Produktbild: St. Petri-Schnee

St. Petri-Schnee Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

04.08.2007

Herausgeber

Hans-Harald Müller

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

21,2/13,4/2,4 cm

Gewicht

344 g

Farbe

Tanne / Türkis

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-05420-2

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

04.08.2007

Herausgeber

Hans-Harald Müller

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

21,2/13,4/2,4 cm

Gewicht

344 g

Farbe

Tanne / Türkis

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-05420-2

Herstelleradresse

Zsolnay-Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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  • Raumzeitreisender

    aus Ahaus

    5/5

    05.06.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Wahn und Wirklichkeit…

    Zwischen Wahn und Wirklichkeit In „Das sogenannte Übersinnliche“ (Essay „Der Weg nach Eleusis“) beschreibt Mathias Bröckers die Bedeutung bewusstseinserweiternder Stoffe auf die Entwicklung der Kultur von der Antike (Mysterium von Eleusis) bis in die Neuzeit (Timothy Learys LSD-Experimente). Bei den Substanzen, die in der Antike verwendet wurden, könnte es sich um Mutterkorn gehandelt haben. Mutterkorn ist ein Pilz, der auf Getreide wächst und halluzinogene Wirkstoffe, vergleichbar dem LSD, enthält. Dieser Pilz, so Bröckers These, ist Ursache für mystische Erfahrungen und damit physiologische Ursache der Religion. Leo Perutz beschäftigt sich in seinem Roman „St. Petri-Schnee“, wie der Titel bereits andeutet, mit Mutterkorn und seinen halluzinogenen Wirkungen. Damit verarbeitete er bereits 1933 ein Thema, welches Bröckers sechs Jahrzehnte später in einem Sachbuch aufgegriffen hat. Perutz versteht es, dieses Thema geschickt auf mehreren Ebenen darzustellen, einmal unmittelbar in einem der parallelen Erzählstränge und einmal mittelbar als denkbare Erklärung, dafür, dass überhaupt zwei parallele Geschichten existieren. Diese Selbstbezüglichkeit ist genial. Der Roman ist perfekt konstruiert, wie man es von Perutz gewohnt ist. Er enthält Visionen, Illusionen und politische Bezüge. Von den zwei Geschichten kann nur eine wahr sein. Für beide Varianten sprechen Indizien, die Perutz geschickt integriert hat. Die Perspektive ist die des Ich-Erzählers Georg Amberg. Protagonist Amberg sieht sich gezwungen, diese Widersprüche zu ertragen. Es gibt keine endgültige Antwort für ihn, aber das gilt auch für die Leser des Buches. Perutz ist ein hochkarätiger Meister der Erzählung. Der Roman lässt verschiedene Interpretationen zu und ist sehr zu empfehlen.

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