Erleuchtungstheorie aus erster Hand, provokant, selbstironisch, unterhaltsam präsentiert vom spirituellen enfant terrible Jed McKenna, der den Leser verbal aus seinem Bewußtseinskoma ohrfeigt. Unterschieden wird zwischen Erleuchtung und menschlichem Erwachsensein. Der Autor konzentriert sich in diesem Buch vor allem auf das Erwachen zum spirituell Erwachsenen, das für jeden erreichbar ist. „Glauben bedeutet, nicht wissen zu wollen, was wahr ist.“ (Friedrich Nietzsche) Spirituelle Dissonanz ist ein Buch für diejenigen, die wissen wollen. Es handelt vom Übergang zum ganzheitlichen Stadium des menschlichen Erwachsenseins, in dem Gebete, Wunschtechniken, Affirmationen und die Gesetze der Anziehung überflüssig werden, so wie es überflüssig wird, bei einem Test zu schummeln, wenn man die Antworten weiß. Dazu gilt es, aus unserem Traumzustand zu erwachen und zu erkennen, daß wir in einem selbstgezimmerten Kerker der Täuschung gefangen, ja regelrecht süchtig nach dieser Selbsttäuschung sind. Wir werden von unseren eigenen Ängsten und unserer eigenen Dummheit versklavt. Doch wir können frei sein, sobald wir fähig sind, es zu wollen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Bewertung
5/5
08.09.2010
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wunderbare Persiflage
McKenna (individuell kann er am Besten allein - mit Hund - sein) setzt in seinem nun dritten Buch wieder auf seine alte Taktik: zieht seinen Leser naseweis durch einen sehr unterhaltsamen Text.
Dabei zeigt er sich als Oberschlaumeier scheinbar allwissend: Im Universum ist alles richtig, es gibt nichts Falsches! So absurd dies auch manchmal klingen mag, so ehrlich scheint es gemeint, ein Beispiel: Es wäre voll OK, wenn er in einem Auto verbrenne, voll OK wäre dann natürlich auch, das sich das dann für ihn nicht so toll anfühle.
Also, die Welt ist perfekt, so wie sie ist, das es dem Menschen anders erscheint perfektioniert halt diese absolute Perfektheit!
Ja, aber wieso dann dieses Buch, das ja sozusagen den Mangel an Erwachten beklagt und da - trotz Aussichtlosigkeit - etwas Abhilfe schaffen möchte?
Wie das Leben selbst, so ist das Buch gnadenlos Widersprüchlich. Einfach wunderbar, wie sich McKenna - von ihm selbst scheinbar ganz unbemerkt - das Dasein und die Wichtigkeit seiner Spirituellen Dissonanz zurechtplausibilisiert.
Das Buch ist ein absolutes Muß für Erleuchtungsinteressierte, denn es persifliert auf einzigartige Weise das nahezu unbeschreibliche Dilemma der so genannten Erleuchteten: das belichtet der sei, der erkenne, das es dauerhafte Erleuchtung nicht gibt, schon gar keinen Erleuchteten (die Erleuchtung sich mit dem Erwachen erübrigt habe, man dies aber wohlmöglich ruckzuck wieder vergesse, McKenna sich deshalb sicherheitshalber flux aus seinem gerade noch gehabten menschlichen Umfeld schlawinert).
McKenna gehts wohl eigentlich ums Erwachsenwerden: Erleuchtungsorientierte seinen auf der Suche nach Seelenfrieden, den sie sich, in Abwesenheit unangenehmer Gedanken und Gefühle vorstellen. Erwachsen hingegen sei, der annimmt, dass Seelenfrieden in dieser Form nicht zu finden sei, Ruhe also der finde, der das erkennt.
Nichts lässt sich dauerhaft beherrschen bzw. kontrollieren, nicht mal die eigenen Gedanken und Gefühle, obwohl uns unser so genanntes Ego dazu meist was ganz anderes vorgaukelt.
Wie gesagt also, eh alles perfekt!
Wieso also dieses Buch?
Na, weil McKenna das Schreiben nicht lassen konnte!
Ebenso wenig war es mir möglich diese Rezension nicht zu schreiben.
Und mal ganz ehrlich, konnten sie das Lesen dieses Textes etwa lassen?
Warum tun wir was?
Alles vom Universum vorgegeben.
Dazu erfinden wir etliche Gründe, das ist scheinbar nutzvoll, aber wie auch immer, einfach absolut perfekt (eben auch so vom Universum vorgegeben).
Und so passt auch dieses paradox-absurde-hoffnungsvoll-hoffnungslose Buch exakt in diese Welt, denn es führt die ach so erhabenen Erleuchteten - einschließlich McKenna selbst - mal in amüsanter Weise vor und beschreibt die kindlichen Sichtweisen von uns scheinbar erwachsenen Menschen, die das Suchen einfach nicht lassen können (wenns denn eins gibt: ich kaufe auch sein Nächstes).
Wie bereits geschrieben, stets unaufhörliches Zurechtplausibilisieren, kein Entkommen!
Bewertung
5/5
18.09.2008
Buch (Gebundene Ausgabe)
Jed McKenna
Jed McKenna schreibt sehr provokant und für manche Leser wird dieses Buch nur sehr schwer zu verdauen sein - aber es könnte den einen oder anderen auch aus seinem spirituellen Tiefschlaf erwecken. Das nach dem viele suchen, darüber verfügt jeder Mensch bereits....
Bewertung
aus Pratval
3/5
28.11.2009
Buch (Gebundene Ausgabe)
(zu?)einfaches konzept
schwer zu entscheiden, ob das buch was bringt oder nicht. ich habs in den müll geschmissen, hole es jetzt aber noch mal raus und beginne von hinten nach etwas nützlichem darin zu suchen.
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