Der Fuchs als Tier der Gottheiten Alt-Perus
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Sprache:Deutsch
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
08.09.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
32
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
62 g
Auflage
3. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-640-42161-9
Zahlreiche Autoren erwähnen die Verehrung der Füchsin: Cieza de Léon schreibt, dass eine Füchsin in hohem Ansehen gehalten und im Tempel von Pachacamac verehrt wurde. Mit Ausnahme der Feudalherren, Priester und "jenen, die dort an den Folgen ihrer Wallfahrt verstarben" (soll heißen: geopfert wurden!) war es jedem, der nicht zu den Huacas gehörte, verboten, dort einzudringen. Calancha ergänzt, dass man beim Idol Füchsinnen opferte, und Ravines behauptet, dass man auf Grund verschiedener Aussagen von Zeugen und Dokumente wisse, "dass die Priester von Pachacamac sich Füchse und Hunde hielten." Noch heute wird in der Gegend von Chancay der Fuchs "Perro de las Apus" - Hund der Herren - genannt. Albornoz sagt ganz klar, dass Pachacamac ein Huaca in Gestalt einer Füchsin aus Gold sei, welche sich auf einer von Menschenhand errichteten Anhöhe befand und nun beim Dorf von Pachacamac liegt. "Pachacamac" ist der Name, den die Inka, die als Invasoren ins alte Peru einfielen, der zuvor als "Ychsma" bekannten Gottheit gaben. Er ist mit der Fruchtbarkeit, dem Mond, der Nacht, der Erde und der Unterwelt gleichermaßen verbunden. Er hat die Macht, die Erde erbeben zu lassen, Krankheiten zu heilen und ist auch das Oberhaupt der Verstorbenen, an ihrem Lebenszyklus teilhabend. Zugleich ist er auch ein Erneuerer der Welt, der mit Feuer und Wasser alles zerstörte. Alle diese Eigenschaften bis auf die letztgenannte hat er jedoch nicht allein inne, sondern teilt sie sich mit der Erdgöttin namens Pachamama, d. h. mit der archaischen Großen Göttin an sich, von der Pachamama lediglich ein Aspekt darstellt. Wenn man davon ausgeht, dass global zuerst weiblich geprägte Gesellschaften vorherrschten, hätte er im Lauf der Zeit die Macht von der Göttin übernommen, wovon auch seine Eigenschaften als Erneuerer zu künden scheinen. [...]
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