König Ödipus

König Ödipus

Tragödie

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Beschreibung

Die Stadt Theben leidet unter einer schweren Seuche. Als ihr König Ödipus das Orakel von Delphi aufsucht, prophezeit es die Rettung Thebens, sobald der Mörder des vorigen Königs Laos gefunden und bestraft worden ist. Während Ödipus nun unerbittlich versucht, die Wahrheit ans Licht zu bringen, entlarvt er sich Stück für Stück selbst als Täter. So enthüllen die Nachforschungen, dass Ödipus der Sohn Iokastes, seiner jetzigen Frau und Witwe des verstorbenen Königs ist. Nachdem ein Orakel ihr prophezeit hatte, dass ihr Sohn seinen Vater ermorden und seine Mutter heiraten wird, hatte sie ihn in den Bergen ausgesetzt. Doch obwohl sie bereits geglaubt hatte, so dem Orakelspruch entgangen zu sein, müssen Iokaste und Ödipus schließlich erkennen, dass Ödipus nicht nur seine Mutter heiratete, sondern auch unwissentlich im Streit seinen Vater erschlug. Während Iokaste diese schreckliche Wahrheit nicht ertragen kann und sich sofort das Leben nimmt, bestraft Ödipus sich, indem er sich blendet.
„König Ödipus“ gilt als Meisterwerk Sophokles'. Wie in einem modernen Kriminalroman wird erst Stück für Stück die Wahrheit enthüllt, und ebenso gelangt auch die Hauptfigur erst nach und nach zur Erkenntnis über sich selbst. Zentral ist in dieser Tragödie das Spannungsfeld zwischen Mensch und Gottheit, wobei die Menschen trotz all ihrer Anstrengungen der Allmacht der Götter nicht entkommen können. Uraufgeführt wurde „König Ödipus“ im Jahr 425 v. Chr. im Rahmen eines Dichterwettstreits, des Agom. Mit „Ödipus“ und seinen bereits aus dem zweiten vorchristlichen Jahrtausend stammenden Motiven Vatermord, Mutterehe und Orakelspruch in Form eines Enthüllungsdramas inspirierte Sophokles zahlreiche Autoren über die Jahrtausende hinweg, so z.B. auch Schiller und Kleist.

Sophokles wurde 496 v. Chr. im attischen Demos Kolonos als Sohn eines wohlhabenden Unternehmers geboren. Er genoss eine sehr gute Erziehung und Ausbildung, verkehrte in Intellektuellenkreisen, übernahm bald verschiedene politische Ämter und wirkte im kulturellen und politischen Leben Athens mit.

Bereits als 25-jähriger gewann Sophokles die Dionysien, ein Wettstreit zwischen Dichtern im Dionysostheater, mit seiner Tetralogie Triptolemos . Auch seine weiteren Stücke wie Antigone , Philoktet und Ödipus wurden zu großen Erfolgen. Von seinem äußerst umfangreichen Werk sind leider nur sieben Tragödien überliefert. Sophokles gilt als Neuerfinder der attischen Tragödie: er führte den dritten Schauspieler ein, die Schauspieler für seine Stücke wurden passend zur Rolle ausgewählt, er erhöhte die Zahl der Chorsänger von 12 auf 15 und integrierte den Chor in das Stück, und außerdem wurde zum ersten Mal die Handlung durch Bühnenbilder verdeutlicht. Durch diese Neurungen wurde das Schauspiel lebendiger, spannender und dramatischer. Erstmals bei Sophokles wird der Mensch als Individuum mit all seinen Fehlern und die Götter nicht mehr nur verehrend dargestellt. Er gilt als Meister der tragischen Ironie, der gedanklichen Tiefe und sprachlichen Ausdruckskraft.

Im Alter von etwa neunzig Jahren ist Sophokles 406 oder 405 v. Chr. gestorben. Kurz nach seinem Tod wurde ihm zu Ehren eine Statue im Dionysostheater aufgestellt.

Details

ISBN

978-3-87291-181-0

Erscheinungsdatum

01.01.2018

Einband

Geheftet

Verlag

Hamburger Lesehefte

Beschreibung

Details

ISBN

978-3-87291-181-0

Erscheinungsdatum

01.01.2018

Einband

Geheftet

Verlag

Hamburger Lesehefte

Seitenzahl

61

Maße (L/B/H)

20,2/12,7/0,6 cm

Gewicht

58 g

Sprache

Deutsch

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Sophokles

Bewertung am 21.06.2021

Bewertet: Schulbuch (Geheftet)

Hölderlin hat in seinem "Sophokles" überschriebenen elegischen Distichon alles Nötige gesagt: Viele versuchten umsonst das Freudigste freudig zu sagen, Hier spricht endlich es mir, hier in der Trauer sich aus.

Sophokles

Bewertung am 21.06.2021
Bewertet: Schulbuch (Geheftet)

Hölderlin hat in seinem "Sophokles" überschriebenen elegischen Distichon alles Nötige gesagt: Viele versuchten umsonst das Freudigste freudig zu sagen, Hier spricht endlich es mir, hier in der Trauer sich aus.

Sophokles ist einfach super!

Alex am 21.06.2021

Bewertet: Schulbuch (Geheftet)

Wenn man an Sophokles, Shakespeare und andere bekannte literarische Persönlichkeiten denkt, erwartet man vielleicht etwas Langweiliges, oder wie manche Leute sagen:"Trockenes". Doch die Konflikte mit denen sie sich auseinander setzen sind hochinteressant und spannend, oft auch aktuell. Ich selbst las "König Ödipus" zusätzlich für eine freiwillige Hausaufgabe im Deutschunterrich(ich war die Einzige, die sie gemacht hat:-) ) und war total begeistert.

Sophokles ist einfach super!

Alex am 21.06.2021
Bewertet: Schulbuch (Geheftet)

Wenn man an Sophokles, Shakespeare und andere bekannte literarische Persönlichkeiten denkt, erwartet man vielleicht etwas Langweiliges, oder wie manche Leute sagen:"Trockenes". Doch die Konflikte mit denen sie sich auseinander setzen sind hochinteressant und spannend, oft auch aktuell. Ich selbst las "König Ödipus" zusätzlich für eine freiwillige Hausaufgabe im Deutschunterrich(ich war die Einzige, die sie gemacht hat:-) ) und war total begeistert.

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