Kritik von Lebensformen

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Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.12.2013

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

451

Maße (L/B/H)

17,7/11,1/2,7 cm

Beschreibung

Rezension

»Sie kann die Feigheit, die sich in der ... Gesellschaft und deren nachträglicher Vermittlung ausdrückt, überwinden zugunsten eines echten Interesses, Lebensformen ›vernünftig‹ zu verändern.« ("DIE ZEIT")
»Mit diesem Buch sind nicht nur die Begriffe und Kriterien fundierter Kritik gewonnen, sondern ist auch ein Thema gesetzt, das ins Innerste der Philosophie gehört.« ("Berliner Zeitung")
»Man kann Rahel Jaeggis Untersuchung nicht hernehmen und in ihm nach Lösungen wühlen ... Aber man kann mit ihm lernen, die Probleme zu situieren und die Lebensformen zu kritisieren. Das ist der Anfang, alles weitere ergibt sich aus dem Lernprozess selbst ... Für das Kennenlernen ist Jaeggis Buch unerlässlich.« ("nachtkritik.de")
» ... ein überzeugendes Plädoyer für eine rationale, nicht-paternalistische Bewertung von Lebensformen, die deren experimentelle Pluralität voraussetzt.« ("pw-portal.de/ Portal für Politikwissenschaft")
»Ein in keinster Weise ethisch-normativ überhebliches Buch für alle, die Spaß am unkonventionellen und undogmatischen Denken, der Kritischen Theorie und wilden Diskussionen haben!« ("potemkin-zeitschrift.de")

»Bei der
Kritik von Lebensformen
handelt es sich um ein bedeutendes und bestechendes Buch, das in systematisch anspruchsvoller Weise einen innovativen und umfassenden Ansatz kritischer Theorie entfaltet.«
("Zeitschrift für philosophische Literatur")

»Rahel Jaeggi hat einen überaus gehaltvollen und lesenswerten Entwurf einer Theorie von Lebensformen geschrieben, der bei allen offenen Fragen (wie der nach der behaupteten Synthese von
funktionaler
und
guter
Problembewältigung) einen wichtigen Beitrag für das Nachdenken über Bedingungen und Verständnis der Formen menschlichen Zusammenlebens darstellt.«
("Neue Politische Literatur")

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.12.2013

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

451

Maße (L/B/H)

17,7/11,1/2,7 cm

Gewicht

274 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-29587-8

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Per Immanenter Kritik zur Transformation

Bewertung aus Wien am 26.01.2021

Bewertungsnummer: 1055342

Bewertet: eBook (ePUB)

In vier Teilen legt arbeitet sich Jaeggi in diesem sehr dichten, philosophischen Werk zur Transformation von Lebensformen durch. Es beginnt mit einer Erklärung warum Jaeggi Lebensformen für Kritikwürdig hält. Hier grenzt sie sich zu Rawls, Kant und Habermas ab welche die private Lebensführung der Nichtbetrachtung überlassen. Für Jaeggi gibt es aber gute Gründe diese zu kritisieren und das macht sie dann in ihrem Buch. Sie bleibt dabei stets auf einem abstrakten, theoretischen Level und kritisiert Inhalte nie konkret – außer in manchen sehr hilfreichen Beispielen zu Einzelaspekten. Ihre Analyse hat daher ein interessantes normatives Level das sehr funktional ist: Eine Lebensform ist gut, wenn sie sich transformieren kann und schlecht, wenn sie es nicht kann. Inhaltlich konkreter wird Jaeggi nie. Zentral für Jaeggi ist das Lebensformen Problemlösungsinstanzen sind. Die Familie bspw. Ist eine Lösung für das Problem Nähe, Sicherheit, Geborgenheit usw. Lebensformen können aber auch in Krisen geraten, wenn sich das Problem ändert oder neue Aspekte hinzukommen. Und hier setzt Kritik an, bei Jaeggi immanente Kritik die sie ausführlich gegenüber interner und externer Kritik abgrenzt. Eine Kritikerin muss mittels immanenter Kritik Widersprüche in Lebensformen aufdecken um damit einen Lernprozess, eine Transformation anzustoßen. Diese Kritik und auch der Lernprozess ist durchaus komplex und Gegenstand der Teile drei und vier in ihrem Buch. Vieles an dem Buch hat mir gut gefallen. Jaeggi argumentiert überzeugend, dicht und nimmt – für mich – spannende und neue Perspektiven ein und regt neue Gedankengänge an. Das Buch ist, gerade wenn es um die häufig eingewebten philosophischen Verweise zu Hegel, Dewey oder Macintyre geht, recht anspruchsvoll und richtet sich vermutlich mehr an ein Fachpublikum als an den durchschnittlichen Leser. Weniger gut gefallen hat mir, dass Jaeggi gar nicht auf Herrschaftsverhältnisse bzw. Machtphänomene eingeht. Das ist meiner Meinung nach eine große Schwäche des Buches. Bei Jaeggi geht es im Grunde darum, systematische Lernblockaden mit immanenter Kritik aufzudecken. Und auch wenn sie sehr allgemein argumentiert sind doch gerade Herrschaftsverhältnisse DIE systematische Blockade, wenn es um Erneuerung, Reform, Transformation geht. Wenn man sich nur das Beispiel der Homoehe in Deutschland anschaut. Jahrelang haben konservative Kräfte es erfolgreich geschafft eine Transformation des Konzeptes Ehe zu blockieren. Solch reaktionäre Kräfte gibt es in allen Lebensformen und das sind nicht immer offensichtliche Akteure, sondern Lebensformen werden auch subtil über Strukturen, Institutionen, Präferenzen usw. abgesichert. Dadurch dass Jaeggi dies gar nicht anspricht, verpasst sie Ideen oder Anweisungen zu geben wie damit umzugehen ist. Sehr schade. Ich habe das Buch in einem Vergleich auch der "Imperialen Lebensweise" von Ulrich Brand und Markus Wissen gegenübergestellt. Eine sehr spannende, kontrastreiche Lektüre. Wenn jemand an dem Vergleich, oder einer ausführlicheren Besprechung interessiert ist, dann möchte ich auf meine Besprechung auf Youtube verweisen. https://www.youtube.com/watch?v=3pEI-8y8evY
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Per Immanenter Kritik zur Transformation

Bewertung aus Wien am 26.01.2021
Bewertungsnummer: 1055342
Bewertet: eBook (ePUB)

In vier Teilen legt arbeitet sich Jaeggi in diesem sehr dichten, philosophischen Werk zur Transformation von Lebensformen durch. Es beginnt mit einer Erklärung warum Jaeggi Lebensformen für Kritikwürdig hält. Hier grenzt sie sich zu Rawls, Kant und Habermas ab welche die private Lebensführung der Nichtbetrachtung überlassen. Für Jaeggi gibt es aber gute Gründe diese zu kritisieren und das macht sie dann in ihrem Buch. Sie bleibt dabei stets auf einem abstrakten, theoretischen Level und kritisiert Inhalte nie konkret – außer in manchen sehr hilfreichen Beispielen zu Einzelaspekten. Ihre Analyse hat daher ein interessantes normatives Level das sehr funktional ist: Eine Lebensform ist gut, wenn sie sich transformieren kann und schlecht, wenn sie es nicht kann. Inhaltlich konkreter wird Jaeggi nie. Zentral für Jaeggi ist das Lebensformen Problemlösungsinstanzen sind. Die Familie bspw. Ist eine Lösung für das Problem Nähe, Sicherheit, Geborgenheit usw. Lebensformen können aber auch in Krisen geraten, wenn sich das Problem ändert oder neue Aspekte hinzukommen. Und hier setzt Kritik an, bei Jaeggi immanente Kritik die sie ausführlich gegenüber interner und externer Kritik abgrenzt. Eine Kritikerin muss mittels immanenter Kritik Widersprüche in Lebensformen aufdecken um damit einen Lernprozess, eine Transformation anzustoßen. Diese Kritik und auch der Lernprozess ist durchaus komplex und Gegenstand der Teile drei und vier in ihrem Buch. Vieles an dem Buch hat mir gut gefallen. Jaeggi argumentiert überzeugend, dicht und nimmt – für mich – spannende und neue Perspektiven ein und regt neue Gedankengänge an. Das Buch ist, gerade wenn es um die häufig eingewebten philosophischen Verweise zu Hegel, Dewey oder Macintyre geht, recht anspruchsvoll und richtet sich vermutlich mehr an ein Fachpublikum als an den durchschnittlichen Leser. Weniger gut gefallen hat mir, dass Jaeggi gar nicht auf Herrschaftsverhältnisse bzw. Machtphänomene eingeht. Das ist meiner Meinung nach eine große Schwäche des Buches. Bei Jaeggi geht es im Grunde darum, systematische Lernblockaden mit immanenter Kritik aufzudecken. Und auch wenn sie sehr allgemein argumentiert sind doch gerade Herrschaftsverhältnisse DIE systematische Blockade, wenn es um Erneuerung, Reform, Transformation geht. Wenn man sich nur das Beispiel der Homoehe in Deutschland anschaut. Jahrelang haben konservative Kräfte es erfolgreich geschafft eine Transformation des Konzeptes Ehe zu blockieren. Solch reaktionäre Kräfte gibt es in allen Lebensformen und das sind nicht immer offensichtliche Akteure, sondern Lebensformen werden auch subtil über Strukturen, Institutionen, Präferenzen usw. abgesichert. Dadurch dass Jaeggi dies gar nicht anspricht, verpasst sie Ideen oder Anweisungen zu geben wie damit umzugehen ist. Sehr schade. Ich habe das Buch in einem Vergleich auch der "Imperialen Lebensweise" von Ulrich Brand und Markus Wissen gegenübergestellt. Eine sehr spannende, kontrastreiche Lektüre. Wenn jemand an dem Vergleich, oder einer ausführlicheren Besprechung interessiert ist, dann möchte ich auf meine Besprechung auf Youtube verweisen. https://www.youtube.com/watch?v=3pEI-8y8evY

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von Rahel Jaeggi

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