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Städtebeschimpfungen

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

10387

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.12.2016

Herausgeber

Raimund Fellinger

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

178

Maße (L/B/H)

19/11,6/1,7 cm

Gewicht

182 g

Farbe

Weiß / Anthrazit

Auflage

6

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46074-0

Beschreibung

Rezension

»Die vergnügliche Blütenlese der zahlreichen Bernhard'schen
Städtebeschimpfungen
liest sich wie eine Orgie des provokanten Missvergnügens, in denen der Autor sich wieder einmal als Virtuose der pointierten Gemeinheit erweist.«
("Badische Neueste Nachrichten")
»Bernhards Tiraden sind für den Leser das reine Vergnügen.« ("Fuldaer Zeitung")
»Bernhards Beschimpfungen stellen sich oft als Wahrheiten heraus. Die Proteste, die sie hervorrufen, zeigen an, wie brüchig die Zivilisation schon damals geworden war – was Bernhard ja immer schon erahnt hatte.« ("junge Welt")
»Das zu lesen ist vergnüglich, umso mehr, als der Autor sich eines variantenreichen Arsenals zur Attacke bedient. Wobei Höhepunkte natürlich immer dort stattfinden, wo der Wortgewaltige sich des schweren Geschützes bedient.« ("Augsburger Allgemeine")
» ... eine exzellente Kollektion.« ("FOCUS")
»Philosophisch tiefgründiges Gesamtkunstwerk und tragikomischer Jux zugleich – auch Jahrzehnte nach ihrem Entstehen provozieren und unterhalten die Städtebeschimpfungen von Thomas Bernhard auf höchstmöglichem literarischen Niveau.« ("Vorarlberger Nachrichten")
»Diese literarische Schnitzeljagd ist eine vernichtende Tour de force durch alle nur möglichen Invektiven — und eine amüsante Blütenlese sowieso.« ("Literatur in Bayern")

Produktdetails

Verkaufsrang

10387

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.12.2016

Herausgeber

Raimund Fellinger

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

178

Maße (L/B/H)

19/11,6/1,7 cm

Gewicht

182 g

Farbe

Weiß / Anthrazit

Auflage

6

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46074-0

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Juti

    aus HD

    2/5

    21.03.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Unerfüllte Erwartungen Wie…

    Unerfüllte Erwartungen Wie liebe ich doch Heinrich Heines Beschimpfung von Göttingen, die Stadt die bekannt für ihre Würste ist. So glaubte ich, dieses Buch sei eine Sammlung solcher schöner literarischer Glanzpunkte. Doch weit gefehlt. Alle Beschimpfungen kommen von Thomas Bernhard. Manche werden grundlos „hässlich“genannt. Augsburg dagegen bezeichnet Bernhard als „Lechkloake“ und aus heutiger Sicht wundert der Leser sich mehr über die Proteste, die dieses Wort 1974 auslöste, als über die Beschimpfung selbst. Da fand ich es schon witziger, dass ein Augsburger behauptete, dass Goethes letzte Worte „Mehr nicht!“ gewesen wären (48f). Danach folgt wieder viel Leerlauf, u.a. über eine Diskussion in Berlin von 1968, bis auf S.62 erklärt wird, dass in Brügge vor 200 Jahre die Königin in Ohnmacht fiel, weil ein Chorknabe falsch gesungen hat. Nicht nur dieser Knabe wurde geköpft, sondern wegen der fehlende Genesung der Königin alle andere Chorknaben. „Jahrhundertelang“ gab es keine Chormessen in Brügge. Stimmt das so? Dass in Bukarest die Reste eines Hotels nach einem Erdbeben eingeebnet wurden ohne vorher die Überlebenden zu befreien, hat nichts mit Beschimpfungen zu tun. In Darmstadt geht es nur um die Akademie und Dinkelsbühl ist wirklich langweilig. In Düsseldorf wird nur eine Theateraufführung beschimpft, Frankfurt und Hamburg als die beiden deutschen Städte bezeichnet, die nicht „gänzlich unerträglich“ sind. In Graz, wo „niemand gewesen sei“ muss, sollen drei Philosophieprofessoren ihr Haus mit ihren Familien in die Luft gesprengt haben. In Kitzbühel soll sich eine Hotelangestellte in den Inn gestürzt haben, nachdem ihr die Belästigung eines Parisers Professors nicht geglaubt wurde, in Koblenz machte ein enttäuschter Reisender Werbung gegen die Pyramiden in Ägypten. „In Lissabon habe ich die schönste Zeit meines Lebens verbracht, aber doch nicht, wie in Rom, die beste.“ (107) London wird per Untergrundbahn beschrieben, aus Lübeck wurde der Autor für immer verjagt. „Ein Jahr Ludwigshafen/ das erniedrigte dich/ das hätte dir beinahe den Kopf gekostet“ (114), Oslo hat er nur wegen des Schreis besucht, Paris findet er „abscheulich“. „Was ihn an Passau nicht gefällt, schreibt er nicht. Salzburg hätte die höchste Selbstmordrate unter Schülern und Wien sei „ein riesiger Friedhof zerbröckelnder und vermodernder Kuriositäten!“ und „eine fürchterliche Genievernichtungsmaschine“ (163). Es kommen noch eine Vielzahl von unbekannten österreichischen Städten vor, die keinen Nachhall hinterlassen. Zwei Dinge gefallen mir an diesem Buch. 1. ist es schnell zu lesen und 2. konnte ich es von der Liste der zu lesenden Bücher streichen. Keinesfalls mehr als 2 Sterne.

  • Rezensionen-Wichmann

    aus Speckgürtel Berlins

    5/5

    18.08.2024

    Hörbuch (CD)

    Nichts für ungut, ich fand es mit einem zwinkernden Auge amüsant!

    Rezensiert wird das Hörbuch Städtebeschimpfungen Redaktioneller Hinweis: Das Produkt wurde mir kostenlos als Rezensionsexemplar überlassen. Kurzbewertung Kurzfazit: Sterne: 5 Hersteller / Shop / Marke / Verkäufer: Verarbeitung: sehr gut Funktion: Als CD angeliefert, ich musste es erst einmal in das mp3-Format konvertieren. Es ist aber auch im Hörbuch-Abo verfügbar! -------------------------------------------------------------------------- Meine Meinung: Die Sprecher sind der Wahnsinn. Sie betonen und verleihen dem Text den Charakter, der vom Autor sicherlich beabsichtigt ist. Der Text selbst ist beim ersten Eintrag witzig und zeigt die Richtung, in die es geht. Doch es ist Abwechslung garantiert, was bereits der zweite Beitrag zeigt. Wenngleich dieser inhaltlich auch nicht meinen Geschmack traf, so rissen mich doch die Sprecher mit, sodass ich nicht zum nächsten Beitrag weiterspulte, sondern weiter zuhörte. Der Beitrag ging sehr lang, es ist der längste auf den insgesamt 3 CDs. Ich glaube, man muss kauzige Meckerei mögen, wobei ich es als Unterhaltung schon mal lächelnd und mit einem zwinkernden Auge mag. Für die besprochenen Städte mag es ähnlich sein. Natürlich findet man in den Orten die jeweils besprochenen Orte und Personen. Doch nicht nur Orte, sondern Anekdoten und Auseinandersetzungen zwischen Literaturkritiker und Autoren. Die Erfahrung lehrt: Es kann im echten Leben schon mal hoch hergehen und so hörte und staunte ich über so manchen Beitrag oder forschte mal nach, ob es ausgedacht oder tatsächlich so geschehen sein könnte. Und so verstehe ich dieses Werk nicht als Beschimpfung, sondern auch als Erinnerung oder Ausführung zu Geschehnissen ab 1965. Wo sich ein Bürger einer beschimpften Stadt die alten Tiraden zu Herzen nehmen sollte sei vermerkt: Alle Städte haben ihre schönen Ecken und weniger schönen und manches ist auf die Spitze getrieben, wobei auch Schriftverkehr verlesen wird zu Politikern, Autoren, Verlagen, die sich herrlich stritten. -------------------------------------------------------------------------- Fazit: Nichts für ungut, ich fand es mit einem zwinkernden Auge amüsant! Und man kann noch Beschimpfungen hören, die fast schon wieder lustig sind.

  • Lisega

    5/5

    24.07.2020

    Hörbuch (CD)

    „Die schönsten Gegenden in…

    „Die schönsten Gegenden in Österreich haben immer die meisten Nazis angezogen. Salzburg, Gmund, Altaussee – das sind nichts als Nazinester.“ Der österreichische Schriftsteller Thomas Bernhard provozierte Zeit seines Lebens mit seinen Werken. Die vielen scharfzüngigen, polemisierenden Monologe seiner dramatischen Figuren stecken voller wortmächtiger Gemeinheiten. Seine Schimpftiraden gegen Städte hat der Bernhard-Kenner Raimund Fellinger in dem Band „Städtebeschimpfungen“ gesammelt, die auch als kongeniale Lesung veröffentlicht wurden. Von A wie Altaussee über O wie Oslo bis W wie Wien werden Bernhards wüste Attacken auf alle möglichen Orte aus seinen Werken, Briefen und Reden alphabetisch geordnet versammelt. Österreich ist natürlich eine besondere Zielscheibe, aber auch viele deutsche Städte kriegen ihr Fett weg. In dieser Sammlung sind aber auch die Reaktionen darauf vereint, was das Ganze zu einem besonderen Hörerlebnis macht. So beschimpfte etwa 1974 eine Figur in Bernhards Theaterstück „Die Macht der Gewohnheit“ die Stadt Augsburg als Lechkloake – was den damaligen Oberbürgermeister prompt dazu veranlasst hat, einen empörten Brief an den Bernhard-Verleger Siegfried Unseld zu schreiben. Ohne Zweifel wirken Bernhards Tiraden am besten, wenn man sie hört, v.a. wenn zwei so begnadete Sprecher wie Peter Simonischek und Michael König am Werk sind. Simonischek darf in den Zitaten aus Bernhards Werk seine ganze Klasse ausspielen und mal verächtlich, mal wütend, mal angeekelt Rumätzen. Das macht ihm hörbar Spaß. Michael König dagegen stellt Dokumente (v.a. Zeitungsartikel und Briefe) über die legendären Bernhard-Skandale (auch das Augsburger Beispiel) vor, welche das Bild komplettieren. Bei über drei Stunden Laufzeit kommen hier ganz schön viele Hasstiraden zusammen. Man sollte „Städtebeschimpfungen“ lieber nicht am Stück durchhören, aber in kleineren Dosierungen ist das Hörbuch ein köstlicher Spaß!

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