Werkausgabe Walther Rode. Band 1-4
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
02.10.2006
Herausgeber
Gerd BaumgartnerVerlag
Löcker VerlagSeitenzahl
1500
Maße (L/B/H)
22/14,8/13,7 cm
Gewicht
2467 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-85409-448-7
Für die Zeitgenossen wie Kurt Tucholsky oder Anton Kuh stand es außer Zweifel: Walther Rode gehörte zu den ganz großen der literarischen Zunft - ein unbestechlicher und unerbittlicher Kritiker seiner Zeit, der Justiz und der Politik, ein glänzender Stilist und treffsicherer Satiriker. Walther Rodes Buch »Knöpfe und Vögel« (1931) stellte Kuh in eine Reihe mit den Werken von Theophrast, Montaigne und la Bruyére. Rodes Bücher, verfemt, verboten und verbrannt, fielen dem nationalsozialistischen Terror zum Opfer. Es ist daher an der Zeit, sie wiederzuentdecken.
Walther Rode (ursprünglich Rosenzweig), 1876 in Czernowitz geboren, studierte Rechtswissenschaften in Czernowitz und Wien und war ab 1905 als Anwalt und Strafverteidiger mit eigener Kanzlei in Wien tätig. Als Verteidiger führte er eine Reihe Aufsehen erregender Strafsachen und politischer Prozesse. Diese praktische Erfahrung mit der Justiz verarbeitete er in ersten Veröffentlichungen. Im Ersten Weltkrieg war Rode Ermittlungsrichter am Kriegsgericht Laibach, nach 1915 war er wieder in Wien. Aufgrund seiner Tätigkeit kam er immer wieder in Konflikt mit den Gerichten, vor allem dem Obersten Gerichtshof. Weitere publizistische Arbeiten veröffentlichte er in Zeitschriften und Tageszeitungen und später in Sammelbänden, wodurch sich freundschaftliche Beziehungen mit Anton Kuh, Roda Roda, Leo Perutz, Joseph Roth und Franz Blei ergaben. Eine Satire gegen das Beamtentum führte zum Boykott seiner Kanzlei, die er 1928 schließen musste. Rode übersiedelte in die Schweiz und war dort Korrespondent des Prager Tagblatts beim Völkerbund in Genf. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten in Deutschland war er Mitarbeiter zahlreicher Exilzeitschriften; seine Beiträge erschienen 1934 gesammelt unter dem Titel »Deutschland ist Caliban« in Zürich. Walther Rode starb im August 1934 in Comologno/Tessin.
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