Tagesklinik Konzeption und Evaluation am Beispiel Augenheilkunde
-
- Deutsch ausgewählt
63,90 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
01.12.2008
Verlag
Josef Eul VerlagSeitenzahl
292
Maße (L/B/H)
21/14,8/2 cm
Gewicht
458 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-89936-733-1
Die vorliegende Publikation nahm deshalb die Veränderung einer vollstationären Behandlungsform hin zu einem tagesklinischen Angebot einer Augenabteilung eines österreichischen Krankenhauses zum Anlass. Ziel war es, die strategie- und kostengetriebene Entscheidung kritisch zu durchleuchten. Dazu wurde zunächst eine prozesstheoretische Betrachtung vorgenommen und anschließend die Angebotsveränderung mit Instrumenten der qualitativen Sozialforschung evaluiert.
Als zentrales Ergebnis konnte herausgearbeitet werden, dass der überwiegende Teil der Betroffenen die tagesklinische Behandlungsform bevorzugte. Der wesentliche Erfolgsindikator bei den Befürwortern war ein funktionierendes soziales Umfeld, welches die Vor- und Nachbetreuung sowie die notwendige Prozessunterstützung sicherstellte. Die Übernahme von Leistungen stellte für den Großteil der Patienten und ihre Angehörigen keine Hürde dar. Die Befragten zeigten durchweg eine hohe Bereitschaft, sich im Sinne der Co-Produktion an der Leistungserstellung zu beteiligen. Im Gegensatz zur stationären Versorgung war bei der tagesklinischen Behandlung auch die Anspruchserwartung deutlich reduziert. Es stellte sich heraus, dass triviale Indikatoren wie Alter und Entfernung zum Behandler viel zu kurz greifen und isoliert keine ernst zu nehmende Entscheidungsgrundlage darstellen.
Wenig überraschend, hat sich bestätigt, dass Menschen gerne zu Hause sind und demnach nicht gerne hospitalisiert, denn Freiheit und das damit verbundene Empowerment stellen nicht nur eine Facette im Behandlungsregime dar, die dem Menschen zumutbar ist, sondern auch seiner Würde entspricht. Damit könnte Empowerment auch eine jener Alternativen darstellen, die im Rahmen der Altersentwicklung der Bevölkerung gefordert werden, nämlich demografischer Entwicklung nicht mit demografischen Mitteln zu begegnen, sondern nach anderen gesellschaftspolitischen Antworten zu suchen.
Kundinnen und Kunden meinen
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kund*innen durch Ihre Meinung
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice