Totalität und Mitleid Richard Wagner, Sergej Eisenstein und unsere ethisch-ästhetische Moderne
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
01.03.2006
Verlag
SuhrkampSeitenzahl
278
Maße (L/B/H)
1,6/10,8/17,7 cm
Gewicht
172 g
Auflage
1 Auflage Originalausgabe
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-518-29365-2
1940 fand im Moskauer Bolschoj-Theater eine Aufführung statt, die als ein kultureller Höhepunkt des Hitler-Stalin-Pakts gedacht war: Richard Wagners
Walküre
in der Inszenierung von Sergej Eisenstein. Dank dessen subversiver Kraft wurde daraus kein faschistisch-kommunistisches Stelldichein, sondern ein Ereignis, in dem sich die großen politisch-ästhetischen Konfliktlinien der Moderne abzeichnen. Dieser irrlichternden Begegnung von Wagner und Eisenstein widmet Dieter Thomä einen großen Essay, in dem er jene Konfliktlinien bis in die Gegenwart fortzeichnet. Behandelt wird der Hang zum Gesamtkunstwerk ebenso wie der Ausgriff auf die politische »Totalität«. Doch findet sich bei Wagner und Eisenstein auch eine zarte Geste zur Rettung des Individuellen: eine kleine Verteidigung des »Mitleids«. So wird aus der historischen Trouvaille ein überraschend aktueller Kommentar zu einem Grundkonflikt der Moderne: dem Verhältnis zwischen Individuum und Allgemeinheit.
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