• Produktbild: Der Turm

Der Turm Geschichte aus einem versunkenen Land. Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.03.2010

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

976

Maße (L/B/H)

19,1/12/5 cm

Gewicht

664 g

Farbe

Anthrazit / Lichtgrau

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46160-0

Beschreibung

Rezension

»Die Palette seiner sprachlichen Möglichkeiten ist so vielfarbig, wie die kaum eines anderen deutschen Gegenwartsautors. ... Tellkamp verschränkt Erzählstränge, bricht sie auf, beschleunigt das Tempo und lässt die Zeit ganz langsam vorbeiziehen, springt in Briefausschnitte und wieder zurück in den Erzählfluss und baut Kapitel zu makellosen Kurzerzählungen aus.« ("DIE WELT")
»Tellkamp hat der deutschen Literatur frei von Bitterkeit und Ressentiments einen Erfahrungsschatz schriftlich gesichert, der unbedingt erzählenswert war. ... Nicht von ungefähr endet dieser bedeutende Roman mit einem Doppelpunkt im Offenen. Gäbe es einen zweiten Band - man würde ihn sofort lesen.« ("Frankfurter Rundschau")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.03.2010

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

976

Maße (L/B/H)

19,1/12/5 cm

Gewicht

664 g

Farbe

Anthrazit / Lichtgrau

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46160-0

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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Nun, auch mir viel sehr bald,…

farsot aus Bayreuth am 23.08.2022

Bewertungsnummer: 2778457

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Nun, auch mir viel sehr bald, bei der Lektüre des Turms, Manns Buddenbrooks ein. Auch eines der wenigen Bücher welches ich vor Langeweile nicht lesen konnte. Bemühtes Gerundium-Geschwurbel. - Und ich hatte mich bei beiden bemüht. Auch bei Kunerts Erwachsenenspiele und die Asche meiner Mutter ging es mir so. Manche Bücher rauben mir die Zeit. Nichts für ungut, Geschmäcker sind verschieden.

Nun, auch mir viel sehr bald,…

farsot aus Bayreuth am 23.08.2022
Bewertungsnummer: 2778457
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Nun, auch mir viel sehr bald, bei der Lektüre des Turms, Manns Buddenbrooks ein. Auch eines der wenigen Bücher welches ich vor Langeweile nicht lesen konnte. Bemühtes Gerundium-Geschwurbel. - Und ich hatte mich bei beiden bemüht. Auch bei Kunerts Erwachsenenspiele und die Asche meiner Mutter ging es mir so. Manche Bücher rauben mir die Zeit. Nichts für ungut, Geschmäcker sind verschieden.

Zweitlektüre zu empfehlen Im…

Bories vom Berg aus München am 20.02.2022

Bewertungsnummer: 2762776

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zweitlektüre zu empfehlen Im Jahre 2008 erschien unter dem Titel «Der Turm» von Uwe Tellkamp der ‹ultimative Wenderoman›, er wurde mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Vier Jahre später erreichte die ARD mit ihrer Verfilmung des Stoffs mehr als sieben Millionen Zuschauer. In seinem Opus magnum hat der Autor die letzten sieben Jahre der DDR bis zum unblutigen Volksaufstand im ersten Arbeiter- und Bauerparadies auf deutschem Boden thematisiert. Und er hat es aus einer ungewöhnlichen Perspektive geschildert, dem auch im Sozialismus durchaus vorhandenen Bildungs-Bürgertum eines noblen Dresdner Villenviertels. Als Erzähler aus der Mitte einer systemfernen Bourgeoisie fungieren dabei der zu Beginn 17jährige Schüler Christian, der Arzt werden will, ferner sein Vater Richard, Oberarzt in einer chirurgischen Klinik, sowie sein Onkel, der studierte Biologe Meno, der fachfremd als Lektor in einem renommierten Verlag tätig ist. In unzähligen Episoden mit einer Hundertschaft von Figuren werden hier Geschichten aus den verschiedensten Milieus erzählt, die in einem dichten Geflecht von Verbindungen allen möglichen Kreisen der Gesellschaft angehören. Neben dem familiären und nachbarschaftlichen Verbund sind dies das Gesundheits-Wesen, für das der Vater steht, ferner das Bildungs-Wesen und die Nationale Volks-Armee, die der Sohn durchläuft und durchleidet, und schließlich auch das Verlagswesen, in dem sich der Onkel zu behaupten hat. Alle Drei sind dabei den bekannt fiesen Pressionen des Regimes ausgesetzt und kämpfen mit dessen grotesken Unzulänglichkeiten. Über allem wacht als permanente Bedrohung ein Spitzelsystem, das jederzeit mit einem Schlage eine erfolgreiche Karriere endgültig zerstören oder eine sich abzeichnende von vornherein verhindern kann. Im privaten Leben kommt es neben dem täglichen Kampf mit der Mangelwirtschaft und jederzeit drohenden Denunziationen natürlich auch zu amourösen Verwicklungen, die so weit gehen, dass der Vater dem Sohn die Freundin ausspannt. Onkel Meno liegt in ständigem Kampf mit den literarischen Betonköpfen der Kulturbehörden, den er in einem geradezu poetischen Tagebuch festhält, aus dem im Roman immer wieder mal zitiert wird. Uwe Tellkamp schildert das bourgeoise Milieu, dem er ja ebenfalls entstammt, mit scharfem Blick für kleinste Details durchaus selbstkritisch. Bei allem Realismus wird dem Geschehen aber auch die eine oder andere eher märchenhafte Szene auflockernd beigemischt. In diesem Kaleidoskop sind die einzelnen Textteile, oft in unterschiedlicher Diktion, locker aneinander gereiht. Neben fachsprachlichen Begriffen finden sich da auch Militär- oder Stasi-Jargon, ein lautgetreu geschriebenes, breites Sächsisch, zuweilen aber auch eine poetische, nur in der gehobenen Literatur anzutreffende Ausdrucksweise. «Der Turm» enthält Elemente des Schlüsselromans, mehr als ein Dutzend Figuren sind da mehr oder weniger deutlich erkennbar, ein Who-is-Who der DDR-Literatur-Schaffenden bis hin zu einigen aus dem dekadenten Westen. Als Tausendseiter hat dieser Roman mit seinen familiären Erzählern nicht nur vom Umfang her gewisse Ähnlichkeiten mit den Buddenbrooks. Besonders deutlich wird das im ersten Teil durch dem vergleichbar bildungssatten wie auch beschaulichen Erzählgestus. Diesem bürgerlichen Realismus mit seinen vielen literarischen Anspielungen und Symbolen steht im zweiten Teil unter dem Titel «Die Schwerkraft» ein eher sozialistisch geprägter Realismus gegenüber. Der zielt, deutlich politischer, auf die sich abzeichnende Wende hin, jene am 9. November 1989 bevorstehende Zäsur, in die der Leser an diesem historischen Tag abrupt entlassen wird. Die gigantische Materialfülle ist letztendlich auch erdrückend, sie übersteigt in ihrer Vielfalt deutlich das Aufnahmevermögen. Was man dann erst beim zweiten Lesen merkt, denn nach mehr als zehn Jahren ist davon kaum noch etwas erinnerlich. Es lohnt sich also jede erneute Lektüre, eine erste aber ist geradezu Pflicht!

Zweitlektüre zu empfehlen Im…

Bories vom Berg aus München am 20.02.2022
Bewertungsnummer: 2762776
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zweitlektüre zu empfehlen Im Jahre 2008 erschien unter dem Titel «Der Turm» von Uwe Tellkamp der ‹ultimative Wenderoman›, er wurde mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Vier Jahre später erreichte die ARD mit ihrer Verfilmung des Stoffs mehr als sieben Millionen Zuschauer. In seinem Opus magnum hat der Autor die letzten sieben Jahre der DDR bis zum unblutigen Volksaufstand im ersten Arbeiter- und Bauerparadies auf deutschem Boden thematisiert. Und er hat es aus einer ungewöhnlichen Perspektive geschildert, dem auch im Sozialismus durchaus vorhandenen Bildungs-Bürgertum eines noblen Dresdner Villenviertels. Als Erzähler aus der Mitte einer systemfernen Bourgeoisie fungieren dabei der zu Beginn 17jährige Schüler Christian, der Arzt werden will, ferner sein Vater Richard, Oberarzt in einer chirurgischen Klinik, sowie sein Onkel, der studierte Biologe Meno, der fachfremd als Lektor in einem renommierten Verlag tätig ist. In unzähligen Episoden mit einer Hundertschaft von Figuren werden hier Geschichten aus den verschiedensten Milieus erzählt, die in einem dichten Geflecht von Verbindungen allen möglichen Kreisen der Gesellschaft angehören. Neben dem familiären und nachbarschaftlichen Verbund sind dies das Gesundheits-Wesen, für das der Vater steht, ferner das Bildungs-Wesen und die Nationale Volks-Armee, die der Sohn durchläuft und durchleidet, und schließlich auch das Verlagswesen, in dem sich der Onkel zu behaupten hat. Alle Drei sind dabei den bekannt fiesen Pressionen des Regimes ausgesetzt und kämpfen mit dessen grotesken Unzulänglichkeiten. Über allem wacht als permanente Bedrohung ein Spitzelsystem, das jederzeit mit einem Schlage eine erfolgreiche Karriere endgültig zerstören oder eine sich abzeichnende von vornherein verhindern kann. Im privaten Leben kommt es neben dem täglichen Kampf mit der Mangelwirtschaft und jederzeit drohenden Denunziationen natürlich auch zu amourösen Verwicklungen, die so weit gehen, dass der Vater dem Sohn die Freundin ausspannt. Onkel Meno liegt in ständigem Kampf mit den literarischen Betonköpfen der Kulturbehörden, den er in einem geradezu poetischen Tagebuch festhält, aus dem im Roman immer wieder mal zitiert wird. Uwe Tellkamp schildert das bourgeoise Milieu, dem er ja ebenfalls entstammt, mit scharfem Blick für kleinste Details durchaus selbstkritisch. Bei allem Realismus wird dem Geschehen aber auch die eine oder andere eher märchenhafte Szene auflockernd beigemischt. In diesem Kaleidoskop sind die einzelnen Textteile, oft in unterschiedlicher Diktion, locker aneinander gereiht. Neben fachsprachlichen Begriffen finden sich da auch Militär- oder Stasi-Jargon, ein lautgetreu geschriebenes, breites Sächsisch, zuweilen aber auch eine poetische, nur in der gehobenen Literatur anzutreffende Ausdrucksweise. «Der Turm» enthält Elemente des Schlüsselromans, mehr als ein Dutzend Figuren sind da mehr oder weniger deutlich erkennbar, ein Who-is-Who der DDR-Literatur-Schaffenden bis hin zu einigen aus dem dekadenten Westen. Als Tausendseiter hat dieser Roman mit seinen familiären Erzählern nicht nur vom Umfang her gewisse Ähnlichkeiten mit den Buddenbrooks. Besonders deutlich wird das im ersten Teil durch dem vergleichbar bildungssatten wie auch beschaulichen Erzählgestus. Diesem bürgerlichen Realismus mit seinen vielen literarischen Anspielungen und Symbolen steht im zweiten Teil unter dem Titel «Die Schwerkraft» ein eher sozialistisch geprägter Realismus gegenüber. Der zielt, deutlich politischer, auf die sich abzeichnende Wende hin, jene am 9. November 1989 bevorstehende Zäsur, in die der Leser an diesem historischen Tag abrupt entlassen wird. Die gigantische Materialfülle ist letztendlich auch erdrückend, sie übersteigt in ihrer Vielfalt deutlich das Aufnahmevermögen. Was man dann erst beim zweiten Lesen merkt, denn nach mehr als zehn Jahren ist davon kaum noch etwas erinnerlich. Es lohnt sich also jede erneute Lektüre, eine erste aber ist geradezu Pflicht!

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Der Turm

von Uwe Tellkamp

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  • Produktbild: Der Turm
  • Ouvertüre

    I. Buch: Die Pädagogische Provinz

    Auffahrt

    Mutabor

    Das Tausendaugenhaus

    In der »Felsenburg«

    Das Barometer

    »Frieh-stick«

    Ostrom

    Ansichtskarten

    Alltag bei Äsculap. Leid eines Pflichtassistenten

    Erzadern. Der Alte vom Berge

    Moorgrüne Blumen

    Rost

    Die wir nicht kennen

    Josta

    Wer hat den schönsten Tannenbaum

    Das leere Blatt

    Ferngespräche

    Die Kohleninsel

    Urania

    Dialog über Kinder

    Die Karavelle

    Enöff

    Atmen

    In der Klinik

    Leipziger Messe

    Wolken im April

    Die Fahrende Musik. All unsere Kraft. Die Fee der Buchstaben

    Schwarzgelb

    Kopfervitriol

    Junge Frau in Windstille

    Vanille & indigo

    Ostrom II. Barsano

    Wehrlager

    Die Askanische Insel

    Dresdner Edition

    Erste Liebe

    Interludium: 1984

    II. Buch: Die Schwerkraft

    Abend im Haus Eschschloraque

    Einberufung

    Rosa ist die Waffenfarbe

    Das Telefon

    Ausreisen

    Eiserner Vorhang

    Hochzeit

    Mach es wie die Sonnenuhr

    Die Papierrepublik

    Hispano-Suiza

    … zähl die heitern Stunden nur

    ORWO-Schwarzweiß

    Auf Hiddensee

    Und hast du Kummer oder Sorgen

    Im Tal der Ahnungslosen

    Schallplatte und Abtastnadel von Staub freihalten

    Die Wäschemangel

    Sei zu Hause

    Unterwasserfahrt

    Man wiederholte vielleicht oft gesagte Worte, man zeigte manches, das man schon oft gesehen hatte, und machte sich auf Dinge aufmerksam, die man ohnehin kannte

    Schwebstoffe

    Fröhlich sein und singen

    Die Kristallwohnung

    Reise nach Samarkand

    Die Karbidinsel

    Nu sajaz – pogodi

    Kastalia

    Fakultativ: Nadelarbeit

    In unserer Hand

    Nach dieser Unterbrechung gingen die Tage … dahin

    Braunkohle

    Finale: Mahlstrom

    Aus technischen Gründen. Walpurgisabend

    Wetterleuchten

    Walpurgisnacht

    Die Hauptaufgabe

    Der Magnet