Modellfall für Deutschland? Die Österreichlösung mit Staatsvertrag und Neutralität 1945-1955
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- Deutsch ausgewählt
129,00 €
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
05.01.2015
Abbildungen
25 Schwarz-Weiß- Abbildungen
Verlag
Studien VerlagSeitenzahl
1382
Maße (L/B/H)
24,1/17,2/7,6 cm
Gewicht
1998 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-7065-4062-9
Unter „Modellfall“ wird nicht nur die von Österreich freiwillig erklärte immerwährende Neutralität, sondern auch die Sicherung seiner territorialen Integrität und staatlichen Unabhängigkeit im Rahmen einer Vier-Mächte-Einigung verstanden. Aufgabe dieser umfassenden Studie war die Beobachtung der Entwicklung der Deutschland- und Österreichfrage (1945–1955) im Spiegel öffentlicher und interner Stellungnahmen von Diplomaten, Politikern, Geheim- und Nachrichtendiensten sowie Journalisten und die Rekonstruktion und Interpretation der wechselseitigen Abhängigkeiten beider Probleme. Michael Gehler schöpft aus deutschen, österreichischen, britischen, französischen, amerikanischen und eidgenössischen sowie Partei-Archiven und Politiker-Nachlässen und wertet zeitgenössisches publizistisches Material aus.
Ergebnis: Die Infragestellung des „Modellfalls“ Österreich war u. a. ideologisch und politisch motiviert. Nach heutigem Wissensstand kann angenommen werden, dass die sowjetische Österreichinitiative von 1955 v. a. auch auf Deutschland zielte. Im State Department wurde ein neutralisiertes Gesamtdeutschland nicht nur für denkbar, sondern auch für möglich gehalten, ohne die vielfach beschworenen sowjetischen Bedrohungsszenarios aus den Standardrepertoires des Kalten Kriegs zu strapazieren. Es durfte nicht offen ausgesprochen werden, aber das Beispiel Österreich wurde als Modell für Deutschland intern ernsthaft diskutiert. Es scheiterte weniger am fehlenden sowjetischen Willen, sondern mehr am europäischen Westen, für den die Teilung Deutschlands die bessere Lösung war. Bei dieser Entscheidung kam Konrad Adenauer eine Schlüsselrolle zu. Chronologie, Register und Verzeichnisse runden das Werk ab.
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