Praktischer Journalismus

Inhaltsverzeichnis

1;Inhalt;6
2;Einleitung;10
3;TEIL I: Herausforderungen des Journalismus;18
3.1;1. Das Mediensystem in Deutschland;20
3.2;2. Die Medieninstitutionen;44
3.3;3. Funktionen des Journalismus;76
3.4;4. Journalistinnen und Journalisten;94
4;TEIL II: Journalistisches Arbeiten;102
4.1;5. Redaktionen und Ressorts;104
4.2;6. Themenwahl;130
4.3;7. Recherche;146
4.4;8. Journalistische Gesprächsführung;172
4.5;9. Darstellungsformen in Zeitungen und Zeitschriften;194
4.6;10. Darstellungsformen im Radio;218
4.7;11. Darstellungsformen im Fernsehen;242
4.8;12. Darstellungsformen in den neuen Medien;260
5;Anhang;274
5.1;Medien und Verbände;274
5.2;Aus- und Weiterbildung;280
5.3;Journalistenpreise in Deutschland;283
5.4;Fördermöglichkeiten für deutsche Journalistinnen und Journalisten;285
5.5;Periodische Publikationen mit Schwerpunkt Medien;287
6;Literaturverzeichnis;290
7;Autorinnen und Autoren;318

Praktischer Journalismus

Buch (Gebundene Ausgabe)

39,95 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Praktischer Journalismus

Ebenfalls verfügbar als:

Gebundenes Buch

Gebundenes Buch

ab 39,95 €
eBook

eBook

ab 39,95 €

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.01.2009

Verlag

De Gruyter

Seitenzahl

318

Maße (L/B/H)

24,6/17,5/2,3 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.01.2009

Verlag

De Gruyter

Seitenzahl

318

Maße (L/B/H)

24,6/17,5/2,3 cm

Gewicht

708 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-486-58638-1

Weitere Bände von Lehr- und Handbücher der Kommunikationswissenschaft

Unsere Kundinnen und Kunden meinen

0.0

0 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel

Helfen Sie anderen Kund*innen durch Ihre Meinung

Erste Bewertung verfassen

Unsere Kundinnen und Kunden meinen

0.0

0 Bewertungen filtern

11. Darstellungsformen im Fernsehen (S. 241-243)

Camilla John

Das Fernsehen als Medium hebt sich seit den ersten Funkausstrahlungen in den 1930er Jahren von anderen Medien ab: Es fasziniert als ein semiotisches Amalgam aus bewegten Bildern und gesprochener Sprache (Renner 2007, S. 393) und geht mit seinen bewegten Bildern einen Schritt weiter als das Radio. Fernsehjournalistinnen und -journalisten wenden sich an Augen und Ohren der Menschen, wobei die Wirkung des bewegten Bildes beim Rezipienten weit größer als jene des Tones ist (Pürer, Rahofer et al. 2004, S. 212): Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Mit der Etablierung des Fernsehens haben sich zwei soziale Innovationen schnell durchgesetzt: Erstens haben die Sendezeiten den Tagesablauf der Zuschauer verändert, die ihre Zeitplanung an beliebten Sendungen orientierten. Zweitens ist eine neue Form des gesellschaftlichen Zusammentreffens entstanden, wenn sich die Gesellschaft in Gaststätten bzw. an anderen öffentlichen Orten oder zu Hause traf, um einem Ereignis beizuwohnen und um Anteil daran zu haben.

In Hamburg gab es Anfang der 1950er Jahre zwei öffentliche Fernsehstuben, in denen eine große Menge von Menschen das Programm verfolgen konnte (vgl. Hickethier 1998, S. 91). Fernsehen als Vermittlungsinstanz zur Welt nach draußen [ ] zum Fremden und Anderen, präsentierte sich vor allem in Live-Übertragungen.

Sie waren der besondere Stolz des noch jungen Fernsehens, konnte es doch hier etwas bieten, wozu die anderen Medien nicht fähig waren. (Hickethier 1998, S. 85). Diese Funktionen hat das Fernsehen auch heute noch, sahen 2006 doch mehr als 500.900 Menschen die WM auf öffentlichen Plätzen (public viewing). Auch die zeitstrukturierende Komponente wird heute dem Fernsehen zugeschrieben. Schauten bei ihrer Erstausstrahlung am 26. Dezember 1952 rund tausend Zuschauer die Hauptausgabe der Tagesschau (ARD), sehen inzwischen um 20 Uhr rund zehn Millionen Menschen zu. Die Platzierung der Tagesschau setzte sich am Anfang des Abendprogramms durch und behielt bis heute ihren Platz (vgl. Hickethier 1998, S. 85).

Journalismus im Fernsehen dient nicht nur der Information. Mittlerweile hat es einen ritualisiert- habitualisierten Charakter mit Signalwirkung (vgl. Blaes und Heussen 1997, S. 18) bekommen. Das Radio hingegen ist zu einem sogenannten Bei-Medium geworden. Es läuft und unterhält den Menschen, während er einer anderen Tätigkeit nachgeht, sei es bei der Arbeit, am Bügelbrett oder beim Autofahren. Um fernzusehen, bedarf es eines gewissen Aufmerksamkeitsniveaus, auch, wenn dies bei der Erhebung der Einschaltquoten, Marktanteile und Reichweiten via Quotenbox (GfK-Meter) durch die Gesellschaft für Konsum-, Markt- und Absatzforschung (vgl. Kapitel 2.2.4) nicht erfasst wird. Das ist ein vieldiskutierter Gesichtspunkt beim Streit um die Festlegung der Quoten und Anteile, denn das bloße Betätigen des Einschaltknopfes wird gewertet. Als Sehender gilt dadurch jeder. Der Tatbestand, ob man also vor dem Fernseher schläft oder aktiv zuschaut, wird vernachlässigt.

Das Fernsehen ist als Arbeitsfeld für Journalisten attraktiv nicht zuletzt auch, weil es sich in der täglichen Arbeit anbietet, aus den unterschiedlichen Darstellungsformen die dem Anlass entsprechende auszuwählen. Der Journalist manipuliert im positiven Sinne, wenn er Informationen auf ihre Relevanz prüft, verdichtet und für sein Publikum dadurch konsumierbar also nutzbar macht. (Pürer, Rahofer et al. 2004, S. 207). So wird die Darstellungsform des Berichts gewählt, um anschaulich einen Nachrichtenwert zu transportieren, eine Reportage, um Entwicklungen zu zeigen. Das, was den Zuschauer förmlich an den Sessel fesselt das Bewegtbild kombiniert mit synchroner Vertonung ist auch für den Journalisten eine Herausforderung.
  • Praktischer Journalismus
  • 1;Inhalt;6
    2;Einleitung;10
    3;TEIL I: Herausforderungen des Journalismus;18
    3.1;1. Das Mediensystem in Deutschland;20
    3.2;2. Die Medieninstitutionen;44
    3.3;3. Funktionen des Journalismus;76
    3.4;4. Journalistinnen und Journalisten;94
    4;TEIL II: Journalistisches Arbeiten;102
    4.1;5. Redaktionen und Ressorts;104
    4.2;6. Themenwahl;130
    4.3;7. Recherche;146
    4.4;8. Journalistische Gesprächsführung;172
    4.5;9. Darstellungsformen in Zeitungen und Zeitschriften;194
    4.6;10. Darstellungsformen im Radio;218
    4.7;11. Darstellungsformen im Fernsehen;242
    4.8;12. Darstellungsformen in den neuen Medien;260
    5;Anhang;274
    5.1;Medien und Verbände;274
    5.2;Aus- und Weiterbildung;280
    5.3;Journalistenpreise in Deutschland;283
    5.4;Fördermöglichkeiten für deutsche Journalistinnen und Journalisten;285
    5.5;Periodische Publikationen mit Schwerpunkt Medien;287
    6;Literaturverzeichnis;290
    7;Autorinnen und Autoren;318