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Produktbild: Einer von vielen

Einer von vielen

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33,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.07.2009

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

496

Maße (L/B/H)

4,2/12,5/20,5 cm

Gewicht

590 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-07664-1

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.07.2009

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

496

Maße (L/B/H)

4,2/12,5/20,5 cm

Gewicht

590 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-07664-1

Herstelleradresse

Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
Deutschland
Email: info@rowohlt.de
Url: www.rowohlt.de
Telephone: +49 40 72720
Fax: +49 40 7272342

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  • Sandra M. Taibon

    aus Neuhofen an der Krems

    4/5

    02.02.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Keiner wie viele andere ...

    Edison Frimm heißt so, weil seine Mutter an den Erfinder der Glühlampe dachte, als sie ihren Sohn während eines Erdbebens am Küchenboden liegend zur Welt brachte. Und so ungewöhnlich seine Geburt war, so ungewöhnlich sind die Zusammenhänge, die der Autor in seinem Buch spinnt. Da gibt es einen japanischen Gärtner der zur Geburtsstunde von Edison seine Familie verloren hat, da gibt es einen Jungen in Deutschland der zur selben Zeit in das beginnende Dritte Reich geboren wird, das wiederum der junge Edison in einem Bomber sitzend in 16 Jahren angreifen wird. Als Leser ist es nicht leicht die vielen Erzählstränge zu verfolgen und auch den einen oder anderen Zusammenhang zu erkennen. Man schwebt wie ein Vogel über der Geschichte, die 1923 beginnt und im Heute endet. Wie ein Film läuft das Leben des Edison Frimm ab, man ist Beobachter, geht mit ihm mit, ist seltsam unberührt und doch betroffen. Aber gerade das macht vermutlich die Qualität des Buches aus! Von der ersten Zeile weg ist man gefangen ist einem Leben, das viele Personen umfasst - in einer Epoche - in einer Geschichte, die im Grunde "alltäglich" ist und gerade deshalb so reizvoll. Ich würde dieses Buch als gehobene Literatur einstufen, der Erzählstil ist fesselnd, die Wortwahl geschliffen, die Sätze genauso wie sie sein müssen: Kurz, wenn es nicht mehr zu sagen gibt und länger, wenn eine Menge Gedanken hineinspielen. Das Buch werden jene Menschen mögen, die sich gerne auf Ungewöhnliches einlassen. Man darf sich weder "Action" noch "Spannung" im klassischen Sinn erwarten. Dafür bekommt man eine Geschichte geliefert wie sie eine von vielen ist - und wie sie nur das Leben schreiben kann.

  • Bewertung

    5/5

    24.05.2018

    Buch (Taschenbuch)

    Sind wir nicht alle eine(r) von...

    Sind wir nicht alle eine(r) von vielen, und doch eine(r) wie keine(r)? Virtuoses Geschichtengeflecht quer über den Globus und über ein halbes Jahrhundert gespannt.

  • Bories vom Berg

    aus München

    4/5

    31.08.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Alles hängt mit allem…

    Alles hängt mit allem zusammen Wer das Buch von Norbert Zähringer mit dem Titel «Einer von vielen» aufschlägt, den empfängt auf dem Vorsatzblatt eine organigramm-artige Handskizze mit dem Namen Edison Frimm im Zentrum eines großen Netzes mit dutzenden von Namen. Damit wird grafisch das dem Plot dieses komplexen Romans zugrunde liegende «Kleine-Welt-Phänomen» der sozialen Vernetzung von Stanley Milgram verdeutlicht, nach dem alle Menschen über eine Kette von durchschnittlich nur sechs Zwischenkontakten miteinander verbunden sind. Und das gilt natürlich unter dem Aspekt von Vorsehung und Zufall auch für die vielen Figuren dieses narrativ äußerst virtuos konzipierten Romans mit seiner Schicksalsthematik. In einer Art Rahmenhandlung wird im ersten und letzten der 56 Kapitel des siebenteiligen Romans vom Suizidversuch des achtzigjährigen, gerade aus dem Gefängnis entlassenen Edison Frimm an einem Dezembermorgen des Jahres 2003 erzählt. Mit einem atemberaubenden Konstrukt von Rückblenden und Zeitsprüngen in diversen Handlungssträngen entwickelt der Autor seine actionreiche Geschichte. Sie beginnt mit dem Großen Kantō-Erdbeben vom 1. September 1923, als in Tokio ein junger Polizist seine Eltern verliert, während gleichzeitig in Berlin Siegfried Heinze als Sohn eines strammen Nazis das Licht der Welt erblickt und in der Mojave-Wüste Kaliforniens die Zentralfigur ‹Eddi› Frimm geboren wird. Dessen abwechslungsreiches Leben als Komparse während der Stummfilmzeit in Hollywood und über die Zeit des Zweiten Weltkriegs hinweg bildet den roten Faden des Romans. Parallel verlaufen, oft lose miteinander verknüpft und abwechselnd erzählt, eine Fülle von kleinen Geschichten, Anekdoten und Szenen mit all den anderen Figuren, zu denen ‹Siggi› Heinze ebenso gehört wie der nazifeindliche Kriminalkommissar Mauser, der schwule Filmschauspieler und Pilot Scott LaMont, der japanische Expolizist und zen-buddhistische Gärtner Koga, ferner der idealistische Sektengründer Dan Schmidt mit seiner Wüsten-Gemeinde Josua Ridge, in deren Gemeinschaftsküche ‹Eddi› zur Welt kommt. Als prominente Figur ist ein Ölmillionär und Filmmogul eingebunden, für den Howard Hughes Pate gestanden hat, aber auch Ronald Reagan und Willy Brand haben ihr Cameo. Politisch ist die Handlung insbesondere durch den Angriff der Japaner auf Pearl Harbor, den Bombenkrieg der Alliierten, die Invasion in der Normandie, das dramatische Kriegsende in Berlin und die turbulente Nachwendezeit geprägt. Die oft lediglich assoziative Verknüpfung der diversen Erzählfäden dieses komplexen Romans über die Ironie der Geschichte erfordert in Verbindung mit dem riesigen Figurenensemble die volle Aufmerksamkeit des Lesers. Dabei wird dieses achtzig Jahre umfassende Panorama der Geschichte auch noch aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt. Die sieben Romanteile werden jeweils mit einem Kapitel eingeleitet, in dem ein Ich-Erzähler, von dem man nicht viel mehr erfährt, als dass er bei einer Berliner Wach- und Schließgesellschaft arbeitet, im Jahr 2003 von Geschehnissen aus seiner Clique berichtet, was eine reizvolle zweite Perspektive bildet. Mit seinem Sprachwitz erinnert der temporeiche, unterhaltsame Roman an den journalistisch knappen, manchmal lakonischen Erzählstil einiger amerikanischer Autoren. Wobei die überbordende Fülle des Stoffs es mit sich bringt, dass vieles nur angerissen werden kann, tiefer ausgeleuchtet hätten sonst auch doppelt so viele Buchseiten kaum ausgereicht. ‹Eddi› und ‹Siggi› bilden den Kontrapunkt des Plots, sie sind in einer Szene am Kriegsende als Feinde schicksalhaft nur wenige Meter voneinander entfernt, ohne jedoch aufeinander zu treffen, - eine raffiniert angelegte Schlusspointe. Und so ist denn dieser ebenso amüsante wie spannende Roman ein süffig zu lesender Pageturner, originell erdacht und viel Obskures erzählend. «Was macht die Zeit mit uns» heißt die Kernfrage dieses Romans, und «Alles hängt mit allem zusammen» lautet hier eine der möglichen Antworten.

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