Produktbild: América

América Roman

Aus der Reihe galleria
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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

25957

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.11.2006

Verlag

dtv

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

19,3/12,4/2,7 cm

Gewicht

296 g

Farbe

Hellblau / Mokka

Auflage

17. Auflage

Originaltitel

The Tortilla Curtain

Übersetzt von

Werner Richter

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-20935-9

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Keiner schreibt so anspruchsvoll und lustig über Freaks und Utopisten, reale Persönlichkeiten (Kinsey, Kellogg, Wright) und historische Ereignisse. ("Playboy")
Unglaublich spannendes & ehrliches Buch. ("Freizeit (Kurier)")
In ›América‹ erzählte T.C. Boyle schon vor 20 Jahren aufwühlend intensiv von mexikanischen Migranten in Kalifornien. ("Hessische/Niedersächsische Allgemeine")

Produktdetails

Verkaufsrang

25957

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.11.2006

Verlag

dtv

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

19,3/12,4/2,7 cm

Gewicht

296 g

Farbe

Hellblau / Mokka

Auflage

17. Auflage

Originaltitel

The Tortilla Curtain

Übersetzt von

Werner Richter

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-20935-9

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: GPSR Kontakt

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  • Bewertung

    5/5

    02.03.2022

    Buch (Taschenbuch)

    América liest man mit einer Hand...

    América liest man mit einer Hand vor Augen, an der man dann doch vorbeispinkst, weil man einfach wissen MUSS wie es weitergeht, obwohl man die Tragik kaum mehr aushält. Ein sehr sensibles Thema, großartig beschrieben. T.C. Boyle ist immer eine Empfehlung wert!

  • Bewertung

    5/5

    28.01.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Wie so oft schafft es Boyle Ironie...

    Wie so oft schafft es Boyle Ironie und Ernsthaftigkeit so ineinander zu verstricken, dass der Leser/in nicht weiß, ob es zum Lachen oder Weinen ist. Die Geschichte spielt an der amerikanisch mexikanischen Grenze und ist so aktuell, bitter und böse, aber auch komisch, einfach gut.

  • Bewertung

    aus Wien

    5/5

    16.07.2019

    Buch (Taschenbuch)

    América

    Mitte der 90er Jahre geschrieben und unheimlich aktuell. Mexikanische Immigranten versus amerikanische Mittelschicht. Liest sich wie Science Fiction, ist aber harte Realität. Packend geschrieben. Macht nachdenklich und betroffen.

  • Xirxe

    aus Bad Pyrmont

    5/5

    21.10.2015

    Buch (Taschenbuch)

    1995 wurde dieses Buch…

    1995 wurde dieses Buch geschrieben, doch würde man es heute veröffentlichen, hätte vermutlich niemand Zweifel daran, dass es ein höchst aktuelles Werk ist. Denn nichts, absolut nichts hat sich seitdem verändert. Stattdessen existiert dieses beschriebene Szenario mittlerweile ebenso bei uns, wenn auch vielleicht noch nicht in dieser extremen Form. Boyle beschreibt in einem Zeitraum eines halben Jahres die Leben zweier Familien, die unterschiedlicher kaum sein könnten, obwohl die räumliche Distanz zwischen ihnen nur gering ist. Delaney, "liberaler Humanist ohne Verkehrssündenregister...", lebt in einer komfortablen Vorortwohnanlage von Los Angeles irgendwo in den Bergen, zusammen mit seiner Frau, deren Sohn, zwei Hunden und einer Katze. Cándido hingegen kam drei Wochen zuvor mit seiner jungen Frau aus Mexiko auf der Suche nach Arbeit und einem besseren Leben. Nun hausen sie unweit von Delaneys Vorortsiedlung in einem Canon in einem behelfsmäßigen Unterschlupf und versuchen, genügend Geld zu verdienen um sich eine Wohnung leisten zu können. Die Wege der Beiden kreuzen sich, als Delaney Cándido anfährt, ihn mit 20$ 'abfindet' und danach versucht, mit seinem schlechten Gewissen klar zu kommen. Boyle zeigt hier kein Schwarz-Weiß-Schema auf, sodass man vielleicht mit der einen Seite mitleidet und der anderen ihr Unglück gönnt. Delaney, der klar der Bevorzugte ist, ist kein schlechter Mensch. Er wie auch seine Frau denkt liberal, ist umweltbewusst, voller Mitgefühl für die Armen dieser Welt, Mitglied beim Kinderhilfswerk undundund. Doch als seine Prinzipien herausgefordert werden und er ungewollt direkt in Kontakt mit den Armen dieser Welt gerät, sind seine Angst und Verunsicherung größer als die Standhaftigkeit seiner Werte. Sind die Mexikaner nicht doch alle Verbrecher? Verdrecken sie nicht die Natur, verstoßen immer wieder auf's Neue gegen Gesetze? Je öfter er mit diesem Anderen konfrontiert wird, desto größer wird die Furcht. Und seine Wut über die Widersprüchlichkeit seines Denkens und Handelns steigt und sucht sich ein Ventil... Aber auch die bedauernswerten Mexikaner sind nicht nur bemitleidenswerte Menschen, denn wie überall auf der Welt gibt es hier ebenso Kriminelle, die nicht dabei zögern, auch noch den Ärmsten ihr letztes Hab und Gut zu rauben. Dennoch wird klar: Wer nichts hat, muss nicht nur um Arbeit betteln, sondern tagtäglich um sein Leben kämpfen. Denn selbst die Natur stellt sich den Menschen in den Weg... Es ist ein unglaublich gutes, aber dennoch äußerst deprimierendes Buch, denn es zeigt den Zustand unserer Welt überdeutlich: Die Wohlhabenden wollen wohlhabend bleiben und bis auf mehr oder weniger größere Almosen nichts davon abgeben. Und die Armen, die sich ebenfalls etwas mehr Wohlstand wünschen, müssen dafür ihr Leben auf's Spiel setzen.

  • Leserin X

    aus Wien

    4/5

    11.12.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Der amerikanische Alptraum

    Auch ich fand das Buch erschreckend zeitgemäss. Boyle beschreibt präzise und nicht fad die Welt eines "liberalen Humanisten", von dem man ab der ersten Zeile weiss, dass er das nicht ist, es aber wohl zu sein glaubt. Der lebt mit seiner Ehefrau, einer erfolgsgierigen Maklerin, und deren Sohn in einer Stepford-artigen Siedlung am Rande von Los Angeles, mit ebensolchen Leuten. Und er ist Naturliebhaber. Parallel dazu, immer wieder überkreuzend, die Welt des Paares aus Mexiko, das nichts hat und im Canyon kampiert. Die Beschreibung der Stepford-Leute ist genial, nie nie möchte man solche Menschen treffen müssen, und doch gibt es sie nicht nur in Boyles Buch aus den 90s, sondern mittlerweile auch in Europas Vorstädten. Von Mülltrennung bis zu Menschenrechten den modernen liberalen Werten verpflichtet, nur ist nichts davon "echt", sondern bloss eine Form des amerikanischen Kapitalismus, der eben weder liberal noch humanistisch ist. Die Geschichte der Mexikaner wird jedoch spätestens ab dem Moment, als er sich in diesem Latino Vorort, in dem Lokale etc gibt, die von Landsleuten betrieben werden, wieder berauben lässt und sie dann - gegen den Wunsch der schwangeren America - zurück in den Canyon gehen, unglaubwürdig. Ab da gibt es nur noch Masochismus, Masochismus und Wiederholung, Wiederholung, bis die Schlammlawine fast wie eine Erlösung über alle kommt. Hier auch ein Kritikpunkt: Boyle beschreibt virtuos das Weltbild des Kapitalismus, in dem letztlich alle demselben Traum hinterherhecheln, aber - Absicht oder nicht - ohne Alternative. Den Mexikanern billigt er Menschlichkeit zu, aber nichts Subversives oder Kreatives oder sonstwie Eigenständiges. Und alle Beziehungsmodelle sind durchwegs konservativ - die Ehe der beiden, die geschiedene Mutter Kyra´s, die sich an den ungustiösen Nachbarn mit der Fussfessel wirft, America ist sehr jung und geht in keinem Punkt ihren eigenen Weg, es gibt keine "Ausreißer", keine unangepassten Leute. Und ob das Ende versöhnlich ist wie manche meinen, naja, das kann man diskutieren. Hätte der Naturliebhaber dem Mexikaner die Hand zu Rettung hingestreckt, vielleicht. So ist eben wieder die Menschlichkeit auf Seiten Mexikos. Vielleicht gibt es ja Wunder, ansonsten heisst es weiter: Manche Menschen ändern sich nie (Schlussstatement in: Die fetten Jahre sind vorbei).

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