Närrisch an das Leben Glauben Lenka Reinerová im Gespräch mit Norbert Schreiber
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
13.10.2008
Verlag
Wieser VerlagSeitenzahl
70
Maße (L/B/H)
22/13/0,8 cm
Gewicht
152 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-85129-807-9
Lenka Reinerová, die „Grande Dame“ der Prager deutschsprachigen Literatur, ist im Alter von 92 Jahren verstorben. Nach einem bewegten Leben, als Exilantin ständig auf der Flucht, hat die Autorin auch internationale Anerkennung erhalten. Lenka Reinerová ist im Prag der 30er Jahre aufgewachsen. Das multikulturelle Prag des deutschen, jüdischen und tschechischen Zusammenlebens hat sie geprägt.
Am 17. Mai 1916 wurde Lenka Reinerová in Prag geboren. Als Journalistin kam sie mit den Vertretern der deutschen Emigration in Kontakt, vor allem mit ihrem Freund und Mentor Egon Erwin Kisch, bevor sie selbst verfolgt wurde und emigrierte. Ihre Fluchtwege führten über Frankreich, Marokko nach Mexiko. Sie verlor ihre gesamte Familie, die den Holocaust nicht überlebte. Eine Warnung ihrer Schwester hatte sie davon abgehalten, ins Nazi-Deutschland von einem Auslandsaufenthalt zurückzukehren. Reinerová wurde nach dem Krieg auch Opfer der kommunistischen Säuberungen und verbrachte ein Jahr im Gefängnis.
Norbert Schreiber traf die Schriftstellerin in ihrer Prager Wohnung zum hr2-Kultur Doppelkopfgespräch kurze Zeit bevor sie nach langjähriger Krankheit verstarb. Ihr gesamtes Leben lag ihr das deutsch-tschechische Verhältnis am Herzen und das von ihr gegründete Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren.
Lesen und hören. Einsam und doch gemeinsam. Eine Verbindung, die die Tonalitat der Sprache zum Klingen bringt und die uns in gedruckter Form beim Lesen die Möglichkeit gibt, die Entwicklung des Gedankens in all seiner Zerbrechlichkeit nachzuzeichnen, dem Sich – Hintasten zu folgen, alle Seiten der Unsicherheit zu spüren, und dem Lesenden das Zugeneigtsein – zum Gedanken, zum Autor, zur Autorin, zum Thema – finden lasst. Die Idee kam von Norbert Scheiber vom Hessischen Rundfunk. Man müsse sehen, wie die vielen Geäprache, die von ihm und seiner Kollegenschaft im Laufe der Jahrzehnte geführt wurden, für die Leserschaft nutzbar gemacht werden. Wie macht man eine CD, die man gut lesen kann, und wie macht man ein Buch, das man gut hören kann? Es folgten viele Gespräche und Abwägungen. Viele sinnvolle und zu verwerfende Gedanken wurden gewälzt und nicht zuletzt viele Versuche in der Buchbinderei gemacht, bis die richtige Form der Umsetzung gefunden war. GEHÖRT GELESEN ward geboren. Ein Buch mit doppeltem Umschlag, wo sich im aufklappbaren und doch nicht flattrigen Schutzumschlag die CD zum Herausnehmen und Hören befindet und das sich von aussen doch nicht von einem Buch unterscheidet. Nun liegt der zweite Band der neuen Reihe GEHÖRT GELESEN im Wieser Verlag vor.
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