Der Philosoph Hans Vaihinger (1852-1933), begründete mit seinem 1911 erstmals veröffentlichten Hauptwerk `Die Philosophie des Als Ob` den Fiktionalismus als Sonderform des idealistischen Positivismus. Für Vaihinger läuft alles Erkennen auf ein Vergleichen hinaus - Unbekanntes wird auf Bekanntes zurückgeführt. Begriffe wie Atom, Gott und Seele sind im Sinne Vaihingers nützliche Fiktionen und haben für unser Denken derart Bedeutung `als ob` sie wahr seien.Nach seiner Habilitation bei dem positivistischen Philosophen Ernst Laas machte sich Vaihinger anfangs vor allem als Kant-Forscher einen Namen. Im Jahre 1883 wurde er zuerst außerordentlicher Professor in Straßburg und ein Jahr später in Halle, wo er zeitlebens verblieb.`Die Philosophie des Als Ob` erschien bis 1938 in zehn Auflagen und wurde in viele Sprachen übersetzt - so auch ins Japanische. Das Buch fand weltweit eine starke Resonanz und hatte wesentlichen Einfluss auf die Rechtsphilosophie.
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