Zwangsvereinigung oder freiwilliger Zusammenschluss? Die Kontroverse um die Gründung der SED 1946
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Sprache:Deutsch
39,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
07.04.2009
Verlag
Diplomica Verlag GmbHSeitenzahl
106
Maße (L/B/H)
22/15,5/0,9 cm
Gewicht
194 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8366-7381-5
Nach dem Zusammenbruch der DDR wurde erstmals ein ungehinderter Zugang zu Quellen aus den SED-Parteiarchiven möglich, so dass im Rahmen der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit auch zur Vorgeschichte der SED-Gründung zahlreiche Quelleneditionen und Forschungsergebnisse präsentiert wurden. Obwohl also die SED-Gründung in ihren Grundzügen mittlerweile als hinreichend erforscht gelten kann, bewegt das Thema nach wie vor die Gemüter und führt zu Kontroversen. Denn die Frage nach dem Zustandekommen der SED zielt auch darauf ab, wer die Verantwortung für den Ursprung der vierzigjährigen Herrschaft dieser Partei in der ehemaligen DDR trägt. Auch das Verhältnis von SPD und PDS/Die Linke wird hiervon berührt.
Geschichte ist eben nicht nur das Feld des Historikers. Vielmehr bestimmen aktuelle politische Interessen den Kampf um die verbindliche Deutung vergangener Ereignisse. Deutlich wird dies in Kontroversen um Denkmäler oder Gedenktage, die dem identitätsstiftenden Geschichtsbild der Gesellschaft Ausdruck verleihen sollen. In diesem Zusammenhang spricht man von Geschichtspolitik.
Im Zentrum der vorliegenden Studie steht nicht primär die Darstellung des historischen Entwicklungsprozesses, der zur Gründung der SED führte. Vielmehr geht es da rum, wie das Ereignis der SED-Gründung und ihrer unmittelbaren Vorgeschichte in der Vergangenheit und in der Gegenwart gedeutet wurde und wird. Es soll geklärt werden, welche Interessen und Motivationen hinter der jeweiligen Deutung der SED-Gründung als 'Zwangsvereinigung' oder'freiwilligem Zusammenschluss' liegen. Wie wurde das Thema in der Geschichtsschreibung der alten Bundesrepublik behandelt und politisch interpretiert? Welche Kontroversen gab es dabei unter Umständen? Wie wurde die SED-Gründung in der ehemaligen DDR dargestellt und gedeutet?
Anhand der öffentlichen Kontroverse, die sich 1996 zum vierzigsten Jahrestag der SED-Gründung erneut entzündete, wird untersucht welche Rolle die jeweilige Deutung der Vergangenheit für das Selbstverständnis der politischen Akteure SPD und PDS hatte. Um den geschichtspolitischen Gehalt der Kontroverse herauszuarbeiten, wird hierbei analysiert welche parteipolitischen Interessen die jeweilige Argumentation bestimmten.
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