Produktbild: Die gefrorene Zeit

Die gefrorene Zeit Roman

1

18,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


  • Kostenlose Lieferung ab 30 € Einkaufswert
  • Versandkostenfrei für Bonuscard-Kund*innen

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

05.09.2008

Verlag

Literaturverlag Droschl

Seitenzahl

148

Maße (L/B/H)

21,1/13/1,5 cm

Gewicht

210 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-85420-742-9

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

05.09.2008

Verlag

Literaturverlag Droschl

Seitenzahl

148

Maße (L/B/H)

21,1/13/1,5 cm

Gewicht

210 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-85420-742-9

Herstelleradresse

Literaturverlag Droschl
Stenggstraße 33 A-8043 Graz
office@droschl.com

Kundinnen und Kunden meinen

1 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

5 Sterne

(1)

4 Sterne

(0)

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Packend und berührend

Anna Wieland aus Innsbruck am 17.11.2010

Bewertungsnummer: 692108

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Für den Roman, der hier vorgestellt werden soll, gibt es einen realen Hintergrund: Seit dem Ende des Krieges im ehemaligen Jugoslawien wurden dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes mehr als 30.000 Menschen als vermisst gemeldet. Bis heute konnten nur etwa 15.000 Personen identifiziert werden. Auf diese Tatsache baut Anna Kim ihr gründlich recherchiertes Buch auf. Es gibt eine Ich- Erzählerin, eine junge Frau. Sie heißt Nora und arbeitet beim Roten Kreuz in Wien. Ihre Aufgabe ist es, die Daten der Vermissten aufzunehmen. Eines Tages steht Luan vor ihr, ein junger Kosovo- Albaner, der seine Frau Fahrie sucht. Luan muss einen sogenannten Ante- Mortem- Fragebogen ausfüllen, den Nora mit ihm gemeinsam durchgeht. Da werden ebenso banale wie intime Fragen gestellt: Wie sah sie aus, was trug sie, welche Gewohnheiten hatte sie…? Luan hat manchmal Mühe, seine Frau, die er vor sieben Jahren zum letzten Mal gesehen hat, genau vor Augen zu haben. Und hier deuten sich schon zwei große Themen des Buches an: Es geht um Erinnern und allmähliches Vergessen, es geht um Identität: Was bleibt von einem Menschen? Woraus setzt sich das Selbst zusammen? Ist ein Mensch wirklich das, was aus einem „Ante- Mortem- Fragebogen“ hervorgeht? Zwischen Nora und Luan entwickelt sich eine Liebesbeziehung. Doch die Affäre muss streng geheim bleiben und folgt strengen Regeln. Das schlechte Gewissen begleitet die beiden ständig. Schließlich bekommt Luan einen Anruf: Fahrie wurde gefunden. Sie ist tot. Sie lag in einem Massengrab in der Nähe von Pristine. Er bittet Nora, ihn in seine Heimat zu begleiten. Nora willigt ein und kommt in eine archaische Gesellschaft, die voller Regeln und Verbote ist. Alles ist genau festgelegt, Bräuche und Konventionen haben Gesetzesstatus. Diese Rituale und Gesetze bilden ein steifes Korsett, aber auch einen festen Halt und Kraft in den Zeiten des Grauens. Anna Kim hat ein sehr berührendes und kunstvoll komponiertes Buch geschrieben, ein politsches und aktuelles und gleichzeitig setzt sie sich mit großen Themen auseinander: Liebe, Trauer, Schuld, das Selbst, Heimat und Fremdheit. Und sie tut das in einer sehr zarten, poetischen und doch sachlich- kühlen Sprache. Sie hat eine angemessene Form gefunden, das Unsagbare sagbar zu machen. Anna Kim wurde 1977 in Südkorea geboren und kam 1979 nach Europa. Sie studierte Philosophie und Theaterwissenschaft und sie lebt in Wien.

Packend und berührend

Anna Wieland aus Innsbruck am 17.11.2010
Bewertungsnummer: 692108
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Für den Roman, der hier vorgestellt werden soll, gibt es einen realen Hintergrund: Seit dem Ende des Krieges im ehemaligen Jugoslawien wurden dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes mehr als 30.000 Menschen als vermisst gemeldet. Bis heute konnten nur etwa 15.000 Personen identifiziert werden. Auf diese Tatsache baut Anna Kim ihr gründlich recherchiertes Buch auf. Es gibt eine Ich- Erzählerin, eine junge Frau. Sie heißt Nora und arbeitet beim Roten Kreuz in Wien. Ihre Aufgabe ist es, die Daten der Vermissten aufzunehmen. Eines Tages steht Luan vor ihr, ein junger Kosovo- Albaner, der seine Frau Fahrie sucht. Luan muss einen sogenannten Ante- Mortem- Fragebogen ausfüllen, den Nora mit ihm gemeinsam durchgeht. Da werden ebenso banale wie intime Fragen gestellt: Wie sah sie aus, was trug sie, welche Gewohnheiten hatte sie…? Luan hat manchmal Mühe, seine Frau, die er vor sieben Jahren zum letzten Mal gesehen hat, genau vor Augen zu haben. Und hier deuten sich schon zwei große Themen des Buches an: Es geht um Erinnern und allmähliches Vergessen, es geht um Identität: Was bleibt von einem Menschen? Woraus setzt sich das Selbst zusammen? Ist ein Mensch wirklich das, was aus einem „Ante- Mortem- Fragebogen“ hervorgeht? Zwischen Nora und Luan entwickelt sich eine Liebesbeziehung. Doch die Affäre muss streng geheim bleiben und folgt strengen Regeln. Das schlechte Gewissen begleitet die beiden ständig. Schließlich bekommt Luan einen Anruf: Fahrie wurde gefunden. Sie ist tot. Sie lag in einem Massengrab in der Nähe von Pristine. Er bittet Nora, ihn in seine Heimat zu begleiten. Nora willigt ein und kommt in eine archaische Gesellschaft, die voller Regeln und Verbote ist. Alles ist genau festgelegt, Bräuche und Konventionen haben Gesetzesstatus. Diese Rituale und Gesetze bilden ein steifes Korsett, aber auch einen festen Halt und Kraft in den Zeiten des Grauens. Anna Kim hat ein sehr berührendes und kunstvoll komponiertes Buch geschrieben, ein politsches und aktuelles und gleichzeitig setzt sie sich mit großen Themen auseinander: Liebe, Trauer, Schuld, das Selbst, Heimat und Fremdheit. Und sie tut das in einer sehr zarten, poetischen und doch sachlich- kühlen Sprache. Sie hat eine angemessene Form gefunden, das Unsagbare sagbar zu machen. Anna Kim wurde 1977 in Südkorea geboren und kam 1979 nach Europa. Sie studierte Philosophie und Theaterwissenschaft und sie lebt in Wien.

Kundinnen und Kunden meinen

Die gefrorene Zeit

von Anna Kim

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Die gefrorene Zeit