Produktbild: Die blinde Eule
Band 1248

Die blinde Eule Roman

Aus der Reihe Bibliothek Suhrkamp
1

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

29.05.1997

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

171

Maße (L/B/H)

18,1/12/1,6 cm

Gewicht

227 g

Farbe

Weiß / Ozeanblau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Buf-e Kur

Übersetzt von

Anneliese Ghahraman-Beck + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-22248-5

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

29.05.1997

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

171

Maße (L/B/H)

18,1/12/1,6 cm

Gewicht

227 g

Farbe

Weiß / Ozeanblau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Buf-e Kur

Übersetzt von

  • Anneliese Ghahraman-Beck
  • Bahman Nirumand

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-22248-5

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
Deutschland
Email: verkauf@suhrkamp.de
Url: www.suhrkamp.de
Telephone: +49 30 7407440
Fax: +49 30 740744199

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Verstörend und sehr beeindruckend

katis zettelchen aus Salzburg am 03.02.2025

Bewertungsnummer: 2402119

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich habe zwar die englische Version gelesen, aber das Buch hat mich so beeindruckt, dass ich meine Rezension auch hier einstellen möchte. Verstörend ist die Thematik, beeindruckend die Form. Es geht um die dysfunktionale und gewaltreiche Beziehung eines Mannes zu seiner Frau. Der Plot an sich ist nicht kompliziert und recht kurz zusammengefasst, was ich hier natürlich nicht spoilern werde. Auch wenn einen die Handlung abstößt, sollte man trotzdem unbedingt zu ende lesen, denn die Form ist grandios. Der Mann ist der Ich-Erzähler, sehr introvertiert bewegt er sich zwischen Realität und Traumwelten, in denen auch die zeitliche Ebene nicht zuverlässig ist. Alles scheint gleichzeitig zu existieren, Vergangenheit und Gegenwart, die Charaktere überschneiden sich, tauchen leicht verändert wieder auf, Situationen wiederholen sich wortwörtlich, auch Gegenstände sind omnipräsent. Leider kenne ich mich in der persischen Kultur nicht so gut aus, daher kann ich nicht beurteilen, ob bestimmte Muster auch symbolische oder metaphorischen Bedeutung haben, aber ich werde einen iranischen Freund danach fragen. Der Roman funktioniert aber auch ohne dieses Wissen. Er hat mich an Franz Kafka, und ein bisschen an Carlos Ruiz Zafon und Edgar Allen Poe erinnert. Die Entstehungsgeschichte des Romans ist auch interessant. Der Autor, geboren 1903, stammt aus Teheran, wurde zum Studium nach Frankreich geschickt, was er abbrach, kehrte nach Teheran zurück, von da aus zog er nach Bombay. 1950 kehrte er nach Paris zurück, wo er sich das Leben nahm. Der Roman erschien 1936 in Bombay, im Iran erschien eine teilzensierte Version als Fortsetzungsroman von 1941-42 (der Roman ist in meiner Ausgabe nur 85 Seiten lang!), seit 2005 ist der Roman verboten.

Verstörend und sehr beeindruckend

katis zettelchen aus Salzburg am 03.02.2025
Bewertungsnummer: 2402119
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich habe zwar die englische Version gelesen, aber das Buch hat mich so beeindruckt, dass ich meine Rezension auch hier einstellen möchte. Verstörend ist die Thematik, beeindruckend die Form. Es geht um die dysfunktionale und gewaltreiche Beziehung eines Mannes zu seiner Frau. Der Plot an sich ist nicht kompliziert und recht kurz zusammengefasst, was ich hier natürlich nicht spoilern werde. Auch wenn einen die Handlung abstößt, sollte man trotzdem unbedingt zu ende lesen, denn die Form ist grandios. Der Mann ist der Ich-Erzähler, sehr introvertiert bewegt er sich zwischen Realität und Traumwelten, in denen auch die zeitliche Ebene nicht zuverlässig ist. Alles scheint gleichzeitig zu existieren, Vergangenheit und Gegenwart, die Charaktere überschneiden sich, tauchen leicht verändert wieder auf, Situationen wiederholen sich wortwörtlich, auch Gegenstände sind omnipräsent. Leider kenne ich mich in der persischen Kultur nicht so gut aus, daher kann ich nicht beurteilen, ob bestimmte Muster auch symbolische oder metaphorischen Bedeutung haben, aber ich werde einen iranischen Freund danach fragen. Der Roman funktioniert aber auch ohne dieses Wissen. Er hat mich an Franz Kafka, und ein bisschen an Carlos Ruiz Zafon und Edgar Allen Poe erinnert. Die Entstehungsgeschichte des Romans ist auch interessant. Der Autor, geboren 1903, stammt aus Teheran, wurde zum Studium nach Frankreich geschickt, was er abbrach, kehrte nach Teheran zurück, von da aus zog er nach Bombay. 1950 kehrte er nach Paris zurück, wo er sich das Leben nahm. Der Roman erschien 1936 in Bombay, im Iran erschien eine teilzensierte Version als Fortsetzungsroman von 1941-42 (der Roman ist in meiner Ausgabe nur 85 Seiten lang!), seit 2005 ist der Roman verboten.

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Die blinde Eule

von Sadeq Hedayat

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