Produktbild: Memoiren einer unrealistischen Frau

Memoiren einer unrealistischen Frau Roman

2

11,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


  • Kostenlose Lieferung ab 30 € Einkaufswert
  • Versandkostenfrei für Bonuscard-Kund*innen

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.02.2005

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

19,1/11,6/1,5 cm

Gewicht

180 g

Auflage

1

Originaltitel

Mudakkirat imra’a gair waqiciya

Übersetzt von

Leila Chammaa

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-293-20319-8

Beschreibung

Rezension

»Ein schlankes, durchkomponiertes Buch über die Verwundungen weiblicher Identität in der arabisch-muslimischen Welt.« ("Badische Zeitung")
»Ausdrucksstark, prägnant und mit überraschenden Bildern kreist sie ihr Leben ein, benennt Zustände und Gefühle, Ängste, Verzweiflung, Zorn und Träume.« ("Luzerner Zeitung")
»Bissige Ironie und kritischer Realismus ergänzen sich mit metaphorisch lyrischen Stilelementen und lassen das ganze Dilemma einer arabischen Außenseiterin zwischen Anpassungszwang und Unabhängigkeitsstreben lebendig werden.« ("Der Tagesspiegel")
»Einen Großteil ihrer fein gesponnenen Erzählkunst, die die Romane ›Der Feigenkaktus‹ und ›Die Sonnenblume‹ prägte, hat Sahar Khalifa hier über Bord geworfen. Die ›Memoiren einer unrealistischen Frau‹ sind so radikal subjektiv und so intensiv emotional, dass es mitunter wehtut.« ("Sender DS Kultur")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.02.2005

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

19,1/11,6/1,5 cm

Gewicht

180 g

Auflage

1

Originaltitel

Mudakkirat imra’a gair waqiciya

Übersetzt von

Leila Chammaa

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-293-20319-8

EU-Ansprechpartner

Prolit
Siemensstr. 16|35463|Fernwald|DE
service@prolit.de

Herstelleradresse

Unionsverlag
Neptunstraße 20|8032|Zürich|CH
mail@unionsverlag.ch

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Almut Scheller-Mahmoud

    aus 21109 Hamburg

    5/5

    13.12.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Der Paradiesapfel

    Die Lektüre dieses kleinen Romans aus Palästina ist bedrückend, erdrückend und spiegelt sowohl die unterdrückende Gesellschaft als auch die Perspektive einer unterdrückten Frau wider. Es zeigt eine zersetzende Gewalt, die sich von „draußen“ nach drinnen in die Psyche, in das Selbstbild einer Frau verlagert. Handlungsort ist hier der „Nahe Osten“, aber man möge nicht in die Falle tapsen, dass es nicht anderswo ähnliche Mechanismen gibt und diese auch bei uns im Westen sehr wirkungsmächtig waren und etwas anders gelagert auch noch sind. Vielleicht anders verpackt, subtiler, nicht so „ehrenvoll“. Sahar Khalifa, selbst Palästinenserin mit Studienabschlüssen in den USA, ist der Schritt in die Freiheit gelungen, lässt die Protagonistin Afaf in der Ich- Form von ihrem Leben, ihren jugendlichen Träumen und der Realität erzählen. Es ist ein Psychogramm einer Frau, die sich aus einer Ehe mit einem ungeliebten Mann lösen will, ganz besonders, nachdem sie ihre Jugendliebe wieder getroffen hat. Der wie sie nicht glücklich verheiratet ist, aber die Situation anders, männlich eben, bewertet. Der Wunsch nach einem eigenen Leben wird immer wieder selbstgrüblerisch gestört durch die Fragen: womit könnte ich mein Geld verdienen, ohne Beruf. Das Verbleiben in der Komfortzone lockt. Aber Afaf will nicht mehr nur Zaungast des Lebens sein, sondern leben, über den Tellerrand ihrer kleinen Welt schauen. Sich im Spiegel selbst erkennen. Immer wieder wird ihr gepredigt: sei realistisch. Pass dich an, arrangiere dich, füge dich. Aber Afaf ist eben eine unrealistische Frau, der die gesicherte Abhängigkeit, die weiblichen Kaffeeklatschrunden, in denen es nur die Themen gibt wie Ehe, Scheidung, Skandal, Geburt, Unfruchtbarkeit, Männer, nicht ausreichten. In diesem Auf und Ab der Stimmungen und Hoffnungen spielen hintergründig gesellschaftliche und auch politische Elemente mit. Aber Afaf will sich nicht mehr vom Leid ihres Landes und seiner Menschen berühren lassen, ihr eigenes Leid ist ihr genug. Sie will die Gitterstäbe ihres Gefängnisse aufbrechen, die äußeren und die inneren. Gelingt ihr der Ausbruch, der Aufbruch? Immer wieder kurze Reminiszenzen an den Apfel - glänzend, rot, schön – Paradiesapfel – Fruchtbarkeits-, Liebes- und Glückssymbol. Honi soit qui mal y pense.

  • Almut Scheller-Mahmoud

    aus Hamburg

    5/5

    13.12.2023

    eBook (ePUB 3)

    Der Paradiesapfel. Die…

    Der Paradiesapfel. Die Lektüre dieses kleinen Romans aus Palästina ist bedrückend, erdrückend und spiegelt sowohl die unterdrückende Gesellschaft als auch die Perspektive einer unterdrückten Frau wider. Es zeigt eine zersetzende Gewalt, die sich von „draußen“ nach drinnen in die Psyche, in das Selbstbild einer Frau verlagert. Handlungsort ist hier der „Nahe Osten“, aber man möge nicht in die Falle tapsen, dass es nicht anderswo ähnliche Mechanismen gibt und diese auch bei uns im Westen sehr wirkungsmächtig waren und etwas anders gelagert auch noch sind. Vielleicht anders verpackt, subtiler, nicht so „ehrenvoll“. Sahar Khalifa, selbst Palästinenserin mit Studienabschlüssen in den USA, ist der Schritt in die Freiheit gelungen, lässt die Protagonistin Afaf in der Ich- Form von ihrem Leben, ihren jugendlichen Träumen und der Realität erzählen. Es ist ein Psychogramm einer Frau, die sich aus einer Ehe mit einem ungeliebten Mann lösen will, ganz besonders, nachdem sie ihre Jugendliebe wieder getroffen hat. Der wie sie nicht glücklich verheiratet ist, aber die Situation anders, männlich eben, bewertet. Der Wunsch nach einem eigenen Leben wird immer wieder selbstgrüblerisch gestört durch die Fragen: womit könnte ich mein Geld verdienen, ohne Beruf. Das Verbleiben in der Komfortzone lockt. Aber Afaf will nicht mehr nur Zaungast des Lebens sein, sondern leben, über den Tellerrand ihrer kleinen Welt schauen. Sich im Spiegel selbst erkennen. Immer wieder wird ihr gepredigt: sei realistisch. Pass dich an, arrangiere dich, füge dich. Aber Afaf ist eben eine unrealistische Frau, der die gesicherte Abhängigkeit, die weiblichen Kaffeeklatschrunden, in denen es nur die Themen gibt wie Ehe, Scheidung, Skandal, Geburt, Unfruchtbarkeit, Männer, nicht ausreichten. In diesem Auf und Ab der Stimmungen und Hoffnungen spielen hintergründig gesellschaftliche und auch politische Elemente mit. Aber Afaf will sich nicht mehr vom Leid ihres Landes und seiner Menschen berühren lassen, ihr eigenes Leid ist ihr genug. Sie will die Gitterstäbe ihres Gefängnisse aufbrechen, die äußeren und die inneren. Gelingt ihr der Ausbruch, der Aufbruch? Immer wieder kurze Reminiszenzen an den Apfel - glänzend, rot, schön – Paradiesapfel – Fruchtbarkeits-, Liebes- und Glückssymbol. Honi soit qui mal y pense.

Kundinnen und Kunden meinen

5

2

4

0

3

0

2

0

1

0

Bewertungen (2)

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Memoiren einer unrealistischen Frau