Leben und Arbeiten Manufakturen in Dresden in der frühen Neuzeit
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Sprache:Deutsch
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
24.11.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
28
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
56 g
Auflage
3. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-640-47815-6
letzten Drittel des 17. Jahrhunderts bis zum Ende des 18. Jahrhunderts, obgleich es auch
schon im Vorfeld Manufakturgründungen gab. Ihre Charakteristik behielt diese
Betriebsform jedoch bis ins 19. Jahrhundert hinein. In Sachsen entsprang jener Impuls zur
Errichtung der ersten bedeutenden Werkstätten dieser Art aus der ökonomischen Situation
des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) heraus, die durch zahlreiche
Verfallserscheinungen gekennzeichnet war. Diese traten zum Teil als unmittelbare
Kriegsfolgen, jedoch hauptsächlich als Ausdruck tief greifender - wenn auch durch den
Krieg maßgeblich beschleunigter - Veränderungen der bisherigen Produktionsweise in
Erscheinung.
Das Augenmerk der vorliegenden Arbeit liegt jedoch in Dresden, der einstigen
Residenzstadt Sachsens. Durch ihre reizvolle Lage und Umgebung, ihre gesamte Anlage
mit den hervorragenden Barock- und Renaissancebauten galt Dresden schon vor
Jahrhunderten als eine der schönsten Städte der Welt und zog nicht zuletzt auch durch das
künstlerische, wissenschaftliche wie gesellschaftliche Leben die Menschen von jeher an.
Daher besitzt die Stadt eine recht interessante und facettenreiche Geschichte, die von
zahlreichen Chronisten, Schriftstellern und Heimatliebhabern in großem Umfang
beschrieben, dokumentiert und publiziert wurde. Dagegen schien die Darstellung des
Dresdner Handwerkes sowie die Geschichte der Industrie für die Geschichtsschreiber ein
wesentlich geringeres Interesse zu besitzen. In seiner Publikation mit dem Ziel die
Wurzeln einer später so erfolgreichen Industrie für die nächsten Generationen vor dem
Vergessen zu bewahren und ihr einen gebührenden Platz in der Stadtgeschichte
einzuräumen, beschreibt Wolfgang Müller die Ursachen folgend:"Spärliche
Informationen aus dem Mittelalter und etwas aussagekräftigere aus dem 17. bis 19. Jh.,
geben uns heute zum Teil ein lückenhaftes, mehr oder weniger inhaltsreiches Bild über die
Anfänge der technischen Entwicklung unserer Stadt. Nicht zuletzt hatte daran auch jene
Geheimhaltungspflicht schuld, mit der seinerzeit eine Reihe von kurfürstlichen bzw.
landesherrlichen oder im Besitz des Militärs befindlichen Produktionsanlagen belegt
worden sind. Dresden war trotz vielseitiger Gewerbeansiedlungen nie eine
ausgesprochene Industriestadt.[...]Der Beginn einer Dresdner Industrie ist bis auf geringe
Ausnahmen nicht innerhalb der damals schützenden Stadtmauern zu suchen.
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