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Band 26

Die Kreutzersonate

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

25671

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.01.2006

Verlag

Anaconda

Seitenzahl

144

Maße (L/B/H)

19,5/12,8/2 cm

Gewicht

210 g

Farbe

Mokka / Karamell

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Krejtserowa sonata

Übersetzt von

Raphael Löwenfeld

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-938484-72-2

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

25671

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.01.2006

Verlag

Anaconda

Seitenzahl

144

Maße (L/B/H)

19,5/12,8/2 cm

Gewicht

210 g

Farbe

Mokka / Karamell

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Krejtserowa sonata

Übersetzt von

Raphael Löwenfeld

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-938484-72-2

Herstelleradresse

Anaconda Verlag
Unter Kirschen 1A
50827 Köln
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • Bewertung

    5/5

    08.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr aktuell und tiefgründig

    Ein Buch, welches zum nachdenken anregt und sehr viel über uns als Gesellschaft aussagt. Einfach ein Buch welches nachhallt und viel Freiraum für personenbezogene Fragen lässt, mit denen man sich lang beschäftigen kann, um auf eigene Schlüsse zu kommen. Toll und lesenswert!

  • Simon Garfield

    5/5

    11.06.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr gut, sehr schräg

    Hier beschreibt er detailreich Probleme zwischenmenschlicher Beziehung, allgemein und speziell.

  • Jacques Noupoua

    aus Pforzheim

    5/5

    10.03.2010

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Klassiker der russischen Literatur

    Ein absolutes Muss für Freunde der klassischen Literatur. Auf einer Zugfahrt, durch das Russland Ende des 19-ten Jahrhunderts, diskutieren Passagiere, die zusammen in einem Waggon sitzen, sehr angeregt über die Ehe, Moral, Liebe und den gesellschaftlichen Wandel. Posdnyschow, der sich zuerst zurück gehalten hatte, eröffnet unserem Erzähler erst in trauter Zweisamkeit den tragischen Verlauf seiner Ehe... Die Hauptperson schafft es, dem Leser mit seinen Selbstreflektionen, eine lebendige Skizze der Ehe nahe zu bringen. Tolstoi ist mit dieser Novelle ein intensives, tiefgründiges Psychogramm gelungen, das absolut lesenswert ist und auch bleiben wird. Schlichtweg ein Meisterwerk.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    3/5

    02.07.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erstaunliche Einblicke in Tolstois Gedankengut...

    Auf einer nächtlichen Bahnreise durch das winterliche Russland entspinnt sich zwischen wechselnden Fahrgästen ein langes Gespräch über Liebe, Ehe, Moral und Gesellschaft. Gegen Ende erzählt der ehemalige Gutsbesitzer Posdnyschew einem Mitreisenden vom tragischen Verlauf seiner Ehe und legt ein erschütterndes Geständnis ab: Zunehmend enttäuscht und von unbegründeter Eifersucht zerfressen hat er seiner Frau das Leben genommen. Meisterhaft setzt Leo Tolstoi die authentische Geschichte in Literatur um und entfaltet subtil das innere Drama seiner Figuren. Zugleich ist dieses bedeutende Alterswerk Ausdruck der eigenen sozialkritischen und moralischen Positionen.  Vor etwa vier Jahren las ich “Kreutzersonate” von Margriet de Moor und stieß dabei auf interessante Zusammenhänge. Bezüglich der “Kreutzersonate” gibt es offenbar einen Dialog über die Jahrhunderte hinweg zwischen Musik auf der einen Seite und Literatur auf der anderen.  Beethoven benannte seine Violinsonate Nr. 9  so, weil er sie einem Violinisten namens Kreutzer gewidmet hatte (1802). Der hat sie dann zwar selbst nie gespielt, doch seither ist sein Name untrennbar mit dieser Sonate verbunden. Lew Tolstoi ließ sich später von diesem Werk inspirieren und schrieb nun seinerseits die Novelle “Kreutzersonate” (1889). Der ungarische Komponist Janácek wiederum beschäftigte sich Jahre später mit Tolstois Werk und schrieb im Alter von 69 Jahren ein Streichquartett mit ebendem Titel “Kreutzersonate” (1923). Einer möglichen Interpretation zufolge könnnten die vier Sätze des Stückes von Janácek verschiedenen Abschnitten der Erzählung Tolstois entsprechen. Und Margriet de Moor hat sich schließlich von Janáceks Werk inspirieren lassen und schrieb ihre Erzählung “Kreutzersonate” in eben dieser Tradition (2002). Dies aber nur mal nebenher - doch seit der o.g. Lektüre spukte die “Kreutzersonate” von Lew Tolstoi immer wieder durch meinen Kopf, so dass ich jetzt endlich zu der Novelle griff. Durch die überschaubare Seitenzahl ist es nicht schwer, der Handlung zu folgen, die im Wesentlichen aus Dialogen zu Beginn und später aus einer Erzählung aus der Sicht des ehemaligen Gutsbesitzers Posdnyschew besteht. Die Gespräche entstehen auf einer langen Zugfahrt und drehen sich vor allem um die Liebe und die Ehe - und als Posdnyschew sich einschaltet auch um die damit häufig verbundene Eifersucht. Der ehemalige Gutsbesitzer hatte in den letzten Jahren ausreichend Zeit, sich Gedanken um diese Themen zu machen - denn nach dem Mord an seiner Frau, von dem er vor Gericht jedoch freigesprochen wurde, da es sich hierbei eindeutig um eine Eifersuchtstat handelte - blieb ihm nicht mehr viel als eben diese seine eigenen Gedanken. Die fünf Kinder aus seiner Ehe leben nicht mehr bei ihm, sondern bei der Schwester seiner von ihm erstochenen Frau. Einsamkeit und Melancholie sind nun Posdnyschews ständige Begleiter, v.a. aber eine sonderbare Erregung mit dem Ziel, andere von den Ergebnissen seiner ständigen Grübeleien und Überlegungen zu überzeugen.   “Bei uns heiraten die Leute, ohne in der Ehe etwas anderes zu sehen als eine Paarung, und das Ende vom Liede ist Betrug oder Gewalttat (…) doch wenn, wie es zumeist der Fall ist, Mann und Frau die äußerliche Verpflichtung übernommen haben, ihr ganzes Leben lang gemeinsam zu leben und schon vom zweiten Monat an einander hassen und den Wunsch hegen, sich zu trennen, und dennoch zusammen weiterleben, dann entsteht jene fürchterliche Hölle, in welcher Trunksucht, Revolver und Gift, Mord und Selbstmord ihre verhängnisvolle Rolle spielen.”   Nur zu diesem Zwecke jedenfalls scheint er seinem Gegenüber - einem namenlos bleibenden Ich-Erzähler - seine Lebensgeschichte zu erzählen. Dieser lässt die so vehement vorgetragenen wie teilweise extremen Ansichten Posdnyschews meist unkommentiert stehen, so dass es nun an dem Leser / der Leserin ist, sich damit selbst ausenanderzusetzen. Natürlich muss man diese Zeilen im Zusammenhang mit dem historischen Kontext sehen, doch scheinen die hier geäußerten Ansichten selbst für die damalige Zeit teilweise extrem. Dachte ich während des Lesens der Novelle noch an eine Satire oder Überspitzung des Dargestellten, belehrte mich das angehängte Nachwort Tolstois schließlich eines Besseren. Ganz im Stile eines philosophisch-moralischen Essays versucht er dort, die in der Novelle geäußerten frauen- und lustfeindlichen Arugumente als zwangsläufig logisch und unumstößlich herzuleiten. Das hat mich gelinde gesagt verblüfft. Posdnyschew ist demnach im Grunde ein Alter Ego Tolstois. Nur dass der Schriftsteller die von ihm in der Novelle erhobenen Postulate wie Enthaltsamkeit in der Ehe selbst keineswegs lebte - und somit ein perfelktes Bild der Doppelmoral abgab. Tatsächlich scheinen diverse Vorkommnisse in seiner eigenen Ehe Tolstoi zu eben dieser Novelle veranlasst zu haben. Das Landgut des Ehepaars Tolstoi war häufig Schauplatz heftiger Meinungsverschiedenheiten. Mit der berühmten “Kreutzersonate” verlagerte sich die Kontroverse auf eine literarische Ebene. Lew Tolstoi offenbarte damit eine erschütternde Einstellung der Ehe und den Frauen gegenüber, die Welt sah sich als Zeuge einer persönlichen Abrechnung des Autors mit seiner Ehefrau.  Doch eben diese Ehefrau Sofja Tolstaja konterte mit einer eigenen literarischen Replik (“Eine Frage der Schuld”) und rückte das Werk ihres Mannes damit in ein neues Licht. Den Roman zu veröffentlichen, wagte sie zu Lebzeiten jedoch nicht - er wurde 75 Jahre nach ihrem Tod erstmals in Russland veröffentlicht. Auch eine Art, einen Rosenkrieg zu führen… Ohne Tolstois Gesamtwerk und seine schriftstellerischen Fähigkeiten schmälern zu wollen: diese Novelle hat mich verblüfft und mir ganz erstaunliche Einblicke in sein Gedankengut gewährt. Zumindest ist mir wieder einmal deutlich geworden, dass bei aller Würdigung eines unbestreitbaren Talentes der Mensch dahinter nicht immer dieselbe Würdigung verdient… Auf den Roman seiner Frau jedoch bin ich jetzt natürlich neugierig geworden. Die Lesekette reißt nicht ab…   © Parden

  • MaWiOr

    aus Halle

    5/5

    27.07.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Die Erstveröffentlichung der…

    Die Erstveröffentlichung der Novelle „Kreutzersonate“ von Leo Tolstoi erfolgte 1890 zunächst in deutscher Übersetzung. Die russische Ausgabe erschien wahrscheinlich ein Jahr später. Die Novelle besteht aus 28 relativ kurzen Kapiteln und einem langen auktorialen Nachwort. Während einer nächtlichen Eisenbahnfahrt im winterlichen Russland entspinnt sich zwischen den wechselnden Fahrgästen eine Diskussion über Liebe und Ehe, über Moral und Gesellschaft. Beteiligt an dem langen Gespräch, das sich über drei Kapitel hinzieht, sind u.a. ein alter Kaufmann, der noch den altrussischen Traditionen anhängt, oder eine junge Dame, die dagegen allem „Neuen“ aufgeschlossen ist. In den restlichen Kapiteln erzählt der ehemalige Gutsbesitzer Posdnyschew einem Mitreisenden den tragischen Verlauf seiner Ehe. Eine Beziehung aus quälenden Missverständnissen, gegenseitigem Quälen und unbegründeter Eifersucht. Schließlich das Geständnis, dass er zum Mörder seiner Frau wurde. Höhepunkt und Anlass der Mordtat war Beethovens Sonate Nr. 9 „Kreutzersonate“, ein Stück für Violine und Klavier, das durch Posdnyschews Frau und einen Musiker namens Truchatschewski aufgeführt wurde. Als der Ehemann überraschend nach Hause zurückkehrte und die beiden „ertappte“, wie sie einträchtig beim Essen saßen, kommt es zu der Mordtat. „Kreutzersonate“ ist ein bedeutendes Alterswerk Tolstoi, in dem die eigenen sozialkritischen und moralischen Positionen zum Ausdruck kommen. Vor allem im Nachwort, das erst drei Jahre nach der Novelle erschien, legte Tolstoi seine Kritik an der gesellschaftlichen Auffassung von Liebe und Ehe dar. So spricht er sich für eine umfassende sexuelle Enthaltsamkeit von Mann und Frau aus. Seine pessimistische Einsicht gipfelte in der Äußerung „Eine christliche Ehe gibt es nicht und hat es nie gegeben“. Die Novelle ist jetzt in der neuen Klassikerreihe „Penguin Edition“ erschienen, die auf populäre Klassiker der Weltliteratur mit einer kultig bunten Ästhetik wieder aufmerksam machen will. Ergänzt wird die Ausgabe (Übersetzung von Olga Radetzkaja) durch ein Nachwort der russischen Lyrikerin und Übersetzerin Olga Martynova.

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