"Wer ist das: ich? Wo hats ein End?" Zur ,Infragestellung des Subjekts, in der Wiener Moderne am Beispiel Hugo von Hofmannsthals

"Wer ist das: ich? Wo hats ein End?" Zur ,Infragestellung des Subjekts, in der Wiener Moderne am Beispiel Hugo von Hofmannsthals

Zur 'Infragestellung des Subjekts' in der Wiener Moderne am Beispiel Hugo von Hofmannsthals. Ein Forschungsüberblick

Buch (Taschenbuch)

€38,00

inkl. gesetzl. MwSt.

"Wer ist das: ich? Wo hats ein End?" Zur ,Infragestellung des Subjekts, in der Wiener Moderne am Beispiel Hugo von Hofmannsthals

Ebenfalls verfügbar als:

Taschenbuch

Taschenbuch

ab € 38,00
eBook

eBook

ab € 13,00

Beschreibung

Die vorliegende Forschungsarbeit versteht sich als Beitrag zur Moderne-Diskussion im Kontext einer spezifisch modernen und Modernität begründeten Mythenrezeption in der österreichischen Literatur um und ab 1900. Hauptgegenstand sind die Krisen und Aporien der Subjektidentität des Wiener Fin de siècle, wie sie sich auf exemplarische Weise sowohl in den frühen (Elektra), als auch späten Dramenbearbeitungen (Das Leben ein Traum, Der Turm I und II) Hugo von Hofmannsthals zeigen. Im Zuge einer dreischrittigen Argumentationsstruktur geht die Studie, nachdem sie die Thematik der Krise der Subjektidentität unter Zuhilfenahme der maßgeblichen kultur- und gesellschaftsgeschichtlichen Studien von Allan Janik / Stephen Toulmin, Jacques LeRider, Carl Schorske und Herbert Zeman in den zeitgeschichtlichen Kontext der Wiener Moderne eingebettet und darin verortet hat, in einem ersten Kapitel zunächst auf einschlägige erkenntnistheoretische und -kritische (Ernst Machs ‚Analyse der Empfindungen?, 1886), sprachphilosophische (Fritz Mauthners ‚Beiträge zu einer Kritik der Sprache?, 1901/02 und Friedrich Nietzsches ‚Ueber Wahrheit und Lüge im aussermoralischen Sinne?, 1873) und psychoanalytische Problematisierungen (Josef Breuers und Sigmund Freuds ‚Studien über Hysterie?, 1895) der Subjektidentität im Umkreis der Wiener Modernen ein. In einem nachfolgenden zweiten Kapitel wird im Zuge eingängiger Textanalysen der Elektra-Tragödie und des Turm-Komplexes Hugo von Hofmannsthals und im Anschluss vor allem an jüngere Studien im germanistischen Bereich sodann gezeigt, inwiefern der Rückgriff auf antike und barocke Stoffe und deren systematischer Umgestaltung im Hofmannsthalschen Werk ein spezifisch modernes Problempotential entfalten, das – auf der Folie des durch Sprach- und Bewusstseinskrise begründeten Prozesses der Selbstverwerfung und Infragestellung des modernen Ich – insbesondere vor dem Hintergrund der Konstitution und Vernichtung des neuzeitlichen Subjekts erscheint. Abschließend wird insbesondere umrissen, auf welche Weise sich in vollkommener Abkehr von den jeweiligen literarischen Vorlagen in den verschiedenen Bearbeitungsstufen des Stoffes bei Hofmannsthal allmählich ein Bereich eröffnet, der, im Zurückweisen jeglicher metaphysisch-religiöser wie auch ethischer Komponente, die Auflösung des Tragischen bewirkt und gerade so sein spezifisch modernes Potential bezeugt

Anne Kolb, Studium der Neueren deutschen Literatur, Französischen Philologie und Neueren und Neuesten Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München von 2002-2008, Abschluss M.A. im Jahre 2008, seitdem wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Deutsche Philologie der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.02.2010

Verlag

Diplomica Verlag

Seitenzahl

98

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.02.2010

Verlag

Diplomica Verlag

Seitenzahl

98

Maße (L/B/H)

27/19/0,6 cm

Gewicht

260 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8366-8411-8

Das meinen unsere Kund*innen

0.0

0 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Kund*innenkonto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel

Helfen Sie anderen Kund*innen durch Ihre Meinung

Erste Bewertung verfassen

Unsere Kund*innen meinen

0.0

0 Bewertungen filtern

  • "Wer ist das: ich? Wo hats ein End?" Zur ,Infragestellung des Subjekts, in der Wiener Moderne am Beispiel Hugo von Hofmannsthals