Die nächste Gesellschaft ist die Computergesellschaft. Sie wird sich von der Buchdruckgesellschaft der Moderne so dramatisch unterscheiden wie diese von der Schriftgesellschaft der Antike. Hatte es die Antike mit einem Überschuß an Symbolen zu tun und die Moderne mit einem Überschuß an Kritik, so wird sich die nächste Gesellschaft durch einen Überschuß an Kontrolle auszeichnen. Auf die Struktur eines Überschusses an Sinn, so hat Niklas Luhmann spekuliert, muß eine Kultur mit der selektiven Handhabung dieses Überschusses antworten, wenn die Gesellschaft die Einführung eines neuen Kommunikationsmediums überleben können soll. Die in diesem Band versammelten Studien arbeiten diese These aus und zeigen, wie die Soziologie mit relativ einfachen Ideen vielfach vernetzte und scheinbar opake Phänomene anschaulich werden lassen kann.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
aus Bern
5/5
04.11.2016
Buch (Taschenbuch)
überraschend aktuell
Kann ich 10 Jahre nach Erscheinen empfehlen, weil diese Skizzen des Autors weiterhin verblüffend aktuell sind. Er kommt von der Soziologie, der Systemtheorie her und befasst sich mehr mit Organisationen, Unternehmen, Management. Wir erhalten äusserst interessante Überblicke über die "undurchschaubaren" neuen Entwicklungen der nächsten (digitalen?) Gesellschaft(en). Ein Widerspruch? Natürlich vordergründig schon, aber gehen wir die Aufgabe an, solche Widersprüche zu lösen, diese neuen Formen und Varianten zu ergründen, die auftauchen und wieder verscvhwinden, immerzu, das Unbekannte jenseits der Form erkennen, statt mutlos das Handtuch zu werfen oder gar aggressiv zu werden ob all der Veränderungen.
Wer eher psychologische Entwicklungen der Computer/Internetgeneration sucht, könnte bei Peter Fuchs fündig werden, dessen Texte aber viel Auifmerksamkeit beim Lesen erfordern.
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