Welche Erwartungen werden an die Erinnerungsorte der DDR-Geschichte gestellt?
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Sprache:Deutsch
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
27.11.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
24
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
51 g
Auflage
3. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-640-48067-8
ihrer Chronik aufzuschlagen.«
(CHRISTOPH DIECKMANN)
Erinnerungsorte sind Einrichtungen der Gedächtniskultur, die in dem Begriff stehen
sich zu einem Teil in der politischen Kultur zu etablieren. Erinnerungsorte zeigen unter
anderem reale oder auch rekonstruierte Lebensumstände zu Zeiten der SBZ und DDR.
Es gibt unzählige, nicht nur in politischer Hinsicht bedeutende Stätten: "Betriebe,
Kulturhäuser, Schulen, sowie ehemalige Mahn- und Gedenkstätten."1 Aleida Assmann
betont die notwendige Verbindung zwischen kulturellen Erinnerungstechniken und
historischen Orten: »Ein Ort [...] hält Erinnerungen nur dann fest, wenn Menschen auch
Sorge dafür tragen.« Es zeigt die Problematik, dass es Initiatoren benötigt, die das
kollektive Gedächtnis salonfähig machen, um es in die Gesellschaft zu etablieren.
Wichtig hierbei ist ebenso, die gegenständlichen und mündlichen Hinterlassenschaften
in die Bildungsarbeit einzubinden. Erinnerungsorte müssen Raum bieten für die
Auseinandersetzung mit dem SED-Regime für alle Bevölkerungsschichten und
Altersgruppen um ein gezieltes Erinnern möglich zu machen und langfristig zu sichern.
Erinnerungsorte sind keine Erfindungen unsere heutigen Zeit, aber die heutigen
Möglichkeiten der Forschungsarbeit und vor allem dem Medienangebot geben den
Einrichtungen einen präsenten Raum. Vielen Menschen ist die Anzahl der
Erinnerungsorte unbekannt, sie kennen von den ca. 200 Gedenkstätten und Zeichen nur
einen Bruchteil, doch mit der Öffentlichkeitsarbeit werden auch nach und nach
Einrichtungen bekannt, die sich noch »im Schatten« öffentlicher Aufmerksamkeit
befinden. Den Zugang zu den Menschen zu finden und deren Interesse zu wecken ist
wohl die schwierigste Aufgabe. Dabei spielen zweierlei Probleme eine Rolle. Erstens
sind viele Menschen, die das SED-Regime miterlebt haben nicht bereit sich mit ihrer
Vergangenheit auseinanderzusetzen und zweites ist es eine große Herausforderung
Menschen, die nicht in der DDR gelebt oder erst danach geboren sind für diese
Thematik sensibel und aufmerksam zu machen.
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