Produktbild: Jelka

Jelka Aus dem Leben einer Kärntner Partisanin

Aus der Reihe Slowenische Bibliothek
2

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

10.04.2009

Verlag

Drava

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

21,3/13,4/2 cm

Gewicht

207 g

Farbe

Mauve

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-85435-546-5

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

10.04.2009

Verlag

Drava

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

21,3/13,4/2 cm

Gewicht

207 g

Farbe

Mauve

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-85435-546-5

Herstelleradresse

Drava Verlag
Gabelsbergerstraße 5/II
9020 Klagenfurt
AT

Email: office@drava.at

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Für die Freiheit und wider das Vergessen

Gertie G. aus Wien am 19.02.2024

Bewertungsnummer: 2134589

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Aus Kärnten werde ich ein Paradies machen ...“ (S.14) Genausowenig wie seine größenwahnsinnigen Architekturfantasien Linz oder Wien zu den „Perlen des Deutschen Reiches“ gemacht haben, ist aus Kärnten das versprochene Paradies geworden. Mit diesen überzogenen und großspurigen Allmachtsfantasien ist Hitler auf Menschenfang gegangen und hat in weiten Teilen des vom Ständestaat zerrissenen Österreich zahlreiche Anhänger gefunden. Dass nach 12 Jahren das von ihm propagierte tausenjährige Reich am und zu Ende war, ist bekannt. Weniger bekannt sind die vielen Widerstandsgruppen, die sich gegen das NS-Regime gestellt haben. Eine davon ist die Gruppe rund um Helena „Jelka“ Kuchar im Grenzgebiet zwischen Kärnten und Slowenien. Dieses Buch sind nicht nur Lebenserinnerungen von Helena „Jelka“ Kuchar (1906–1985) die zunächst als Magd auf einem Bauernhof bei Bad Eisenkappel/Železna Kapla gelebt hat, sondern auch eine fundierte Darstellung des Kärntner Widerstandes gegen die NS-Diktatur. Heimlich mussten sie und ihr Mann heiraten, denn die Familie ihres Mannes war mit der bitterarmen Magd nicht einverstanden. In diesen Aufzeichnungen, die bereits 1984 im Drava-Verlag erschienen sind, erinnert sie sich, wie die slowenische Minderheit von den Deutschkärntern schon vor 1938 gedemütigt und drangsaliert worden. Während des Zweiten Weltkrieges und der kriegsbedingten Abwesenheit ihres Ehemannes muss sie alles tun, um ihre vier Kinder vor den Schergen des Regimes schützen, denn die machen, wie wir wissen, Jagd auf alle Nicht-Arischen. Jelka schließt sich den Partisanen an, stets in Gefahr zu verhungern oder verraten zu werden. Das Buch spart Jelkas Verhaftung und Folter durch die Gestapo nicht aus. Letztlich gelingt es ihr mit viel Chuzpe am Laben zu bleiben. Die Hoffnung auf Verbesserung der Situation der Kärntner Slowenen nach Ende des Krieges, erfüllt sich nicht. Es wird noch Jahre dauern, bis die versprochenen zweisprachigen Ortsafeln aufgestellt und die slowenische Sprache als Amts- und Unterrichtssprache in jenen Ortschaften akzeptiert wird, in denen sich die Bewohner zu ihren Wurzeln bekennen. Jelka Kuchar engeagierte sich nach dem Zweiten Weltkrieg bis ins hohe Alter für die slowenische Frauenbewegung und die Kulturarbeit vor allem mit Kindern und Jugendlichen. Meine Meinung: Das Buch „Jelka“ erschien erstmals 1984 im Verlag Drava. Es wurde jetzt vom Wieser Verlag neu aufgelegt und ist ein Teil der „Slowenischen Bibliothek“. Der Klagenfurter Verlag ist einer der wenigen in Österreich, der Bücher slowenischer Autoren verlegt. Loijze Wieser ist dabei wichtig, auch Unbekanntes aus der gemeinsamen Geschichte Kärntens und Sloweniens zu präsentieren. Diese Lebenserinnerungen wurden Thomas Busch und Brigitte Windhab nach Tonbandaufzeichnungen von Helena Kuchar veröffentlicht. Als halbe Kärnterin ist mir die Geschichte des Bundeslandes vetraut und wichtig. Leider gehört(e) meine väterliche Verwandtschaft zu jenen, die auch heute noch dem Ariernachweis eine unangemessen wichtige Bedeutung schenken. Bei solchen Menschen tut Aufklärung auch Jahrzehnte nach dem Ende des Unrechtsregime not. Hier könnte dieses Buch seinen Beitrag leisten. Fazit: Gerne gebe ich diesen Lebenserinnerungen, die ein beredtes Zeugnis für die Freiheit und wider das Vergessen sind, 5 Sterne.

Für die Freiheit und wider das Vergessen

Gertie G. aus Wien am 19.02.2024
Bewertungsnummer: 2134589
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Aus Kärnten werde ich ein Paradies machen ...“ (S.14) Genausowenig wie seine größenwahnsinnigen Architekturfantasien Linz oder Wien zu den „Perlen des Deutschen Reiches“ gemacht haben, ist aus Kärnten das versprochene Paradies geworden. Mit diesen überzogenen und großspurigen Allmachtsfantasien ist Hitler auf Menschenfang gegangen und hat in weiten Teilen des vom Ständestaat zerrissenen Österreich zahlreiche Anhänger gefunden. Dass nach 12 Jahren das von ihm propagierte tausenjährige Reich am und zu Ende war, ist bekannt. Weniger bekannt sind die vielen Widerstandsgruppen, die sich gegen das NS-Regime gestellt haben. Eine davon ist die Gruppe rund um Helena „Jelka“ Kuchar im Grenzgebiet zwischen Kärnten und Slowenien. Dieses Buch sind nicht nur Lebenserinnerungen von Helena „Jelka“ Kuchar (1906–1985) die zunächst als Magd auf einem Bauernhof bei Bad Eisenkappel/Železna Kapla gelebt hat, sondern auch eine fundierte Darstellung des Kärntner Widerstandes gegen die NS-Diktatur. Heimlich mussten sie und ihr Mann heiraten, denn die Familie ihres Mannes war mit der bitterarmen Magd nicht einverstanden. In diesen Aufzeichnungen, die bereits 1984 im Drava-Verlag erschienen sind, erinnert sie sich, wie die slowenische Minderheit von den Deutschkärntern schon vor 1938 gedemütigt und drangsaliert worden. Während des Zweiten Weltkrieges und der kriegsbedingten Abwesenheit ihres Ehemannes muss sie alles tun, um ihre vier Kinder vor den Schergen des Regimes schützen, denn die machen, wie wir wissen, Jagd auf alle Nicht-Arischen. Jelka schließt sich den Partisanen an, stets in Gefahr zu verhungern oder verraten zu werden. Das Buch spart Jelkas Verhaftung und Folter durch die Gestapo nicht aus. Letztlich gelingt es ihr mit viel Chuzpe am Laben zu bleiben. Die Hoffnung auf Verbesserung der Situation der Kärntner Slowenen nach Ende des Krieges, erfüllt sich nicht. Es wird noch Jahre dauern, bis die versprochenen zweisprachigen Ortsafeln aufgestellt und die slowenische Sprache als Amts- und Unterrichtssprache in jenen Ortschaften akzeptiert wird, in denen sich die Bewohner zu ihren Wurzeln bekennen. Jelka Kuchar engeagierte sich nach dem Zweiten Weltkrieg bis ins hohe Alter für die slowenische Frauenbewegung und die Kulturarbeit vor allem mit Kindern und Jugendlichen. Meine Meinung: Das Buch „Jelka“ erschien erstmals 1984 im Verlag Drava. Es wurde jetzt vom Wieser Verlag neu aufgelegt und ist ein Teil der „Slowenischen Bibliothek“. Der Klagenfurter Verlag ist einer der wenigen in Österreich, der Bücher slowenischer Autoren verlegt. Loijze Wieser ist dabei wichtig, auch Unbekanntes aus der gemeinsamen Geschichte Kärntens und Sloweniens zu präsentieren. Diese Lebenserinnerungen wurden Thomas Busch und Brigitte Windhab nach Tonbandaufzeichnungen von Helena Kuchar veröffentlicht. Als halbe Kärnterin ist mir die Geschichte des Bundeslandes vetraut und wichtig. Leider gehört(e) meine väterliche Verwandtschaft zu jenen, die auch heute noch dem Ariernachweis eine unangemessen wichtige Bedeutung schenken. Bei solchen Menschen tut Aufklärung auch Jahrzehnte nach dem Ende des Unrechtsregime not. Hier könnte dieses Buch seinen Beitrag leisten. Fazit: Gerne gebe ich diesen Lebenserinnerungen, die ein beredtes Zeugnis für die Freiheit und wider das Vergessen sind, 5 Sterne.

Paradiese sehen anders aus

Sikal am 17.02.2024

Bewertungsnummer: 2133028

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Aus Kärnten werde ich ein Paradies machen.“ Mit diesem Versprechen versuchte Hitler weitere Anhänger zu finden. Was am Ende des Tages hervorkam, wissen wir mittlerweile. In Jelka lesen wir über den Widerstandskampf der Kärntner Slowenen, über die Diskriminierung, über Stigmatisierung – Jelka ist eine Hommage an die Stärke der Frauen. Das Buch ist ein wichtiges Stück Zeitgeschichte, wobei nicht nur die Naziherrschaft tiefe Einschnitte den Partisanen zufügte. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg kamen die Widerstandskämpfer (und Kämpferinnen natürlich) nicht zur Ruhe. Hier lesen wir über die Lebensgeschichte der Helene Kuchar, die sich weder ihrer slowenischen Sprache noch ihres starken Willens entledigen wollte. Viel zu oft hatte man versucht, sie zu brechen. Das hat sie immer stärker gemacht. Jelka steht für viele Frauen in dieser Zeit, die für ihre Kinder geradestehen mussten und zu überleben versuchten, während die Männer an der Front dienten. Jelka ist aber auch eine Art Schelm, die sich mit ihrer Bauernschläue aus so mancher brenzliger Situation rettet. Jelka tritt für ihre Überzeugungen ein, dreht sich nicht wie ein Blatt im Wind sondern stellt sich ihrer Not. Niemand in unserer heutigen Zeit kann sich hineinversetzen in die Schrecklichkeiten des Krieges. Das Buch „Jelka“ erschien ursprünglich 1984 im Verlag Drava und wurde jetzt vom Wieser Verlag neu aufgelegt und ist ein Teil der „Slowenischen Bibliothek“. Ein wichtiges Zeichen wider dem Vergessen und „Für die Freiheit“. 5 Sterne

Paradiese sehen anders aus

Sikal am 17.02.2024
Bewertungsnummer: 2133028
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Aus Kärnten werde ich ein Paradies machen.“ Mit diesem Versprechen versuchte Hitler weitere Anhänger zu finden. Was am Ende des Tages hervorkam, wissen wir mittlerweile. In Jelka lesen wir über den Widerstandskampf der Kärntner Slowenen, über die Diskriminierung, über Stigmatisierung – Jelka ist eine Hommage an die Stärke der Frauen. Das Buch ist ein wichtiges Stück Zeitgeschichte, wobei nicht nur die Naziherrschaft tiefe Einschnitte den Partisanen zufügte. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg kamen die Widerstandskämpfer (und Kämpferinnen natürlich) nicht zur Ruhe. Hier lesen wir über die Lebensgeschichte der Helene Kuchar, die sich weder ihrer slowenischen Sprache noch ihres starken Willens entledigen wollte. Viel zu oft hatte man versucht, sie zu brechen. Das hat sie immer stärker gemacht. Jelka steht für viele Frauen in dieser Zeit, die für ihre Kinder geradestehen mussten und zu überleben versuchten, während die Männer an der Front dienten. Jelka ist aber auch eine Art Schelm, die sich mit ihrer Bauernschläue aus so mancher brenzliger Situation rettet. Jelka tritt für ihre Überzeugungen ein, dreht sich nicht wie ein Blatt im Wind sondern stellt sich ihrer Not. Niemand in unserer heutigen Zeit kann sich hineinversetzen in die Schrecklichkeiten des Krieges. Das Buch „Jelka“ erschien ursprünglich 1984 im Verlag Drava und wurde jetzt vom Wieser Verlag neu aufgelegt und ist ein Teil der „Slowenischen Bibliothek“. Ein wichtiges Zeichen wider dem Vergessen und „Für die Freiheit“. 5 Sterne

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