Das Wissen der Leute

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"Fragen nichts als Fragen": Theoretische Reflexionen zum Internetforum "1000fragen.de" - "Ich denke, das Fragen auf verschiedenen noch so pragmatischen oder gar trivialen Ebenen macht den wichtigsten Diskurs des 21. Jahrhunderts aus": Empirische Untersuchung des Internetforums "1000fragen.de"

Das Wissen der Leute

Bioethik, Alltag und Macht im Internet

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Beschreibung

Was passiert, wenn die Bevölkerung die Möglichkeit erhält, sich ungeschminkt und ungefiltert zu bioethischen Problemstellungen zu äußern? Um den Stimmen aus der Zivilgesellschaft Gehör zu verschaffen, bietet die private Förderorganisation Aktion Mensch seit mehreren Jahren, gerahmt von einer groß angelegten Öffentlichkeitskampagne, die Internetplattform „1000fragen.de“ an. Die Beiträge dieses Diskursprojekts, die einen einzigartigen Korpus des alltagsweltlichen Redens über Bioethik darstellen, bilden den Gegenstand der empirischen Untersuchung. Sie fragt unter diskurstheoretischen Gesichtspunkten nach Struktur und Dynamik der medial gerahmten Kommunikation und nimmt dabei insbesondere partizipationstheoretische und wissenssoziologische Aspekte in den Blick. Im Ergebnis wird aufgewiesen, dass die zivilgesellschaftliche Ausrichtung der Onlineplattform die Äußerung marginalisierter und „unterworfener“ Wissensformen und -bestände fördert. Auf den ersten Blick zeigt sich alltagsnahes Wissen zwar als „wild wuchernd“; die empirische Analyse offenbart jedoch eine spezifische Diskursordnung, in der sich das Alltagswissen gegenüber dem Spezialwissen behaupten kann. Im Reden über Klone, Selbstbestimmung und Normalität werden außerdem diskursive Grenzverschiebungen sichtbar. In methodologischer Hinsicht trägt die Studie dazu bei, Alltagswissen als diskursanalytisch relevante Kategorie greifbar zu machen.

"Das Buch ist eine hervorragende Verdeutlichung, wo Wissenschaft und Alltag im Diskurs auseinander klaffen und wie sie sich wieder verbinden können." info-dienst bio-ethik, 4-2009

"Gerade aus diskurstheoretischer und -methodischer Perspektive ist diese Studie äußerst anregend und unbedingt lesenswert." DISS-Journal - Zeitung des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung, 18-2009

"Insgesamt entsteht mit dieser Studie ein methodisch-theoretisch sehr sorgfältig reflektiertes Bild, wie genau das ansonsten nur diffus zu beschreibende 'Wissen der Leute' inhaltlich präzisiert werden kann. Die Lektüre ist daher unbedingt zu empfehlen." GID - Gen-Ethischer informationsdienst, 195-2009

Anne Waldschmidt (Dr. rer. pol.) ist Professorin an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln; sie ist Sozialwissenschaftlerin und lehrt Soziologie der Behinderung, Politik der Rehabilitation und Disability Studies.

Anne Klein (Dr. phil.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln; sie ist Politikwissenschaftlerin und Historikerin mit dem Schwerpunkt Zeitgeschichte.

Miguel Tamayo Korte (Dipl. Soz.) hat die Arbeitsschwerpunkte Medizinsoziologie, soziale Gerontologie und empirische Methoden; er lebt in Düsseldorf.

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.11.2008

Verlag

VS Verlag für Sozialwissenschaften

Seitenzahl

314

Maße (L/B/H)

24/17/1,9 cm

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.11.2008

Verlag

VS Verlag für Sozialwissenschaften

Seitenzahl

314

Maße (L/B/H)

24/17/1,9 cm

Gewicht

552 g

Auflage

2009

Reihe

Theorie und Praxis der Diskursforschung

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-531-15664-4

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