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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

18.08.2010

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

142

Maße (L/B/H)

17,7/10,6/1,5 cm

Gewicht

122 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Auflage

5

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46186-0

Beschreibung

Rezension

»Thomas Bernhard hat den Literaturpreiszirkus Zeit seines Lebens verabscheut. Er hat ihn gefürchtet und gehasst, und er hat über ihn gelacht, so gut es ging. Die Rituale der Preisverleihung, die oft unsäglichen Grußworte und ahnungslosen Reden der Funktionäre, ... er hat es in einem Hass ausgekostet bis zur bitteren Neige.«

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

18.08.2010

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

142

Maße (L/B/H)

17,7/10,6/1,5 cm

Gewicht

122 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Auflage

5

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46186-0

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Martin Bär

    aus St. Johann

    5/5

    14.02.2012

    Buch (Taschenbuch)

    Bernhard'scher Furor - auch sehr komisch!

    Aus dem Nachlass ist ein neues Buch von Thomas Bernhard erschienen: „Meine Preise“ ist eine Sammlung von neun Prosastücken über die Verleihungen von verschiedenen Literaturpreisen, meist für „Frost“. Darin wütet Bernhard mit bekanntem Furor: „Der Staat überschüttet seine arbeitenden Bürger mit Ehren und überschüttet sie in Wirklichkeit mit Perversitäten und Gemeinheiten, sagte ich.“ Er schildert die Preisverleihungen als skurrile Aufführungen, wie aus einem seiner Stücke entsprungen. Da wird Bernhard erst nicht erkannt, gibt sich auch nicht zu erkennen und amüsiert sich dann über die Hektik, die ausbricht, als der Preisträger dann gesucht wird. Eine Ministerin schläft während des Festakts ein (Grillparzerpreis), ein anderer stürmt bei der berühmt gewordenen Bernhard’schen Dankesrede zum österreichischen Staatspreis („es ist nichts zu loben, nichts zu verdammen, nichts anzuklagen, aber es ist vieles lächerlich; es ist alles lächerlich, wenn man an den Tod denkt.“) wutentbrannt aus dem Saal. Bei aller Abscheu nimmt er aber doch die Preise entgegen, weil er das damit verbundene Geld gut gebrauchen kann. Er konnte damit einen Teil seines Hauses in Natal anzahlen, die Szene, in der er mit dem Immobilienhändler und seiner Tante das desolate Haus besichtigt, ist wirklich komisch! Für alle Bernhard-Fans ein unbedingtes Muss, und für alle anderen ein komisch-kurios-furioser Lesegenuss.

  • Patrick Nagl

    aus Wien

    5/5

    13.09.2010

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Rückblick

    Thomas Bernhards Bilanz zu den von Ihm erhaltenen Literaturpreisen und den damit verbundenen Zeremonien. Bereits 1980 stellte Bernhard den Roman der sich in 9 Kapitel aufteilt und auf die jeweiligen Preise bezieht die er bis dahin erhielt, fertig. Nun, 20 Jahre nach seinem Tod, wurde das Buch endlich der Öffentlichkeit zugängig gemacht. Ein äusserst amüsantes Werk.

  • Martin Bär

    aus St. Johann

    5/5

    03.02.2021

    eBook (ePUB)

    Bernhard'scher Furor - auch sehr komisch!

    Aus dem Nachlass ist ein neues Buch von Thomas Bernhard erschienen: „Meine Preise“ ist eine Sammlung von neun Prosastücken über die Verleihungen von verschiedenen Literaturpreisen, meist für „Frost“. Darin wütet Bernhard mit bekanntem Furor: „Der Staat überschüttet seine arbeitenden Bürger mit Ehren und überschüttet sie in Wirklichkeit mit Perversitäten und Gemeinheiten, sagte ich.“ Er schildert die Preisverleihungen als skurrile Aufführungen, wie aus einem seiner Stücke entsprungen. Da wird Bernhard erst nicht erkannt, gibt sich auch nicht zu erkennen und amüsiert sich dann über die Hektik, die ausbricht, als der Preisträger dann gesucht wird. Eine Ministerin schläft während des Festakts ein (Grillparzerpreis), ein anderer stürmt bei der berühmt gewordenen Bernhard’schen Dankesrede zum österreichischen Staatspreis („es ist nichts zu loben, nichts zu verdammen, nichts anzuklagen, aber es ist vieles lächerlich; es ist alles lächerlich, wenn man an den Tod denkt.“) wutentbrannt aus dem Saal. Bei aller Abscheu nimmt er aber doch die Preise entgegen, weil er das damit verbundene Geld gut gebrauchen kann. Er konnte damit einen Teil seines Hauses in Natal anzahlen, die Szene, in der er mit dem Immobilienhändler und seiner Tante das desolate Haus besichtigt, ist wirklich komisch! Für alle Bernhard-Fans ein unbedingtes Muss, und für alle anderen ein komisch-kurios-furioser Lesegenuss.

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