Nebenfolgen Analysen zur Konstruktion und Transformation moderner Gesellschaften
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
31.03.2006
Abbildungen
m. Abb.
Herausgeber
Stefan Böschen + weitereVerlag
VelbrückSeitenzahl
296
Maße (B/H)
14/22,1 cm
Gewicht
433 g
Auflage
1., Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-934730-02-1
Warnhinweis
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Ohne Zweifel gehört die Theorie reflexiver Modernisierung in den Kreis der populärsten Gegenwartsdiagnosen. In diesem Theoriegebäude, das Ulrich Beck in der Risikogesellschaft (1986) erstmals umrissen und seither in einer Vielzahl von Publikationen weiter ausgebaut hat, spielt die Denkfigur der Nebenfolgen eine zentrale Rolle: Es sind die (nicht-intendierten) Nebenfolgen erfolgreicher Modernisierungsprozesse, die zur Funktions- und Legitimationskrise der so genannten 'ersten Moderne' führen. An vielen Beispielen – etwa den neuen Risikolagen, der Erosion moderner Familienstrukturen oder der Arbeitsgesellschaft, der die (bezahlte) Arbeit ausgeht – läßt sich auch sinnfällig illustrieren, daß jene Nebenfolgen Produkte des Programms der Moderne sind. Nun könnte man einfach festellen: 'So what?'. Denn moderne Gesellschaften sind programmatisch Wandlungsgesellschaften.
Aber: Es sind genau diese Phänomene eines nebenfolgeninduzierten Wandels, welche nun die Rahmenbedingungen für den Wandel selbst in Frage stellen. Die durch die gelungene Durchsetzung der Modernisierungsprogrammatik erzeugten Effekte scheinen mit eben diesem Programm nicht mehr bewältigbar zu sein. Damit stellt das Nebenfolgentheorem einen zentralen Baustein in Becks Theorie sozialen Wandels dar. Gleichwohl bleibt dieses Theorem seltsam unbestimmt. Es fehlt an einer theoretischen, aber auch empirischen Überprüfung. Weder ist die Frage nach der theoretischen, historischen und empirischen Reichweite ausreichend geklärt noch liegt eine aufschlußreiche, präzise Analytik vor, die für weiterführende Arbeiten an und mit diesem Theorem notwendig wäre.
Eben dieser Aufgabe stellen sich die Herausgeber und AutorInnen dieses Bandes. Sie sind alle MitarbeiterInnen im Sonderforschungsbereich 'Reflexive Modernisierung', der seit etwa vier Jahren in unterschiedlichen Feldern an einer Prüfung, Konkretisierung und Weiterentwicklung der Theorie reflexiver Modernisierung arbeitet.
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