Produktbild: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung. Geschichte der Gouvernementalität I.

Sicherheit, Territorium, Bevölkerung. Geschichte der Gouvernementalität I. Geschichte der Gouvernementalität I. Vorlesungen am Collège de France 1977/1978

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.11.2006

Herausgeber

Michel Senellart

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

600

Maße (L/B/H)

17,8/10,9/4 cm

Gewicht

355 g

Farbe

Dunkellila

Auflage

8. Auflage

Originaltitel

Sécurité,Territoire et Population

Übersetzt von

Claudia Brede-Konersmann + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-29408-6

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.11.2006

Herausgeber

Michel Senellart

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

600

Maße (L/B/H)

17,8/10,9/4 cm

Gewicht

355 g

Farbe

Dunkellila

Auflage

8. Auflage

Originaltitel

Sécurité,Territoire et Population

Übersetzt von

  • Claudia Brede-Konersmann
  • Jürgen Schröder

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-29408-6

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Produktbild: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung. Geschichte der Gouvernementalität I.
  • "Allgemeine Perspektive der Vorlesung: Die Untersuchung der BioMacht. – Fünf Vorschläge zur Analyse der Machtmechanismen. – Rechtssystem, Disziplinarmechanismen und Dispositive der Sicherheit. Zwei Beispiele: a) die Bestrafung des Diebstahls; b) die Behandlung von Lepra, Pest und Pocken.

    Allgemeine Züge der Sicherheitsdispositive (2): Das Verhältnis zum Ereignis: Die Kunst des Regierens und die Behandlung des Aleatorischen. – Das Problem des Nahrungsmangels im 17. und 18. Jahrhundert. – Von den Merkantilisten zu den Physiokraten. – Unterschiede zwischen Sicherheitsdispositiv und Disziplinarmechanismus in der Art, das Ereignis zu behandeln. – Die neue gouvernementale Rationalität und die Emergenz der »Bevölkerung«. – Schlußfolgerung zum Liberalismus: Die Freiheit als Ideologie und Regierungstechnik.

    Allgemeine Züge der Sicherheitsdispositive (3): Die Normalisierung. – Normation [normation] und Normalisierung. – Das Beispiel der Epidemie (die Pocken) und die Impfkampagnen im 18. Jahrhundert. – Emergenz neuer Begriffe: Fall, Risiko, Gefahr, Krise. – Die Normalisierungsformen in der Disziplin und in den Sicherheitsmechanismen. – Einsetzung einer neuen politischen Technologie: die Regierung der Bevölkerungen. – Das Problem der Bevölkerung bei den Merkantilisten und den Physiokraten. – Die Bevölkerung als Operator von Transformationen in den Wissensarten: Von der Analyse der Reichtümer zur politischen Ökonomie, von der Naturgeschichte zur Biologie, von der allgemeinen Grammatik zur historischen Philologie.

    Das Problem der »Regierung« im 16. Jahrhundert. – Multiplizität der Regierungspraktiken (Leitung des Selbst [gouvernement de soi], Seelenführung [gouvernement des âmes], Lenkung der Kinder [gouvernement des enfants] usw.) – Das spezifische Problem der Regierung des Staates. – Der Stein des Anstoßes für die Regierungsliteratur: Der Fürst von Machiavelli. – Kurze Rezeptionsgeschichte des Fürsten bis ins 19. Jahrhundert. – Die Kunst des Regierens, unterschieden vom einfachen Geschick des Fürsten. – Beispiel für diese neue Kunst des Regierens: Le Miroir politique von Guillaume de La Perrière (1555). – Eine Regierung, die ihr Ziel in den zu lenkenden »Dingen« sieht. – Rückzug des Gesetzes zugunsten verschiedener Taktiken. – Die historischen und institutionellen Hindernisse für die Anwendung dieser Kunst des Regierens bis zum 18. Jahrhundert. – Das Problem der Bevölkerung als wesentlicher Faktor bei der Aufhebung der Blockade der Regierungskunst. – Das Dreieck Regierung–Bevölkerung–politische Ökonomie.

    Warum die Gouvernementalität untersuchen? – Das Problem des Staates und der Bevölkerung. – Erinnerung an das Gesamtprojekt: Dreifache Umstellung der Analyse hinsichtlich a) der Institution, b) der Funktion, c) des Objekts. – Thema der diesjährigen Vorlesung. – Elemente einer Geschichte des Begriffs »Regierung«. Sein semantisches Feld vom 13. bis zum 15. Jahrhundert. – Die Idee der Regierung der Menschen [gouvernement des hommes]. Ihre Quellen: A) die Organisation einer pastoralen Macht im vorchristlichen und christlichen Orient; B) die Gewissensleitung.

    Analyse des Pastorats (Fortsetzung). – Das Problem der Beziehung Hirte–Herde in der Literatur und im griechischen Denken: Homer, die pythagoreische Tradition. Seltenheit der Hirten-Metapher in der klassischen politischen Literatur (Isokrates, Demosthenes). – Eine wichtige Ausnahme: Platons Politikos. Der Gebrauch der Metapher in den anderen Texten Platons (Kritias, Nomoi, Politeia). Die Kritik an der Idee eines Hirten-Magistrats im Politikos.

    Analyse des Pastorats (Schluß). – Spezifität des christlichen Pastorats im Vergleich zu den orientalischen und hebräischen Traditionen. – Eine Kunst, die Menschen zu regieren. Ihre Rolle in der Geschichte der Gouvernementalität.

    Der Begriff des »Verhaltens«. – Die Krise des Pastorats. – Die Verhaltensrevolten im Feld des Pastorats.

    Von der Pastoral der Seelen zur politischen Regierung der Menschen. – Allgemeiner Kontext dieser Transformation: Die Krise des Pastorats und die Aufstände des Verhaltens im 16. Jahrhundert.

    Die Staatsräson (2): Ihre Definition und Hauptmerkmale im 17. Jahrhundert. – Das neue Modell der durch die Staatsräson implizierten historischen Zeitlichkeit.

    Die Staatsräson (3). – Der Staat als Verständnisprinzip und als objektives Prinzip. – Die Funktionsweise dieser gouvernementalen Vernunft: A) In den theoretischen Texten. Die Theorie der Erhaltung des Staates. – B) In der politischen Praxis. Das Konkurrenzverhältnis zwischen den Staaten.

    Das zweite Ensemble von Techniken, die für die neue Regierungskunst charakteristisch sind: die Polizei.

    Die Polizei (Fortsetzung). – Delamare. – Die Stadt, Ort der Entfaltung der Polizei. Polizei und städtische Regelung.

    Die Bestandteile der neuen Regierungskunst: Wirtschaftspraxis, die Führung der Bevölkerung, Recht und Achtung der Freiheiten, Polizei mit Unterdrückungsfunktion."