Die Rödersheim-Gronauer Brakteatfibel und "die Dame vom Blackenbrunnen" Deutung eines frühmittelalterlichen Fundstücks aus der Pfalz
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
06.05.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
36
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,4 cm
Gewicht
68 g
Auflage
3. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-640-61412-7
Die Brakteatfibel hatte mit der dargestellten christlichen Symbolik, die ohne weitere Darstellungen und Ornamentik "Jesus Christus beherrscht die Erde" aussagt, mit hoher Wahrscheinlichkeit die Funktion eines Amulettes, das die Trägerin zu Lebzeiten und auf dem letzten Weg vor Dämonen schützen sollte.
Eventuell wurde sie gleichzeitig zum Verschließen eines Obergewandes, das in damaliger Tracht im Wesentlichen mit dem Gürtel gehalten wurde, im Bereich des Halsausschnitts genutzt.
Die Beifunde weisen auf eine Trägerin hin, der Gesamtfund darauf, dass die Trägerin eine freie fränkische Frau, wohl eine Angehörige der Führungsgruppe des im siebten Jahrhundert an der Fundstelle in Rödersheim-Gronau in der Pfalz, (Rhein-Pfalz-Kreis) angesiedelten Gutshofs war - eine "Dame" des "Gutshofes am Blackenbrunnen".
Dieser zu den Gräbern zugehörige Gutshof wurde wohl, da nur noch zwei Gräber an der Stelle dokumentiert sind, kurze Zeit nach dem Tod der Frau aufgelassen. Es ist zu vermuten, dass die Überlebenden, die die Bestattung der beiden Toten im Grab neben der "Dame vom Blackenbrunnen" vornahmen, bereits in der Siedlung Ratherisheim unter dem Schutz der Brüder des Speyerer Domes wohnten oder nach der Trockenlegung des Gebietes rechts und links vom Stechgraben dorthin umsiedelten.
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