Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
September 2010
Abbildungen
mit 200 Abbildungen
Verlag
ChristianSeitenzahl
256
Maße (L/B)
21/15 cm
Gewicht
240 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-86624-401-6
Ursprünglich auf sauren Heide- und Waldböden wachsend, versucht man nun die Kultivierung von Kulturheidelbeeren auf Substandorten, wie ehemals ackerbaulich genutztes Land auszuweiten, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Zahlreiche Arbeiten dokumentierten die Etablierung von Kulturheidelbeeren hinsichtlich Wachstum und Ertragspotential auf ungünstigen Standort- bzw. Bodenbedingungen, wie ehemaligem Ackerland. Doch die Veränderung der Fruchtqualität unter diesen Bedingungen, insbesondere der wertgebenden Inhaltsstoffe ist bislang nicht näher untersucht worden, spielt indes für den Absatz eines Qualitätsproduktes und damit für die Verbraucherakzeptanz eine große Rolle.
Besonderes Augenmerk dieser Arbeit lag neben der Produktivität der Kulturführung auf der Dynamik der wertgebenden Fruchtinhaltsstoffe. Dazu wurden auf dem Freilandversuchsgelände der Humboldt- Universität zu Berlin in den Jahren 2004- 2006 der Einsatz von Kiefernrinde als Mulchauflage sowie das Pflanzenstärkungspräparat Wuxal® Ascofol auf Borbasis (3 % B) an den Kulturheidelbeersorten ‚Bluecrop’ und ‚Reka’ näher geprüft.
Die Ergebnisse zeigten, dass die Mulchauflage stressreduzierend wirkte und dadurch vegetatives sowie generatives Wachstum förderte. Bezüglich der bioaktiven Verbindungen wiesen diese Pflanzen einen höheren Gehalt an Pektinen und Monoterpenen auf, dagegen aber reduzierte Gehalte an Phenolen und eine geringere antioxidative Aktivität. Das Element Bor wiederum vermochte vermutlich durch Komplexbildung Phenole zu inaktivieren und den Aufbau von Pektinen zu begünstigen, zeigte hingegen auf die Ausbildung der Monoterpene keinen Einfluss. Eine Stimulation von Phenolen durch Stress (ungünstige Bodenverhältnisse durch fehlende Mulchauflage) in der Vorernte ging dagegen mit einer Wuchsreduktion der Pflanzen und demzufolge mit Ertragsverlusten einher und behinderte die Ausbildung weiterer wertgebender Inhaltsstoffgruppen, sowohl des Primär (Pektine)- als auch des Sekundärstoffwechsels (Monoterpene).
So konnte diese Arbeit aufzeigen, dass beispielsweise Stresssituationen in der Vorernte nicht zu einer gleichzeitigen Erhöhung aller bioaktiven Inhaltsstoffgruppen in Kulturheidelbeeren führten. Um einen hohen Ertrag sowie eine hohe Fruchtqualität auf ehemaligem Ackerland zu gewährleisten, müssen reduzierte Phenolgehalte und demzufolge eine geringere antioxidative Aktivität erwartet werden. Daher sollte eine Anreicherung letzterer eher über die Sortenwahl realisiert werden.
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