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Behind the Mirror

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.09.1978

Verlag

Houghton Mifflin

Seitenzahl

268

Maße (L/B/H)

21,6/14/1,7 cm

Gewicht

382 g

Sprache

Englisch

ISBN

978-0-15-611776-0

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.09.1978

Verlag

Houghton Mifflin

Seitenzahl

268

Maße (L/B/H)

21,6/14/1,7 cm

Gewicht

382 g

Sprache

Englisch

ISBN

978-0-15-611776-0

Herstelleradresse

Libri GmbH
Europaallee 1
36244 Bad Hersfeld
DE

Email: gpsr@libri.de

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Grundlagen der Evolutionären Erkenntnistheorie

Raumzeitreisender aus Ahaus am 16.06.2026

Bewertungsnummer: 3169588

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Konrad Lorenz geht es in diesem Buch um ein neues Verständnis der Wirklichkeit. Er thematisiert die Wechselbeziehung zwischen äußerer Wirklichkeit (Objekt) und erkennendem Menschen (Subjekt). Beim Erkennen der Außenwelt sind immer auch Vorgänge und Zustände im erkennenden Subjekt im Spiel. Diese haben sich im Zuge der Evolution entwickelt und können mit naturwissenschaftlichen Methoden untersucht werden. Die Anpassung an die Außenwelt liefert Informationen über diese und ist somit ein Vorgang der Erkenntnis. Der Mensch und seine stammesgeschichtliche Entwicklung müssen in die Untersuchungen einbezogen werden, um die Außenwelt besser verstehen zu können. Lorenz grenzt sich vom Idealismus ab und ist Vertreter des hypothetischen Realismus. Für Lorenz ist das Leben ein Erkenntnisvorgang, da Anpassung an die Außenwelt immer auch einen Wissenserwerb über diese zur Folge hat. Für Neuschöpfungen im Zuge der Evolution, die zu neuen, unvorhersehbaren Systemeigenschaften führen, verwendet er den Begriff Fulguration statt Emergenz. Er bezieht sich auf Nicolai Hartmanns Lehre von den Schichten des realen Seins, wobei Eigenschaften der unteren Schichten auch immer in den übergeordneten Schichten gelten, aber nicht umgekehrt. Der Autor beschreibt Methoden der Informationsgewinnung, der Anpassung, der Speicherung, des Lernens, der Verhaltensänderung bis hin zu abstrahierenden Leistungen der Wahrnehmung und Repräsentationen des Raumes. Diese Leistungen gelten für Tiere und Menschen und sind Voraussetzungen für begriffliches Denken. Nach Lorenz besteht zum Menschen kein nur gradueller, sondern ein wesensmäßiger Unterschied im Sinne des Schichtenmodells. Die Eigenarten des Erlebens können nicht aus chemisch-physikalischen Gesetzen und auch nicht aus der komplexen Struktur der neurophysiologischen Organisation erklärt werden. Die menschliche Kultur verändert die Weitergabe von Wissen und sorgt für einen enormen Wissenszuwachs. Die menschliche Entwicklung beruht auf (langsamer) evolutiver und (schneller wirkender) kultureller Entwicklung. Der Autor weist auf Schattenseiten kultureller Entwicklung hin, wenn z.B. der Einfluss unveränderbarer Instinkte nicht erkannt wird. "Eine reflektierende Selbsterforschung der menschlichen Kultur hat es nämlich bisher auf unserem Planeten nie gegeben, ebensowenig, wie es vor Galileis Zeit eine in unserem Sinne objektivierende Naturwissenschaft gab." Die Arbeiten von Konrad Lorenz sind bahnbrechend für die Entwicklung der Evolutionären Erkenntnistheorie, in der interdisziplinär Natur- und Geisteswissenschaften miteinander verknüpft werden. Ausführlich hat dieses Thema Gerhard Vollmer in seinem Werk "Evolutionäre Erkenntnistheorie" von 1975, über das er promoviert hat, behandelt. Weitere Vertreter dieser Lehre sind u.a. Rupert Riedl und Hoimar von Ditfurth. Raum, Zeit und Kausalität sind angeborene Vorurteile über die Welt, erkannte Immanuel Kant. Die Frage, warum die angeborenen Denkstrukturen so gut zur realen Welt passen, konnte er nicht beantworten. Die Antwort liefert Konrad Lorenz. Angeborene Erkenntnisformen sind Erfahrungen über die Welt, die nicht das Individuum, sondern die Art erworben hat. Das Leben ist ein Erkenntnis gewinnender Prozess und das herrschende Prinzip "biologisch zweckmäßig" ist nicht gleichzusetzen mit "wahrheitsgetreuer Abbildung".

Grundlagen der Evolutionären Erkenntnistheorie

Raumzeitreisender aus Ahaus am 16.06.2026
Bewertungsnummer: 3169588
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Konrad Lorenz geht es in diesem Buch um ein neues Verständnis der Wirklichkeit. Er thematisiert die Wechselbeziehung zwischen äußerer Wirklichkeit (Objekt) und erkennendem Menschen (Subjekt). Beim Erkennen der Außenwelt sind immer auch Vorgänge und Zustände im erkennenden Subjekt im Spiel. Diese haben sich im Zuge der Evolution entwickelt und können mit naturwissenschaftlichen Methoden untersucht werden. Die Anpassung an die Außenwelt liefert Informationen über diese und ist somit ein Vorgang der Erkenntnis. Der Mensch und seine stammesgeschichtliche Entwicklung müssen in die Untersuchungen einbezogen werden, um die Außenwelt besser verstehen zu können. Lorenz grenzt sich vom Idealismus ab und ist Vertreter des hypothetischen Realismus. Für Lorenz ist das Leben ein Erkenntnisvorgang, da Anpassung an die Außenwelt immer auch einen Wissenserwerb über diese zur Folge hat. Für Neuschöpfungen im Zuge der Evolution, die zu neuen, unvorhersehbaren Systemeigenschaften führen, verwendet er den Begriff Fulguration statt Emergenz. Er bezieht sich auf Nicolai Hartmanns Lehre von den Schichten des realen Seins, wobei Eigenschaften der unteren Schichten auch immer in den übergeordneten Schichten gelten, aber nicht umgekehrt. Der Autor beschreibt Methoden der Informationsgewinnung, der Anpassung, der Speicherung, des Lernens, der Verhaltensänderung bis hin zu abstrahierenden Leistungen der Wahrnehmung und Repräsentationen des Raumes. Diese Leistungen gelten für Tiere und Menschen und sind Voraussetzungen für begriffliches Denken. Nach Lorenz besteht zum Menschen kein nur gradueller, sondern ein wesensmäßiger Unterschied im Sinne des Schichtenmodells. Die Eigenarten des Erlebens können nicht aus chemisch-physikalischen Gesetzen und auch nicht aus der komplexen Struktur der neurophysiologischen Organisation erklärt werden. Die menschliche Kultur verändert die Weitergabe von Wissen und sorgt für einen enormen Wissenszuwachs. Die menschliche Entwicklung beruht auf (langsamer) evolutiver und (schneller wirkender) kultureller Entwicklung. Der Autor weist auf Schattenseiten kultureller Entwicklung hin, wenn z.B. der Einfluss unveränderbarer Instinkte nicht erkannt wird. "Eine reflektierende Selbsterforschung der menschlichen Kultur hat es nämlich bisher auf unserem Planeten nie gegeben, ebensowenig, wie es vor Galileis Zeit eine in unserem Sinne objektivierende Naturwissenschaft gab." Die Arbeiten von Konrad Lorenz sind bahnbrechend für die Entwicklung der Evolutionären Erkenntnistheorie, in der interdisziplinär Natur- und Geisteswissenschaften miteinander verknüpft werden. Ausführlich hat dieses Thema Gerhard Vollmer in seinem Werk "Evolutionäre Erkenntnistheorie" von 1975, über das er promoviert hat, behandelt. Weitere Vertreter dieser Lehre sind u.a. Rupert Riedl und Hoimar von Ditfurth. Raum, Zeit und Kausalität sind angeborene Vorurteile über die Welt, erkannte Immanuel Kant. Die Frage, warum die angeborenen Denkstrukturen so gut zur realen Welt passen, konnte er nicht beantworten. Die Antwort liefert Konrad Lorenz. Angeborene Erkenntnisformen sind Erfahrungen über die Welt, die nicht das Individuum, sondern die Art erworben hat. Das Leben ist ein Erkenntnis gewinnender Prozess und das herrschende Prinzip "biologisch zweckmäßig" ist nicht gleichzusetzen mit "wahrheitsgetreuer Abbildung".

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von Konrad Lorenz, Lorenz

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