Weltanschauung, Philosophie und Naturwissenschaft im 19. Jahrhundert. Band 1: Der Materialismus-Streit Der Materialismus-Streit
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
01.01.2007
Herausgeber
Kurt Bayertz + weitereVerlag
Meiner, FSeitenzahl
336
Maße (L/B/H)
22,9/15,4/1,9 cm
Gewicht
498 g
Auflage
Unveränderter Print-on-Demand-Nachdruck der Ausgabe von 2007.
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-7873-1777-6
Die heute vorherrschende Meinung, nur die Naturwissenschaften seien in der Lage, uns das richtige Weltbild zu geben, bedarf der Korrektur. Die Beiträge dieser Bände zeigen, dass der Diskurs, in dessen Verlauf den Naturwissenschaften im 19. Jahrhundert diese Rolle zugesprochen wurde, sich nicht auf Erkenntnisse stützen kann - sondern auf Fehleinschätzungen darüber beruht, was Naturwissenschaft leistet.
Der Band zum Materialismus-Streit eröffnet eine Reihe von insgesamt drei Bänden, in denen das spannungsreiche und wechselvolle Verhältnis von Philosophie, Naturwissenschaft, Religion und Weltanschauung im 19. Jahrhundert aus interdisziplinärer Perspektive untersucht wird. Die beiden Folgebände thematisieren den Darwinismus- Streit und den Ignorabimus-Streit.
Mit den Bänden dieser Reihe wird erstmals eine zusammenhängende Darstellung und Deutung der drei weit über das 19. Jahrhundert hinaus einflußreichen Debatten zum Materialismus, Darwinismus und Ignorabimus vorgelegt; ergänzt werden wird die Reihe durch drei Bände innerhalb der »Philosophischen Bibliothek«, in denen die Originaltexte präsentiert werden, die diese Debatten auslösten.
dass die Naturwissenschaften kein eng begrenztes Feld des Wissens darstellen, sondern eine das gesamte materielle wie auch geistige Leben der Gesellschaft durchdringende Macht, bedarf heute kaum noch der Erwähnung. Offensichtlich ist auch, dass diese Durchdringung ein oft schmerzlicher, von heftigen Auseinandersetzungen begleiteter Prozeß war. Obwohl dieser Prozeß bereits früher begann, nahm er im 19. Jahrhundert insofern eine entscheidende Wendung, als sich die Naturwissenschaft hier vehement als 'dritte Kraft' neben ihren beiden wichtigsten weltanschaulichen Konkurrenten (Philosophie und Religion) etablierte - und diese im Bewußtsein vieler Zeitgenossen sogar überflügelte. Gerade darum ist es dringend geboten, die heute vorherrschende Meinung, die Naturwissenschaften seien geeignet, Weltanschauungen zu begründen, kritisch zu reflektieren.
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