Produktbild: Von der Liebe und anderen Dämonen

Von der Liebe und anderen Dämonen Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

19217

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.02.2004

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

196

Maße (L/B/H)

19/12,5/1,4 cm

Gewicht

158 g

Farbe

Koralle / Bordeaux

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Del amor y otros demonios

Übersetzt von

Dagmar Ploetz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-16252-9

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

"In seiner unsäglich traurigen, schaurigen Liebes- und Leidenslegende aus ferner Vergangenheit, beschwört der alte Magier die Mächte der Finsternis herauf. Die bösen Geister der Dummheit, die Dämonen des Aberglaubens, der Bigotterie und des Hexenwahns. Ihr unschuldiges Opfer wird die kleine Sierva Maria sein."
(Der Spiegel)

Produktdetails

Verkaufsrang

19217

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.02.2004

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

196

Maße (L/B/H)

19/12,5/1,4 cm

Gewicht

158 g

Farbe

Koralle / Bordeaux

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Del amor y otros demonios

Übersetzt von

Dagmar Ploetz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-16252-9

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  • Igelmanu

    aus Mülheim

    5/5

    03.11.2017

    Buch (Taschenbuch)

    »Fürchten Sie nicht, sich zu…

    »Fürchten Sie nicht, sich zu verdammen?« »Ich glaube, ich bin es schon, aber nicht vom Heiligen Geist. … Ich habe schon immer geglaubt, daß der mehr auf die Liebe als auf den Glauben gibt.« Cartagena im ausgehenden 18. Jahrhundert. Sierva María de Todos los Angeles ist die einzige Tochter des Marqués de Casalduero. Von ihren nur um sich selbst kreisenden Eltern vernachlässigt, wächst sie unter den schwarzen Sklaven des Hauses auf, lernt ihre Sprache und Bräuche. Als sie mit 12 Jahren von einem tollwütigen Hund gebissen wird, besinnt sich der Vater erstmalig auf seine Tochter und beschließt, sie zu retten. Obwohl sie keine Anzeichen der Krankheit zeigt, wird sie einer Reihe von Ärzten und Heilern ausgesetzt. Als es ihr nach den Behandlungen richtig schlecht geht, kann es dafür nur eine Ursache geben: Besessenheit! Sierva wird in ein Kloster gebracht, in dem ihr die Dämonen ausgetrieben werden sollen. Mitten in all dem Wahnsinn zweifelt einzig ein Pater, dass in dem zarten Mädchen mit den wunderschönen Haaren tatsächlich der Teufel steckt. Und er zweifelt nicht nur, sondern verliebt sich auch noch. Gerade einmal 224 Seiten umfasst dieses Buch und präsentiert dem Leser doch eine richtig große Geschichte. Dem Autor gelingt das Kunststück, mit wenigen, aber auf den Punkt gewählten Worten, seine Charaktere und die Schauplätze so bildhaft und präzise zu beschreiben, dass man sie von der ersten Seite an vor Augen hat. Er spart nicht mit Kritik. Das Bild der adligen Gesellschaft, das er zeigt, zeugt von Dekadenz und Selbstsucht. Siervas Eltern baden sich in selbstgeschaffenen Problemen, jeder bemitleidet sich selbst am meisten und ist blind für die Sorgen der Mitmenschen. Die Existenz der Sklaven ist eine Selbstverständlichkeit und niemand kommt auf die Idee, die praktizierten Unmenschlichkeiten zu erkennen oder gar in Frage zu stellen. Und über allem schwebt der angeblich streng gelebte Katholizismus und die Inquisition. Grausam. Tragisch. Ich gestehe, dass mich die Geschichte sehr berührt hat. Und wütend gemacht hat sie mich - auch jetzt noch wühlt in mir der Zorn auf so manchen Charakter! Ein kurzes Buch und doch so intensiv geschrieben, dass es nachwirkt und die Gedanken immer wieder zur Handlung zurückkehren lässt. Fazit: Eine tragische Geschichte mit wunderschönen Worten erzählt. Sehr lesenswert!

  • Igelmanu66

    aus Mülheim

    5/5

    29.05.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine tragische Geschichte mit wunderschönen Worten erzählt

    »Fürchten Sie nicht, sich zu verdammen?« »Ich glaube, ich bin es schon, aber nicht vom Heiligen Geist. … Ich habe schon immer geglaubt, daß der mehr auf die Liebe als auf den Glauben gibt.« Cartagena im ausgehenden 18. Jahrhundert. Sierva María de Todos los Angeles ist die einzige Tochter des Marqués de Casalduero. Von ihren nur um sich selbst kreisenden Eltern vernachlässigt, wächst sie unter den schwarzen Sklaven des Hauses auf, lernt ihre Sprache und Bräuche. Als sie mit 12 Jahren von einem tollwütigen Hund gebissen wird, besinnt sich der Vater erstmalig auf seine Tochter und beschließt, sie zu retten. Obwohl sie keine Anzeichen der Krankheit zeigt, wird sie einer Reihe von Ärzten und Heilern ausgesetzt. Als es ihr nach den Behandlungen richtig schlecht geht, kann es dafür nur eine Ursache geben: Besessenheit! Sierva wird in ein Kloster gebracht, in dem ihr die Dämonen ausgetrieben werden sollen. Mitten in all dem Wahnsinn zweifelt einzig ein Pater, dass in dem zarten Mädchen mit den wunderschönen Haaren tatsächlich der Teufel steckt. Und er zweifelt nicht nur, sondern verliebt sich auch noch. Gerade einmal 224 Seiten umfasst dieses Buch und präsentiert dem Leser doch eine richtig große Geschichte. Dem Autor gelingt das Kunststück, mit wenigen, aber auf den Punkt gewählten Worten, seine Charaktere und die Schauplätze so bildhaft und präzise zu beschreiben, dass man sie von der ersten Seite an vor Augen hat. Er spart nicht mit Kritik. Das Bild der adligen Gesellschaft, das er zeigt, zeugt von Dekadenz und Selbstsucht. Siervas Eltern baden sich in selbstgeschaffenen Problemen, jeder bemitleidet sich selbst am meisten und ist blind für die Sorgen der Mitmenschen. Die Existenz der Sklaven ist eine Selbstverständlichkeit und niemand kommt auf die Idee, die praktizierten Unmenschlichkeiten zu erkennen oder gar in Frage zu stellen. Und über allem schwebt der angeblich streng gelebte Katholizismus und die Inquisition. Grausam. Tragisch. Ich gestehe, dass mich die Geschichte sehr berührt hat. Und wütend gemacht hat sie mich - auch jetzt noch wühlt in mir der Zorn auf so manchen Charakter! Ein kurzes Buch und doch so intensiv geschrieben, dass es nachwirkt und die Gedanken immer wieder zur Handlung zurückkehren lässt. Fazit: Eine tragische Geschichte mit wunderschönen Worten erzählt. Sehr lesenswert!

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