Rezension
»Die Situation der griechischsprachigen Minderheit und die Homosexuellen-Szene der Metropole Istanbul zeigen die Türkei, wie sie vielen noch unbekannt sein dürfte.« ("Spiegel online")
»Härte und Liebe, Vernichtung und Zärtlichkeit lässt Ahmet Ümit nicht nur in seinem Ermittler aufeinanderstoßen und miteinander kämpfen: Er zeigt die Spaltung des Landes und seines Rechtsbewusstseins, er hinterlässt interessierte, aufgeklärte Leserinnen und Leser. Allen Bibliotheken zu empfehlen.« ("Österreichisches Bibliothekswerk")
»Ein packender Thriller, der die Atmosphäre und die erbarmungslosen politischen Kämpfe in der Türkei der Achtzigerjahre hautnah dem Leser nahebringt.« ("Radio Bremen")
»Auch westliche Krimileser zwingt die Ambivalenz der Hauptfigur zum Nachdenken, sei es auch nur darüber, wie problemlos wir uns meist mit den unzähligen Kommissarinnen, Polizisten, mit Kommissaren befreundeten Dedektivinnen, ermittelnden Journalisten unserer Krimis identifizieren. Schon deshalb lohnt es sich, abgesehen von seinem unbestrittenen Unterhaltungswert, das Buch zu lesen.« ("Sektor Erziehung")
»Erlebte Rede und realistische Schilderung der sowohl geografisch als auch mental weit verzweigten Handlung hat Ahmet Ümit zu einer Krimisinfonie mit dem Risiko zur Lesesucht geformt. Sein Roman ist selbst eine literarisch-detektivische Untersuchung, in der grelle Spots auf einige Makel der türkischen Gesellschaft gerichet sind.« ("Der Standard")
»Ein literarisch und politisch ambitionierter Krimi.« ("St. Michaelsbund/Borromäusverein")
»Man greift nicht zu hoch, wenn man Ümit als türkischen Georges Simenon bezeichnet. Als unerbittlicher aber sympathischer Chronist seines Landes erteilt Ahmet Ümit hervorragenden Geschichtsunterricht über die heutige Türkei.« ("Kloster Einsiedeln")
»Ümit war kommunistischer Militanter und musste während des Militärputsches untertauchen. Literarisch schreiben konnte er erst, als er die Parteidogmen abgelegt hatte. Sein Ich-Erzähler Sedat zum Beispiel ist nicht nur Folterknecht, sondern auch als Ehebrecher leidenschaftlich, als Vater fürsorglich und als Ehemann verlässlich. Eine Weltanschauung, die das komplett erklären würde, gibt es nicht.« ("Kommune")
»Der spannende Thriller führt durch ein kosmopolitisches Istanbul, in verschiedene Milieus und in die jüngste Geschichte des türkischen Staates: Dabei verknüpft Ümit geschickt die Charakterstudie eines alternden Polizisten mit der Kritik an erstarrten Strukturen in Polizei und Geheimdienst. Das überraschende Ende verblüfft selbst hartgesottene Krimileser.« ("Märkische Allgemeine")