ganz ungefährlich sind. Das Buch ist auch gewissermaßen eine Parabel auf unsere Gesellschaft und unser Verständnis für Richtigkeit und Wichtigkeiten.

Eine geheimnisvolle, auch bedrohliche Geschichte nicht nur über die Zeit des Erwachsenwerdens

Thomas Fritzenwallner aus Wiener Neustadt am 18.03.2011
Bewertungsnummer: 708529
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Protagonist wächst nach dem Tod seiner Mutter bei Onkel und Tante auf. Nachts schlagen Äste gegen das Haus, und in den Birken vermutet man Geister schaukeln. Tagsüber nährt die Tante die kleine Familie nach alten Rezepten mit Gerichten, die „Scheiterhaufen“ heißen. Der Onkel rüstet sich fürs Leben draußen. Früh lernt der Neffe klettern, Geheimschriften auf Fensterscheiben hauchen oder Tiere im Keller präparieren; später ­erfährt er, dass Mädchen nach Waldtümpeln duften. Es wären einfach konventionelle Kindheitsszenen, wenn sie nicht in einer von Aberglauben geprägten Welt besonders an Gewicht gewinnen würden. Aus den Wolken liest man dort die Zukunft ab, durch die Feuer erhofft man sich erhellende Blicke in die Vergangenheit. Und auch auf die Kinder der Siedlung übt das Spiel mit dem Feuer Faszination aus. Sie erfinden eigene Rituale am Waldteich, die nicht immer ganz ungefährlich sind. Das Buch ist auch gewissermaßen eine Parabel auf unsere Gesellschaft und unser Verständnis für Richtigkeit und Wichtigkeiten.

Poetische Prosa

Bewertung am 14.09.2022

Bewertungsnummer: 1786179

Bewertet: eBook (ePUB)

»Wenn man noch ein Kind ist und in einer kleinen Siedlung lebt, was versteht man schon da von einer Welt, die längst in Flammen steht?« Brenntage führt uns in eine düstere, lichtdurchflutete Zwischenwelt. Unser Zeitempfinden verliert sich immer mehr, je weiter der Text voranschreitet, es steckt im Wald, in den Tiefen des stillgelegten Bergwerks, im Feuer, in den Figuren fest. Brenntage changiert dabei zwischen Kindheit und Erwachsensein, zwischen Realismus und Phantasie, zwischen Prosa und Lyrik. Ich-Erzähler ist ein Junge, der mal naiv klein, dann wieder sehr erwachsen wirkt. Er lebt in einer abgeschiedenen Gemeinschaft umgeben von Wäldern und Bergen. Seine Mutter ist Tod, sein Onkel schwer greifbar. Der Onkel schenkt ihm eine lose Welt aus Erfahrungen und Ratschlägen. Klar ist er einzig in seiner Verachtung für alle Menschen, die die enge Gemeinschaft verlassen, denn »dort, wo die Siedlung aufhört, leben die Bösen... Sie leben dort in ihrem Gesinnungsmüll«. Die Brenntage sollen diesen Müll vernichten, alles verbrennen, was sie mit der Außenwelt verbindet. Wer einen stringenten Plot sucht, wird kurz denken, ich hab ihn und dann den Faden wieder verlieren, einer nächsten Fährte folgen und wieder fallen. Wer es liebt, sich in Sprache, in Phantasie, in das Ungefähre fallen zu lassen, ihren Rhythmus und leise Kanten schätzt, der und dem empfehle ich, es aufzunehmen mit Stavarič.

Poetische Prosa

Bewertung am 14.09.2022
Bewertungsnummer: 1786179
Bewertet: eBook (ePUB)

»Wenn man noch ein Kind ist und in einer kleinen Siedlung lebt, was versteht man schon da von einer Welt, die längst in Flammen steht?« Brenntage führt uns in eine düstere, lichtdurchflutete Zwischenwelt. Unser Zeitempfinden verliert sich immer mehr, je weiter der Text voranschreitet, es steckt im Wald, in den Tiefen des stillgelegten Bergwerks, im Feuer, in den Figuren fest. Brenntage changiert dabei zwischen Kindheit und Erwachsensein, zwischen Realismus und Phantasie, zwischen Prosa und Lyrik. Ich-Erzähler ist ein Junge, der mal naiv klein, dann wieder sehr erwachsen wirkt. Er lebt in einer abgeschiedenen Gemeinschaft umgeben von Wäldern und Bergen. Seine Mutter ist Tod, sein Onkel schwer greifbar. Der Onkel schenkt ihm eine lose Welt aus Erfahrungen und Ratschlägen. Klar ist er einzig in seiner Verachtung für alle Menschen, die die enge Gemeinschaft verlassen, denn »dort, wo die Siedlung aufhört, leben die Bösen... Sie leben dort in ihrem Gesinnungsmüll«. Die Brenntage sollen diesen Müll vernichten, alles verbrennen, was sie mit der Außenwelt verbindet. Wer einen stringenten Plot sucht, wird kurz denken, ich hab ihn und dann den Faden wieder verlieren, einer nächsten Fährte folgen und wieder fallen. Wer es liebt, sich in Sprache, in Phantasie, in das Ungefähre fallen zu lassen, ihren Rhythmus und leise Kanten schätzt, der und dem empfehle ich, es aufzunehmen mit Stavarič.

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Brenntage

von Michael Stavaric

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