Produktbild: Politik und Gedächtnis

Politik und Gedächtnis

58,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

31.10.2008

Verlag

Velbrück

Seitenzahl

760

Maße (L/B/H)

22,8/15,6/5,3 cm

Gewicht

1105 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-938808-50-4

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Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

31.10.2008

Verlag

Velbrück

Seitenzahl

760

Maße (L/B/H)

22,8/15,6/5,3 cm

Gewicht

1105 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-938808-50-4

Herstelleradresse

Velbrück GmbH Bücher und Medien
Meckenheimer Str. 47
53919 Weilerswist
Deutschland
Email: info@velbrueck.de
Url: www.velbrueck.de
Telephone: +49 2254 8360318
Fax: +49 2254 8360333

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  • Produktbild: Politik und Gedächtnis
  • ERSTER TEIL:

    GEDÄCHTNIS, GESELLSCHAFT, GESCHICHTE

    I. Vom Nutzen und Nachteil des Erinnerns und Vergessens
    1. Vom Nutzen und Nachteil für das Leben
    Erinnern oder Vergessen
    Horizontbildung, Durcharbeiten
    2. Vom Nutzen und Nachteil für die Politik
    Umbruch und Neubeginn
    Demokratisierung und Gedächtnis

    II. Gesellschaft und Gedächtnis
    1. Individuelles Gedächtnis und soziale Bedingungen
    Gedächtniskunst
    Neurologische Hirnforschung und medikamentöses Gedächtnismanagement
    Das Gedächtnis und seine sozialen Bedingungen
    Gedächtnisgemeinschaften
    2. Kommunikation und Gedächtnis
    Die (Un-)Zuverlässigkeit des Gedächtnisses
    Die (Un-)Verfügbarkeit der Erinnerung
    Vom Recht auf eigene Erinnerung
    Kommunikationslatenz und Gedächtnis
    3. Das kollektive Gedächtnis
    Starke und schwache Lesarten
    Das kulturelle Gedächtnis
    Politik und kulturelles Gedächtnis
    Funktionsgedächtnis
    Speichergedächtnis

    III. Geschichte und Gedächtnis
    1. Geschichtswissenschaft
    Geschichtsschreibung und Gedächtnis
    Das Ende des Gedächtnisses
    Geschichtswissenschaft
    2. Geschichtsphilosophie
    Geschichtstheologie
    Geschichte und Eingedenken
    Geschichtsphilosophie
    Kritische Theorie und Gedächtnis

    Zwischenbetrachtung: Gedächtnis, Versprechen, Vertrag
    Das Gedächtnis des Willens
    Versprechen und Vertrag
    Politik und Gedächtnis

    ZWEITER TEIL:

    POLITIK UND GEDÄCHTNIS

    I. Bund und Gedächtnis
    1. Bund
    Religion und Gedächtnis
    Die Zeremonie des Bundes
    Inhalt
    Form
    Implizite und hypothetische Zustimmung
    2. Erinnern und Vergessen
    Erinnerung und Heil
    Kleiner Exkurs: Jan Assmann und Freuds Moses
    Gedächtnismagie
    Vergessen und Verrat
    3. Der Zorn Jahwes
    Fluch und Segen
    Symmetrie und Asymmetrie
    Exkurs: Das Gedächtnis und das Absolute
    Bundespartner
    4. Religion und Politik: Die josianischen Reformen
    Gedächtnispolitik
    Die große Reform des Königs Josia
    Zwei Varianten der Gedächtnispolitik
    Buch, Gedächtnis, Politik
    Die Erfindung der Politik
    Explizite Zustimmung
    5. Bund, Vertrag, Gemeinschaft
    Vom Bund zum Vertrag
    Übersetzungsfragen
    Zwischen Gemeinschaft und Gesellschaft

    II. Vertrag und Gedächtnis: Thomas Hobbes
    1. Die Vernunft des Vertrags
    Neue Wissenschaft
    Vertrag ohne Gedächtnis
    Rationalismus und Gedächtnis
    Zustimmung als Fiktion
    Angst und Gedächtnis
    Mythos und Rationalität
    Beobachter oder Teilnehmer
    2. Die Wiederkehr des Gedächtnisses
    Der Gedächtnisdekalog
    Visuelle Gedächtnisstrategien
    Bild, episodisches und semantisches Gedächtnis
    Rhetorik
    Geschichte
    3. Die Grenzen des Vertrags
    Vertrags- und Gedächtnisgemeinschaft
    Noch einmal: Vertrag und Bund
    Stillschweigende und explizite Zustimmung

    III. Das Gedächtnis der Nation
    1. Die Einheit der Nation
    Vergemeinschaftung und Vergesellschaftung
    Vertrag, Staat und Nation
    Nation als Konstruktion
    Entwicklungslinien
    2. Nation und Gedächtnis
    Erinnerungsgemeinschaft
    Der Beitrag der Historiker
    Akteure, Ziele, Medien
    Nationale Gedächtnisfiguren
    Kommunikatives, kulturelles, nationales Gedächtnis
    Nation und Reich
    Kulturnation, Staatsnation, Gedächtnis
    3. Gedächtnisreligion
    Nation und Religion
    Begeisterung
    Kälte
    Tod und Unsterblichkeit
    Das Reich Gottes
    Ruhm
    Sakraltransfer: Erlösung, Märtyrer
    Tod, Gedächtnis, Treue

    IV. Das postnationale Gedächtnis
    1. Die Konstitution der Bundesrepublik
    Das Gedächtnis der Weimarer Republik
    Rehabilitierung der Nation
    Arbeit am nationalen Gedächtnis
    Opfer
    Abendland und Widerstand
    Wohlstand für alle
    Kommunikatives Beschweigen
    Nachholende Erinnerung
    2. Verfassungspatriotismus
    Zwei Wege der Gesellschaftstheorie
    Verfassungspatriotismus und Universalismus: Habermas
    Verfassungspatriotismus und Nation: Sternberger
    3. Hannah Arendt – Über die Schwierigkeit, nach der Katastrophe einen neuen Anfang zu machen
    Traditionsbruch
    'Das hätte nicht geschehen dürfen'
    Neuanfänge 801
    Degradierung der Politik
    Arendt und die Bundesrepublik
    4. Hannah Arendt und das Gedächtnis
    Ereignis und Gedächtnis
    Geschichte und Geschichtenerzählen
    Das anamnetische Gedächtnis
    Das moralische Gedächtnis
    Das kathartische Gedächtnis

    Anstelle eines Resümees: Europas Gedächtnis
    Epochenbruch und Gedächtnisregime
    Europas Gedächtnis
    Der Osten im Gedächtnis Europas

    Literatur
    Register
    Erinnerung ist nichts Natürliches. Was wir erinnern, ist abhängig von sozialen Bedingungen und Einflüssen. Zugleich hat die Erinnerung politische Folgen und Funktionen. Deswegen sind Gedächtnis und Erinnerung zum Gegenstand gezielten politischen Handelns geworden.
    Gedächtnispolitik spielt vor allem bei Umbrüchen und politischem Neubeginn, also nach Revolutionen, Kriegen und Bürgerkriegen eine große Rolle. Die neue politische Ordnung kann sich dadurch legitimieren, dass sie sich von ihrem Vorgänger abgrenzt. Das kann gedächtnispolitisch durch ganz entgegengesetzte Strategien erreicht werden: entweder durch Vergessen und Vergeben oder durch Erinnern und Bestrafen.
    Das Buch geht von dieser Beobachtung aus und behandelt im ersten Teil in systematischer Perspektive die Frage nach dem Verhältnis von Politik, Gedächtnis und Vergangenheit. Im zweiten Teil präsentiert es vier historische Fallstudien, die von der Zeit des Alten Testaments bis in die Gegenwart der Bundesrepublik reichen. – Der erste Teil des Buches fragt nach den sozialen Bedingungen, der zweite nach den sozialen und politischen Wirkungen des Gedächtnisses.