Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
14.01.2008
Abbildungen
m. 7 Abb.
Verlag
Diplomica Verlag GmbHSeitenzahl
166
Maße (L/B/H)
27/19/1,1 cm
Gewicht
412 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8366-5272-8
Der Position der Stationsleitung kommt im Krankenhaus eine immer wichtigere Bedeutung zu. Auf den Stationen entscheidet sich, ob die Ziele und Aufgaben des Krankenhauses realisiert werden und Patienten und Pflegepersonal sich wohlfühlen. Der Führungsstil einer Stationsleitung kann somit Einfuß auf die Arbeitszufriedenheit und Leistung des Pflegepersonals haben und damit auch auf den Grad der Patientenzufriedenheit und des "Erfolges" eines Krankenhauses.
Umstrukturierungen im Krankenhaussektor, erhöhter wirtschaftlicher Druck auf die Krankenhäuser, die Einführung von neuen Arbeitszeitmodellen, qualitätssichernde Maßnahmen und neue Pflegekonzepte haben nachhaltig direkte Auswirkungen auf die Mitarbeiter einer Station. In diesem Prozess sind insbesondere Stationsleitungen als Führungskräfte der ersten Ebene des Pflegemanagements gefordert, durch gezielte Mitarbeiterführung und Arbeitsorganisation Sicherheit und Zufriedenheit zu vermitteln. Gerade für die Zukunft resultieren daraus erhöhte Anforderungen an das Managementwissen und die Führungskompetenz von Stationsleitungen
Um die Erfahrungen und Sichtweisen der Stationsleitungen zu erforschen, wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt. Die Datenerhebung erfolgte mittels leitfadengestützter Interviews, die mit sieben Stationsleitungen und vier Pflegedienstleitungen an insgesamt vier Krankenhäusern in Bremen und Niedersachsen durchgeführt wurden.
Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Stationsleitungen überwiegend zuerst als Pflegende verstehen und erst in zweiter Linie als Stationsleitung. Hinzu kommt ein diffuses, heterogenes Führungsverständnis mit unklaren Rollenabgrenzung zu den Mitarbeitern. Personalführungsaufgaben sind den Stationsleitungen in der Regel nicht bekannt. Dagegen sieht das Managementkonzept der befragten Krankenhäuser das Konzept der "Kooperativen Führung" vor und ordnet die Stationsleitungsebene der "Mittleren Managementebene" zu. An diesen zwei Punkten zeigt sich ein eklatanter Widerspruch zwischen der Selbstwahrnehmung der Stationsleitungen und der Management-Zielsetzung der Krankenhäuser.
Demzufolge ist die TOP-Managementebene gefragt, für die Stationsleitungen als untere Managementebene geeignete organisatorische und inhaltliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die zu einer sinnvollen und effektiven Arbeitsteilung zwischen Führungs- und Praxisaufgaben führen. Daneben bedarf es zu Beginn der Tätigkeit eines begleitenden speziellen Programms zur Einführung in die Führungsaufgaben einer Stationsleitung und weiterer kontinuierlicher Schulungsangebote und Abstimmungen mit der TOP-Managementebene, um Mitarbeiter- und Patientenzufriedenheit im Sinne der Zielsetzungen des Krankenhauses zu erreichen.
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