Am Rand der Schöpfung ist jede Menge los: Furzende Seekühe, picklige Mondfische, nette Vampire und bedröhnte Koalas - das Tierreich steckt voller Überraschungen. Dirk Steffens berichtet frech-ironisch mitten aus dem oft verblüffenden Alltag der Tiere, erzählt von erstaunlichen biologischen Erkenntnissen, seltsamen Wissenschaftlern und dem manchmal kuriosen Miteinander von Mensch und Tier.
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4.0/5.0
Bewertung
4/5
24.01.2016
Buch (Taschenbuch)
Tolles Buch für zwischendurch
Dirk Steffens, Journalist, schrieb mit Tierisch! Expeditionen an den Rand der Schöpfung ein erfrischendes und kenntnisreiches Buch für alle, die gerne reisen, in der Natur sind, sich für Tiere interessieren oder skurrile Fakten gerne haben. »Reisen bildet nicht. aber man lernt eine Menge.«, so beginnt sein Buch. »Zum Beispiel, wie man sich korrekt erbricht, wenn verrückte Buschpiloten einen Looping versuchen. Man lernt, wie Fledermäuse im Pazifik gegessen werden, dass die Seekrankheit tatsächlich grün macht und Erfrierungen im Gesicht nicht wirklich gut aussehen.« (S. 9)
Man erkennt sogleich, dass dieses Buch keine trockene wissenschaftliche Abhandlung über unsere Verwandten im Tierreich ist, sondern geprägt von Humor und Skurrilität ist.
Auch toll sind die kleinen Anekdoten und Fakten an den Seitenrändern. Mal aus Wikipedia zitiert, mal aus anderen Büchern, mal mit Kultfilmen verglichen . . .
Ein Vergleich mit einem Kultfilm kommt sogleich recht am Anfang, als Steffen über Koalas folgendes zu berichten weiss: »Ein ganz normaler Tag im Leben des Dude verläuft noch heute ungefähr so wie der eines Langzeit-Soziologiestudenten in den 70ern: Zehn Stunden schlafen, dann Augen auf - aber langsam, der Kopfschmerz! Ein paar von den grünen Dingern einwerfen, die überall rumhängen, den Trip geniessen und wieder einpennen. Bei Sonnenuntergang nochmal kurz wach werden, mehr Drogen und, falls greifbar, ein Weibchen. Dann wieder schlafen. Am nächsten Morgen sind alle Erinnerungen aus dem nur walnussgrossen Hirn gelöscht, und es beginnt another day in paradise!« (S. 15) Eigentlich sind die Koalas die wahren Faultiere: Faultiere schlafen nämlich nur 18 Stunden pro Tag - Koalas 20 Stunden.
Ob Mondifsche, Ratten, die bei der Minensuche eingesetzt werden, Heuschreckenplagen oder Riesenschlangen: Steffens hat viel erlebt und weiss vieles zu berichten.
Tolles Buch für zwischendurch.
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