Zwiespältige Lebenswelten

Inhaltsverzeichnis

Annäherungen an den Untersuchungsgegenstand.- Die Vorgeschichte evangelikaler Aussiedlergemeinden.- Stand der Forschung: Die Lebenssituation von Jugendlichen evangelikaler Aussiedlergemeinden in Deutschland.- Der theoretische Bezugsrahmen und das methodische Vorgehen.- Tradition und Moderne im sozialwissenschaftlichen Theoriediskurs.- Methodologische Verortung und methodisches Vorgehen.- Der empirische Teil.- Die evangelikale Aussiedlergemeinde: Eine ethnografische Skizze.- Biografische Jugendporträts.- Diskussion der Ergebnisse.- Zwischen Individualisierung und Vergemeinschaftung: Lebenswelten von Jugendlichen in evangelikalen Aussiedlergemeinden.

Zwiespältige Lebenswelten

Jugendliche in evangelikalen Aussiedlergemeinden

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Beschreibung

Einleitung Der Zusammenbruch der kommunistisch orientierten politischen Systeme in Osteuropa und die damit verbundene Öffnung des sogenannten »Eisernen V- hangs« haben zu einem erheblichen Anstieg der Anzahl von Aussiedlern geführt, die aus dem osteuropäischen Raum – vor allem aus der (ehemaligen) Sowj- union, Polen und Rumänien – ausgewandert sind, um in Deutschland zu leben. Statistische Daten zeigen, dass die Anzahl der Zuwanderer mit Aussiedlerstatus von 78. 000 im Jahre 1987 auf 202. 000 im Jahre 1988 anstieg, um 1989 und 1990 mit 377. 000 bzw. 397. 000 ihren Höhepunkt zu erreichen. Zwischen 1988 und 2004 sind insgesamt etwa 3 Millionen Aussiedler nach Deutschland gekommen, von denen 2,2 Millionen aus der vormaligen UdSSR stammen (vgl. Dietz 2007, S. 400). Entscheidende Kriterien für die Gewährung des Aussiedlerstatus sind die »deutsche Volkszugehörigkeit« und die »Vertreibungssituation« im H- kunftsland. Diese Charakteristika wurden nach dem 2. Weltkrieg beschlossen, als Millionen Deutsche aus den Ländern östlich von Oder und Neiße geflohen sind oder vertrieben wurden. Geregelt werden die Aufnahmekonditionen im 1953 verabschiedeten Zuwanderergesetz, das im Jahr 1993 durch das Krie- folgenbereinigungsgesetz modifiziert wurde. Mit diesem Gesetz wurde der amtliche Sprachgebrauch geändert und die deutschen Zuwanderer aus Osteuropa und den Nachfolgestaaten der UdSSR, die die Aufnahmekriterien erfüllen, werden hierin als »Spätaussiedler« bezeichnet (vgl. Dietz 2007, S. 398). Im Kontext dieser Arbeit wird nur der Begriff »Aussiedler« benutzt, der aber auch die nach 1993 zugezogenen Zuwanderer einschließt. Allerdings ist der Großteil der Mitglieder der in der vorliegenden Studie untersuchten Aussiedlergruppe bereits vor dem Jahr 1993 eingereist.

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

27.08.2010

Verlag

VS Verlag für Sozialwissenschaften

Seitenzahl

260

Maße (L/B/H)

21/14,8/1,6 cm

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

27.08.2010

Verlag

VS Verlag für Sozialwissenschaften

Seitenzahl

260

Maße (L/B/H)

21/14,8/1,6 cm

Gewicht

382 g

Auflage

2010

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-531-17658-1

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