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Überzeugungen Eine politische Biografie

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.01.2007

Abbildungen

mit Fotos und Dok. sowie 32 meist farbige Fotosotaf. 22,5 cm

Verlag

Styria Premium in Verlagsgruppe Styria GmbH & Co. KG

Seitenzahl

366

Maße (L/B/H)

22,4/14,7/3,4 cm

Gewicht

640 g

Auflage

3

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-222-13195-0

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.01.2007

Abbildungen

mit Fotos und Dok. sowie 32 meist farbige Fotosotaf. 22,5 cm

Verlag

Styria Premium in Verlagsgruppe Styria GmbH & Co. KG

Seitenzahl

366

Maße (L/B/H)

22,4/14,7/3,4 cm

Gewicht

640 g

Auflage

3

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-222-13195-0

Herstelleradresse

Styria Premium in Verlagsgruppe Styria GmbH & Co. KG
Lobkowitzplatz 1
1010 Wien
Österreich
Email: office@styriabooks.at
Url: www.styriabooks.at
Telephone: +43 1 51288080

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Politik braucht ein Gewissen

Mario Pf. aus Oberösterreich am 14.05.2008

Bewertungsnummer: 581842

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Als Gewissen der Nation hat der lang gediente Nationalratspräsident Dr. Heinz Fischer 2004 den Präsidentschaftswahlkampf gegen die spätere EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner gewonnen. Schon 2006 wurde Fischer dann in einer Umfrage des Nachrichtenmagazins News zum beliebtesten Österreicher des Jahres gewählt. Ob er das seinen ebenfalls 2006 erschienenen "Überzeugungen" zu verdanken hatte? Wer weiß, zumindest brachten diese ihm sicher einen Popularitätsschub und im Ranking vor Natascha Kampusch. Eine politische Biografie kann sehr vieles sein, eine kommentierte Schilderung der politischen Karriere kommt einem bei dieser Bezeichnung natürlich zuerst in den Sinn. Zum Teil sind Heinz Fischers "Überzeugungen" das auch, aber sie vereinen ebenso diverse Reden und Texte aus mehr als vier Jahrzehnten seiner politischen Tätigkeit (von einem Schüleraufsatz über einen Parlamentsbesuch, bis zur Eröffnungsrede der Salzburger Festspiele 2006), mit einer im Sommer 2006 geführten Interviewserie zwischen ihm und dem ehemaligen Kreisky-Kabinettchef Dkfm. Alfred Reiter. Als 1938 geborener ist Fischer noch ein echter 68er und so widmete er sich etwa in seinem Aufsatz "Die Verbrechen Stalins" und späteren Texten dem Gedankengang ob ein Zweck auch die Mittel heiligen kann. Fischer kommt zur Schlussfolgerung, dass er das nicht kann und man diese "Erpressung mit der einzigen Alternative" mit allen Mitteln vermeiden sollte, womit er sich auch gegen die Todesstrafe bekennt. Als Zugführer der Reserve und einer der einst ersten Präsenzdiener bekennt sich Fischer mit einem kräftigen Ja zum Erhalt des Bundesheeres, ebenso wie zum Friedensprojekt EU, das einen Krieg zwischen EU-Mitgliedsstaaten schon heute fast gänzlich unmöglich gemacht hat, allerdings nicht ohne sich auch für den Erhalt der Neutralität zu bekennen. Verständlicherweise vertritt Fischer eine Friedenspolitik, die auch die Reform der UNO und vor allem des Sicherheitsrates fordert, denn Frieden sollte etwas anderes sein, als nur die idealen Bedingungen für das beliebige Schalten und Walten einer Supermacht. Zudem betrachtet er einen "internationalen Rechtsstaat" als Wünschenswert, der die Position der UNO stärken würde und erstmals die Handlungsfähigkeit global agierender Konzerne einschränken könnte. Es macht den Reiz von Politikerbiografien aus, wenn diese selbst zu sich und ihren Handlungen Stellung nehmen können, auch wenn man bestimmtes vielleicht angeblich besser weiß. Heinz Fischer ist dabei eine sehr interessante Gestalt in der österreichischen Politik, vor allem weil er vorwiegend repräsentative Ämter inne hatte und sich trotzdem weniger im öffentlichen Rampenlicht bewegte. Was hinter seinem Leitsatz der Politik mit einem Gewissen steckt, sind nun genau diese Überzeugungen, welche er mit seiner politischen Biografie vorgelegt hat. Im Wandel der Zeit hat Fischer Regierungen, von Kreisky bis Schüssel und Gusenbauer erlebt. Darüber hinaus sollte man nicht zuviel erwarten, immerhin dürfen aktive Politiker niemals den Kardinalsfehler begehen und bereits während ihrer Amtszeit mit großen Enthüllungen herauszuplatzen. So spart auch Heinz Fischer Kritik an seinen Kollegen aus, lässt Jörg Haider und BZÖ wie LIF beispielsweise sogar unerwähnt. Fazit: Grundsätzlich ein sehr theoretisches Werk, dem es aber gelingt, sehr eindeutig die Überzeugungen des Politikers Dr. Heinz Fischer zu vermitteln.

Politik braucht ein Gewissen

Mario Pf. aus Oberösterreich am 14.05.2008
Bewertungsnummer: 581842
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Als Gewissen der Nation hat der lang gediente Nationalratspräsident Dr. Heinz Fischer 2004 den Präsidentschaftswahlkampf gegen die spätere EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner gewonnen. Schon 2006 wurde Fischer dann in einer Umfrage des Nachrichtenmagazins News zum beliebtesten Österreicher des Jahres gewählt. Ob er das seinen ebenfalls 2006 erschienenen "Überzeugungen" zu verdanken hatte? Wer weiß, zumindest brachten diese ihm sicher einen Popularitätsschub und im Ranking vor Natascha Kampusch. Eine politische Biografie kann sehr vieles sein, eine kommentierte Schilderung der politischen Karriere kommt einem bei dieser Bezeichnung natürlich zuerst in den Sinn. Zum Teil sind Heinz Fischers "Überzeugungen" das auch, aber sie vereinen ebenso diverse Reden und Texte aus mehr als vier Jahrzehnten seiner politischen Tätigkeit (von einem Schüleraufsatz über einen Parlamentsbesuch, bis zur Eröffnungsrede der Salzburger Festspiele 2006), mit einer im Sommer 2006 geführten Interviewserie zwischen ihm und dem ehemaligen Kreisky-Kabinettchef Dkfm. Alfred Reiter. Als 1938 geborener ist Fischer noch ein echter 68er und so widmete er sich etwa in seinem Aufsatz "Die Verbrechen Stalins" und späteren Texten dem Gedankengang ob ein Zweck auch die Mittel heiligen kann. Fischer kommt zur Schlussfolgerung, dass er das nicht kann und man diese "Erpressung mit der einzigen Alternative" mit allen Mitteln vermeiden sollte, womit er sich auch gegen die Todesstrafe bekennt. Als Zugführer der Reserve und einer der einst ersten Präsenzdiener bekennt sich Fischer mit einem kräftigen Ja zum Erhalt des Bundesheeres, ebenso wie zum Friedensprojekt EU, das einen Krieg zwischen EU-Mitgliedsstaaten schon heute fast gänzlich unmöglich gemacht hat, allerdings nicht ohne sich auch für den Erhalt der Neutralität zu bekennen. Verständlicherweise vertritt Fischer eine Friedenspolitik, die auch die Reform der UNO und vor allem des Sicherheitsrates fordert, denn Frieden sollte etwas anderes sein, als nur die idealen Bedingungen für das beliebige Schalten und Walten einer Supermacht. Zudem betrachtet er einen "internationalen Rechtsstaat" als Wünschenswert, der die Position der UNO stärken würde und erstmals die Handlungsfähigkeit global agierender Konzerne einschränken könnte. Es macht den Reiz von Politikerbiografien aus, wenn diese selbst zu sich und ihren Handlungen Stellung nehmen können, auch wenn man bestimmtes vielleicht angeblich besser weiß. Heinz Fischer ist dabei eine sehr interessante Gestalt in der österreichischen Politik, vor allem weil er vorwiegend repräsentative Ämter inne hatte und sich trotzdem weniger im öffentlichen Rampenlicht bewegte. Was hinter seinem Leitsatz der Politik mit einem Gewissen steckt, sind nun genau diese Überzeugungen, welche er mit seiner politischen Biografie vorgelegt hat. Im Wandel der Zeit hat Fischer Regierungen, von Kreisky bis Schüssel und Gusenbauer erlebt. Darüber hinaus sollte man nicht zuviel erwarten, immerhin dürfen aktive Politiker niemals den Kardinalsfehler begehen und bereits während ihrer Amtszeit mit großen Enthüllungen herauszuplatzen. So spart auch Heinz Fischer Kritik an seinen Kollegen aus, lässt Jörg Haider und BZÖ wie LIF beispielsweise sogar unerwähnt. Fazit: Grundsätzlich ein sehr theoretisches Werk, dem es aber gelingt, sehr eindeutig die Überzeugungen des Politikers Dr. Heinz Fischer zu vermitteln.

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