Die Bundesrepublik Deutschland und der NATO-Doppelbeschluss
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Sprache:Deutsch
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
17.12.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
24
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
51 g
Auflage
3. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-640-49394-4
Innerhalb der deutschen Gesellschaft entstanden daraufhin starke Proteste. Die seit Mitte der 1950er-Jahre in den Abgrund versunkene Friedensbewegung erstarkte aus Angst vor einem Atomkrieg auf deutschem Boden. Man protestierte gegen den fortschreitenden Rüstungswettlauf und forderte eine Reduzierung der Nuklearwaffen auf beiden Seiten. Der Gedanke an einen nuklearen Overkill ließ viele Menschen in der Bundesrepublik erschrecken. Auch innerhalb der eigenen Partei des deutschen Bundeskanzlers stieg die Kritik am Vorhaben des NATO-Doppelbeschlusses. Helmut Schmidt hielt aber an seiner Strategie des Gleichgewichts fest, unterstütze weiterhin die Entwicklung des Doppelbeschlusses und stieß dabei immer öfter auf rege Kritik. Dass Schmidt den Beschluss befürwortete und ihn scheinbar in seiner Londoner IISS-Rede vorformulierte, war für viele Menschen und Politiker unverständlich. Für sie waren die Forderungen Schmidts inakzeptabel vor dem Hintergrund, der u. a. von Willy Brandt kurz zuvor eingeleiteten Entspannungspolitik und den Abrüstungsverhandlungen SALT ab 1972. Die Meinung verbreitete sich schnell, dass er mit dieser Aktion Brandts politische Erfolge zu nichte machte.
Die Meinungsspaltung innerhalb Deutschlands und der SPD, die nachlassende Unterstützung der Parteibasis und der Ablehnungen des Kanzlers sich dem Willen der Mehrheit des deutschen Volkes und der Partei zu beugen, leitete schließlich das Ende der sozialliberalen Koalition und den Beginn der Ära Kohl ein. Unter Helmut Kohl wurde der NATO-Doppelbeschluss dann in die Realität umgesetzt.
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