Produktbild: Wie der Soldat das Grammofon repariert

Wie der Soldat das Grammofon repariert Roman

Aus der Reihe 1LIVE Klubbing
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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.06.2008

Verlag

btb

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

11,5/18,4/2,8 cm

Gewicht

264 g

Farbe

Grau / Lichtgrau

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-73762-8

Beschreibung

Rezension

"Deutscher-Buchpreis-Gewinner der Herzen" ("Tagesspiegel")
"Saša Stanišic hat einen erstaunlichen Erstling geschrieben, weitherzig, rasant, mutig. Es steht vieles darin, das wir unbedingt jetzt wissen sollten." ("Hauke Hückstädt, Frankfurter Rundschau")
"Lesen sollte, ja muss man den Roman in jedem Fall, und im Übrigen ist es der beste Roman des Jahres 2006." ("Hanne Kulessa, Hessischer Rundfunk")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.06.2008

Verlag

btb

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

11,5/18,4/2,8 cm

Gewicht

264 g

Farbe

Grau / Lichtgrau

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-73762-8

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

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Geschichten, Geschichte, Bilder...

David aus der Karibik am 11.06.2008

Bewertungsnummer: 583030

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

“Oma möchte vorne fahren, Miki parkt aus, sie sagt: einmal hat Slavko für mich die Wohnung in Blumen gelegt, einmal hat er vor dem ZK, statt einer Rede, Rotkäppchen in einer eigenen Fassung vorgetragen, einmal hat er prophezeit, es kann nicht gut ausgehen, dass wir alle nur Ideale haben, aber keine Alternativen zu den Idealen, und einmal hat er darüber nachgedacht, mich zu betrügen, ich habe es an seinen Küssen geschmeckt.“ Saša Stanišic erzählt Geschichten, erzählte Geschichten, Geschichten des Großvaters, eigene Geschichten, der durchs Leben stolpernde Aleksandar macht Listen und sucht seine Asija, seine Liebe in den Wirren des Krieges… “Ich nenne sie nicht Flüchtlinge, ich sage: Schützlinge. Sie haben ein Mädchen mit so hellem Haar beschützt, dass ich meinen Vater fragen muss, ob es für so ein Hell einen Farbnamen gibt. Er sagt: Schön. Ich sage: Schön ist keine Farbbezeichnung. Schön und ihr Onkel mit dem gezwirbelten Schnurrbart essen mit uns im Keller. Ibrahim wartet, bis Schön mit dem Kopf auf seinem Schoß eingeschlafen ist und erzählt leise von ihrer Flucht. (…) Wir sind die Letzten aus unserem Dorf, Ibrahim überlegt kurz, wir sind die Letzten aus unserem Nichts.“ Geschichten von Bildern, die nicht fertig gemalt werden, von der Großmutter, von der Tante Taifun, die gegen Carl Lewis läuft, Geschichten vom Fluss… “Cika Hasan und Cika Sead angeln nicht aus Vergnügen, sie angeln nicht aus Lust am Kampf mit dem Fisch, sie angeln nicht weil sie Ruhe suchen, sie angeln nicht, weil man nichts Schlechtes denken kann, während man in der Drina angelt. Hasan angelt, weil er mehr Fische fangen will als Sead, Sead angelt, weil er mehr Fische fangen will als Hasan. Ich bin es, der aus all den anderen Gründen angelt, und weil mir gebratener Fisch schmeckt, und ich fange trotzdem mehr als die beiden zusammen.“ Geschichten auch vom Fussballschiedsrichter, der im falschen Moment nach Hause kommt, Geschichten vom “Genossen Tito“, Geschichten, wie richtig und falsch Geschichten sein können. All dies könnte verworren sein, chaotisch und wirr. All dies ist einfach nur das eindringlichste Buch gegen Gewalt und für Menschlichkeit, welches man seit langem gelesen hat. Man könnte endlos zitieren, lässt es aber gut sein. Nur einen noch… “Viele Geschichten kennt Zoran nicht. Das kommt daher, weil ihm im eigenen Leben etwas so Unglaubliches passiert ist, dass er nichts mehr erfinden muss.“ “Wie der Soldat das Grammofon repariert“ – wie viele Sterne gibt es hier zu vergeben? – einfach noch ein paar dazuzählen.

Geschichten, Geschichte, Bilder...

David aus der Karibik am 11.06.2008
Bewertungsnummer: 583030
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

“Oma möchte vorne fahren, Miki parkt aus, sie sagt: einmal hat Slavko für mich die Wohnung in Blumen gelegt, einmal hat er vor dem ZK, statt einer Rede, Rotkäppchen in einer eigenen Fassung vorgetragen, einmal hat er prophezeit, es kann nicht gut ausgehen, dass wir alle nur Ideale haben, aber keine Alternativen zu den Idealen, und einmal hat er darüber nachgedacht, mich zu betrügen, ich habe es an seinen Küssen geschmeckt.“ Saša Stanišic erzählt Geschichten, erzählte Geschichten, Geschichten des Großvaters, eigene Geschichten, der durchs Leben stolpernde Aleksandar macht Listen und sucht seine Asija, seine Liebe in den Wirren des Krieges… “Ich nenne sie nicht Flüchtlinge, ich sage: Schützlinge. Sie haben ein Mädchen mit so hellem Haar beschützt, dass ich meinen Vater fragen muss, ob es für so ein Hell einen Farbnamen gibt. Er sagt: Schön. Ich sage: Schön ist keine Farbbezeichnung. Schön und ihr Onkel mit dem gezwirbelten Schnurrbart essen mit uns im Keller. Ibrahim wartet, bis Schön mit dem Kopf auf seinem Schoß eingeschlafen ist und erzählt leise von ihrer Flucht. (…) Wir sind die Letzten aus unserem Dorf, Ibrahim überlegt kurz, wir sind die Letzten aus unserem Nichts.“ Geschichten von Bildern, die nicht fertig gemalt werden, von der Großmutter, von der Tante Taifun, die gegen Carl Lewis läuft, Geschichten vom Fluss… “Cika Hasan und Cika Sead angeln nicht aus Vergnügen, sie angeln nicht aus Lust am Kampf mit dem Fisch, sie angeln nicht weil sie Ruhe suchen, sie angeln nicht, weil man nichts Schlechtes denken kann, während man in der Drina angelt. Hasan angelt, weil er mehr Fische fangen will als Sead, Sead angelt, weil er mehr Fische fangen will als Hasan. Ich bin es, der aus all den anderen Gründen angelt, und weil mir gebratener Fisch schmeckt, und ich fange trotzdem mehr als die beiden zusammen.“ Geschichten auch vom Fussballschiedsrichter, der im falschen Moment nach Hause kommt, Geschichten vom “Genossen Tito“, Geschichten, wie richtig und falsch Geschichten sein können. All dies könnte verworren sein, chaotisch und wirr. All dies ist einfach nur das eindringlichste Buch gegen Gewalt und für Menschlichkeit, welches man seit langem gelesen hat. Man könnte endlos zitieren, lässt es aber gut sein. Nur einen noch… “Viele Geschichten kennt Zoran nicht. Das kommt daher, weil ihm im eigenen Leben etwas so Unglaubliches passiert ist, dass er nichts mehr erfinden muss.“ “Wie der Soldat das Grammofon repariert“ – wie viele Sterne gibt es hier zu vergeben? – einfach noch ein paar dazuzählen.

Erzählen abseits aller…

Hamaru aus Nürtingen am 03.03.2025

Bewertungsnummer: 2926194

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Erzählen abseits aller literarischer Regeln, Zeiten und Zeitenfolge, Realität und Phantasie wild durcheinander wirbelnd, so wirr muss dem kindlichen Erzähler der Kriegsausbruch auf dem Balkan vorgekommen sein. Erschagen gibt der Leser von Stanisics Erstlingswerk irgendwann auf, in all diesen Absurditäten einen Sinn zu finden.

Erzählen abseits aller…

Hamaru aus Nürtingen am 03.03.2025
Bewertungsnummer: 2926194
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Erzählen abseits aller literarischer Regeln, Zeiten und Zeitenfolge, Realität und Phantasie wild durcheinander wirbelnd, so wirr muss dem kindlichen Erzähler der Kriegsausbruch auf dem Balkan vorgekommen sein. Erschagen gibt der Leser von Stanisics Erstlingswerk irgendwann auf, in all diesen Absurditäten einen Sinn zu finden.

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Wie der Soldat das Grammofon repariert

von Saša Stanišić

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