Produktbild: Begründen und Begreifen
Band 1689

Begründen und Begreifen Eine Einführung in den Inferentialismus

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

22730

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

25.05.2004

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

264

Maße (L/B/H)

17,7/10,8/1,8 cm

Gewicht

254 g

Farbe

Schwarz

Auflage

2

Originaltitel

Articulating reasons. An introduction to Inferentialism

Übersetzt von

Eva Gilmer

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-29289-1

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

22730

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

25.05.2004

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

264

Maße (L/B/H)

17,7/10,8/1,8 cm

Gewicht

254 g

Farbe

Schwarz

Auflage

2

Originaltitel

Articulating reasons. An introduction to Inferentialism

Übersetzt von

Eva Gilmer

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-29289-1

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

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  • Zitronenblau

    4/5

    17.09.2011

    Buch (Taschenbuch)

    Begriffe, Handlung und Pragmatismus

    Brandoms "Begründen und Begreifen" ist eine Zusammenfassung seines Werks "Making it explicit". Daher würde ich es nicht als Einführung werten, da das Buch sehr verdichtet ist. Brandoms Ansatz folgt dem späten Wittgenstein. "Dieses Buch handelt vom Gebrauch und Gehalt von Begriffen." Wobei der Autor das Propositionale besonders hervorhebt. Mit der These "Der Gehalt wird durch den Akt erläutert und nicht andersherum" umschreibt er sein prgamatistisch angelegtes Programm. Daran ist erst einmal nichts Neues. Brandom führt daher den Begriff des semantischen Inferentialismus ein. Inferenz hat Primat vor der Referenz. Ich verstehe das so, dass Bedeutung im Sinne des Gehalts von Begiffen im sprachgemeinschaftlichen Raum der Feststellungen, Überzeugungen, Behauptungen und Urteile, im Spiel des Gebens und Verlangens von Gründen, Rechtfertigungen und Schlussfolgerungen in der sprachpraktischen Rolle der Begriffsverwendung konstituiert wird, die immer schon ein inferentiell-holistisches Netz von impliziten Begriffen darstellt. "Der Gebrauch jedes gehaltvollen Satzes beinhaltet eine implizite Festlegung auf die [...] Korrektheit der Inferenz, die von den mit diesem Satz assoziierten Umständen der angemessenen Verwendung auf die Folgen einer solchen Verwendung übergeht." Brandom will von der (ursprünglich) fregeschen Bedeutungstheorie weg, die sich referenziell und wahrheitsbezogen beschreibt. M. a. W.: das Was der Bedeutung wird durch das Wie des Gebrauchs im sozialen Kontext erschlossen. Daher distanziert er sich auch vom Begriff der geistigen Repräsentation (Abbilder) und bekennt sich zum "Geist-als-Lampe-Paradigma" - den Expressionismus, der im Explizitmachen impliziter Propositionen und Ausdrucksgehalte generell die "Kraft" in der intersubjektiven Kommunikation darstellt. "Ein solcher relationaler Expressisvismus wird sprachliche Performanzezn und die intentionalen Zustände, die durch sie ausgedrückt werden, jeweils als wesentliche Bestandteile eines Ganzes verstehen das nur in Begriffen ihrer Relation verständlich ist." Hinzu kommt die Normativität des Begrifflichen um im praktischen Begründen, wiewohl der Logik eine expressivistische Funktion zugewiesen wird, d.h. dass sie semantische Praktiken in Prinzipien umwandelt: "Normatives Vokabular spielt auf der praktischen Seite die gleiche expressive Rolle, die Konditionale auf der theoretischen Seite spielen." Ich denke, hier wird in gewisser Weise auf das regelgeleitete Handeln (und Sprechhandeln) hingedeutet, d.h. in den festgelegten Übereinstimmungen des Gebrauchs von Begriffen: "Die Sprachgemeinschaft legt den richtigen Gebrauch einiger Sätze fest, und damit auch der darin enthaltenen Wörter, und bestimmt auf diese Weise die korrekte Verwendungsweise aller übrigen Sätze, die mit diesen Wörtern ausgedrückt werden können." Brandom geht u. a. auf die Substitution/Ersetzung ein: "Zwei subsententiale Ausdrücke der gleichen grammatischen Kategorie teilen genau in dem Fall einen semantischen Gehalt, wenn ihre wechselseitige Substitution das pragmatische Potential jener Sätze [...] unverändert lässt..." Vom Urteil übernimmt Brandom die Kantische These, dass diese die kleinsten Einheiten darstellten, für die man kognitiv Verantwortung übernehmen könne. "Für Kant haben Begriffe die Form von Regeln." Den Begriff der Behauptung unterteilt er in die beiden Begriffe: Festlegung und Berechtigung. "Neben der festlegenden Dimension der Behauptungen der Behauptungspraxis gibt es auch noch die kritische Dimension, nämlich den Aspekt der Praxis, bei dem es um die Beurteilung der Richtigkeit jener Festlegungen geht. Abseits der kritischen Dimension findet das Konzept der Gründe keinen Halt." Leider ist Brandoms Theorie zu komplex, um sie hier angemessen und in Tiefe darzustellen.

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  • Produktbild: Begründen und Begreifen

  • Semantischer Inferentialismus und logischer Expressivismus



    Handlung, Normen und praktisches Begründen



    Verläßlichkeitstheorien - Einsichten und blinde Flecken



    Was sind singuläre Termini, und warum gibt es sie überhaupt?



    Ein sozialer Weg vom Begründen zum Repräsentieren



    Objektivität und die normative Feinstruktur der Rationalität