Produktbild: Ein springender Brunnen. Großdruck
Band 3988

Ein springender Brunnen. Großdruck Roman. Großdruck | Großdruck

Aus der Reihe st Großdruck
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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.05.2008

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

620

Maße (L/B/H)

21,1/14,1/3,5 cm

Gewicht

534 g

Farbe

Lichtgrau / Kaffee

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-45988-1

Beschreibung

Rezension

»Gelassen und keineswegs effektbedacht vorgetragen, erheitert Walsers späte Prosa wohl darum so unwiderstehlich, weil Charakteristisches seltsamerweise fast immer irgendwie erheitert. … Es ist eines der großen Erinnerungs-Bücher unserer Literatur und unseres Jahrhunderts, … ein Erinnerungsroman, der Wasserburg samt seinen schwäbisch-alemannisch redenden Bewohnern so zu retten vermag wie einst Thomas Manns
Buddenbrooks
Lübeck.«

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.05.2008

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

620

Maße (L/B/H)

21,1/14,1/3,5 cm

Gewicht

534 g

Farbe

Lichtgrau / Kaffee

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-45988-1

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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Liebesroman

Bewertung am 03.07.2008

Bewertungsnummer: 583805

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Martin Walser stellt den drei Kapiteln seines Romans jeweils eine essayistische Einleitung voran, in denen er ueber die Schwierigkeiten im Umgang mit dem Vergangenen schreibt. Der Autor macht sich Gedanken ueber die Selbsttaeuschungen in unsererm Umgang mit dem Gestern. Das Hauptanliegen Walsers in "Ein springender Brunnen" ist, seine eigene und die deutsche Vergangenheit ohne Rechtfertigungsmotiv zu betrachten. Walser schreibt aus der kindlichen Perspektive Johanns, im Gegensatz zu den vorhergehenden Werken aber wieder in Er-Form. Der Roman traegt stark autobiographische Zuege, da die Lebensdaten und das Umfeld des Protagonisten Johann mit dem des Autors uebereinstimmen (M.W. heisst mit zweitem Vornamen Johann). "Ein springender Brunnen" ist somit ein kaum verhuelltes, autobiographisches Erinnerungsbuch, in dem der Autor seine eigene Kindheit rekonstruiert. Das interessante an Walsers Buch ist: durch den Blickwinkel eines Kindes distanziert sich Walser von der damaligen Zeit und schildert sie nicht von der heutigen Sicht aus. Er hat den Anspruch, die Vergangenheit so zu schildern, wie sie war, "dass sie uns entgegenkaeme, wie von selbst" (Spr.Br.,S.283). Die Vergangenheit, die Zeit des Nationalsozialismus, wird hier nicht bewaeltigt, da der Roman keine Moral oder Einsicht von heute aus enthaelt. Die Erinnerungen an seine Kindheit sollen sich von ganz alleine als unverstellte Wahrheit einstellen. Walser klagt niemanden an und spricht niemanden frei. Meiner Meinung nach, ist es Martin Walser so gelungen, auf unterhaltsame Art und Weise (das Buch laesst sich im Vergleich zu anderen Walser-Romanen sehr zuegig lesen), seine eigene Kindheit in einer schweren Zeit wirklichkeitsgetreu und ohne die vielleicht erwarteten Be- oder Entlastungen zu beschreiben. Auch altbekannte Walser-Themen werden hier wieder aufgegriffen, wie z.B. die Sprache und das Schriftstellertum, sexuelle Schwierigkeiten und Beziehungsschwaechen, Identitaet und Heimat.

Liebesroman

Bewertung am 03.07.2008
Bewertungsnummer: 583805
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Martin Walser stellt den drei Kapiteln seines Romans jeweils eine essayistische Einleitung voran, in denen er ueber die Schwierigkeiten im Umgang mit dem Vergangenen schreibt. Der Autor macht sich Gedanken ueber die Selbsttaeuschungen in unsererm Umgang mit dem Gestern. Das Hauptanliegen Walsers in "Ein springender Brunnen" ist, seine eigene und die deutsche Vergangenheit ohne Rechtfertigungsmotiv zu betrachten. Walser schreibt aus der kindlichen Perspektive Johanns, im Gegensatz zu den vorhergehenden Werken aber wieder in Er-Form. Der Roman traegt stark autobiographische Zuege, da die Lebensdaten und das Umfeld des Protagonisten Johann mit dem des Autors uebereinstimmen (M.W. heisst mit zweitem Vornamen Johann). "Ein springender Brunnen" ist somit ein kaum verhuelltes, autobiographisches Erinnerungsbuch, in dem der Autor seine eigene Kindheit rekonstruiert. Das interessante an Walsers Buch ist: durch den Blickwinkel eines Kindes distanziert sich Walser von der damaligen Zeit und schildert sie nicht von der heutigen Sicht aus. Er hat den Anspruch, die Vergangenheit so zu schildern, wie sie war, "dass sie uns entgegenkaeme, wie von selbst" (Spr.Br.,S.283). Die Vergangenheit, die Zeit des Nationalsozialismus, wird hier nicht bewaeltigt, da der Roman keine Moral oder Einsicht von heute aus enthaelt. Die Erinnerungen an seine Kindheit sollen sich von ganz alleine als unverstellte Wahrheit einstellen. Walser klagt niemanden an und spricht niemanden frei. Meiner Meinung nach, ist es Martin Walser so gelungen, auf unterhaltsame Art und Weise (das Buch laesst sich im Vergleich zu anderen Walser-Romanen sehr zuegig lesen), seine eigene Kindheit in einer schweren Zeit wirklichkeitsgetreu und ohne die vielleicht erwarteten Be- oder Entlastungen zu beschreiben. Auch altbekannte Walser-Themen werden hier wieder aufgegriffen, wie z.B. die Sprache und das Schriftstellertum, sexuelle Schwierigkeiten und Beziehungsschwaechen, Identitaet und Heimat.

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