• Produktbild: Geschlossene Gesellschaft
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Band 15769

Geschlossene Gesellschaft Stück in einem Akt

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

8330

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

04.05.1987

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

80

Maße (L/B/H)

18,7/11,2/0,9 cm

Gewicht

80 g

Farbe

Bordeaux

Auflage

61. Auflage, Neuübersetzung

Originaltitel

Huis clos

Übersetzt von

Traugott König

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-499-15769-1

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

8330

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

04.05.1987

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

80

Maße (L/B/H)

18,7/11,2/0,9 cm

Gewicht

80 g

Farbe

Bordeaux

Auflage

61. Auflage, Neuübersetzung

Originaltitel

Huis clos

Übersetzt von

Traugott König

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-499-15769-1

Herstelleradresse

Rowohlt Taschenbuch
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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  • Bewertung

    5/5

    19.10.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Da sind wir also

    Dante benötigte im Mittelalter dreiunddreißig Gesänge, um die Hölle zu schildern, Sartre genügte 1944 ein einziger Akt, ein einziger, verschlossener Raum, drei Menschen, die sich niemals zuvor begegnet sind, die im Leben um Anerkennung buhlten, immer auf die Urteile der anderen bedacht waren, und die jetzt, in der Hölle, nicht mehr in der Lage sind, diese Urteile geradezubiegen. Die jetzt sind, was sie waren, für immer und ewig. "Geschlossene Gesellschaft" ist kompakte, intensive und leicht zugängliche Philosophie/Psychologie, die zum Denken, Überdenken und nochmal-Lesen anregt!

  • blackbird

    aus Eilenburg

    5/5

    28.09.2009

    Buch (Taschenbuch)

    kurz, kompakt, tiefgründig…

    kurz, kompakt, tiefgründig und nachdenkenswert.. vor allem das nachwort, wo eine stellungnahme zum ausspruch "l'enfer, c'est les autres." ("die hölle, das sind die anderen.") zu finden ist, lässt viel über sich selbst nachdenken, denn da findet man sich selbst wieder.. wem geht es nicht so, dass man sich am ende für andere verbiegt, um zu wissen, wer man selbst ist??!!

  • Leopold Schikora,Therapeut und Dozent

    aus Bremen

    5/5

    17.09.2007

    Buch (Taschenbuch)

    Über das Individuum und das Kollektiv.

    Zwar sehr kurz aber sehr tief! So könnte man in einem Satz diese existenziallphilosophische und theatralisch dargebrachte Analyse der zwischenmenschlichen Beziehungen bezeichnen.Sartre meint keineswegs pauschal,daß die Anderen die Hölle sind,sondern daß die Abhängigkeit von den Anderen die Hölle erzeugt.Der oder die Andere kann mich nicht erfüllen:sie oder er kann nur teil an meiner eigenen Fülle haben und mit mir seine oder ihre Fülle teilen.Keiner kann mich glücklich machen,denn Glück das die Anderen scheinbar in mir erzeugen,verschwindet sofort wenn die Anderen weg sind.Anders ausgedrückt:zwei Vögel können nie die Schönheit eines Fluges erfahren,wenn sie aneinander gebunden,ja gefesselt oder gekettet sind.Das ist in der Tat die Hölle.

  • Lea

    4/5

    27.09.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Kurz und trotzdem auf den Punkt gebracht!

    "Geschlossene Gesellschaft", auch bekannt als "Huis Clos", ist ein existenzialistisches Drama von Jean-Paul Sartre, das in einem einzigen Raum spielt und die ewige Bestrafung dreier Charaktere im Jenseits thematisiert. Ines, Garcin und Estelle werden nach ihrem Tod in einem Raum eingeschlossen und müssen für immer miteinander existieren. Im Laufe des Stücks erkennen sie, dass sie selbst die Bestrafung füreinander darstellen. Sie spiegeln sich gegenseitig ihre tiefsten Unsicherheiten, ihre Schuld und ihre Unfähigkeit, sich den eigenen Fehlern zu stellen. Sartres berühmter Satz "Die Hölle, das sind die anderen" kommt hier besonders zur Geltung, da die Protagonisten ihre ewige Qual nicht durch äußere Umstände, sondern durch das ständige Urteil der anderen erleiden. Obwohl das mein erstes Buch von Sartre war, war ich überrascht, wie leicht verständlich es sich lesen ließ. Die Sprache ist klar und direkt, was das Buch sehr zugänglich macht, auch wenn es tiefgründige philosophische Themen behandelt. Die Dialoge sind scharf und präzise, ohne unnötige Ausschmückungen, was dem Stück eine gewisse Klarheit verleiht. Sartre schafft es, komplexe existenzialistische Ideen auf eine Art und Weise zu vermitteln, die mich direkt in die Dynamik zwischen den Charakteren hineingezogen hat. Besonders gefallen hat mir, wie kurz das Stück ist – es ist gerade einmal 60 Seiten lang. Die Art und Weise, wie Sartre das Thema Selbsttäuschung und die Abhängigkeit von der Meinung anderer aufgreift, hat mich wirklich zum Nachdenken gebracht. Die Idee, dass wir unser eigenes Gefängnis durch die Blicke und Urteile anderer schaffen, fühlte sich erschreckend aktuell und relevant an. Es war super interessant, sich mit diesen existentiellen Fragen auseinanderzusetzen. Sartre zwingt einen, sich selbst zu hinterfragen – inwieweit lassen wir uns von anderen definieren? Können wir uns wirklich von gesellschaftlichen Erwartungen befreien? Fazit: Sartres Pessimismus in Bezug auf zwischenmenschliche Beziehungen ist eindringlich, aber er bietet auch eine Möglichkeit, sich mit den eigenen Ängsten auseinanderzusetzen. "Geschlossene Gesellschaft" hat mir gezeigt, wie kraftvoll existenzialistische Philosophie in einer dramatischen Erzählform sein kann. ⭐⭐⭐⭐

  • Polar

    aus Aachen

    4/5

    14.07.2008

    Buch (Taschenbuch)

    In einem Zimmer

    Es gibt Stücke, die sind so zum Selbstläufer geworden, dass sie sich auf einen Satz reduzierten lassen: Die Hölle, das sind die anderen. Ein Schlüsselsatz des Existenzialismus, den wir nur allzu gerne aufgreifen, um das Leben abzuhaken. Sartre zeigt eins: Der Mensch hält es mit dem Menschen nicht aus. Eine Erkenntnis, die während eines Krieges gefaßt, nur allzu nachvollziehbar ist. Es gibt allerdings auch die Erkenntnis, dass man sich überall hin mitnimmt. In der Geschlossenen Gesellschaft steckt die Wahrheit, dass für jeden ein Zimmer bereitsteht, in dem man erwartet wird. Das Zimmer trägt man mit sich rum, richtet es ein, während man lebt. Die Abrechnung findet bei Sartre in einem merkwürdigen Hotel statt. Oder ist es gar kein Hotel? Ein Hospiz? Ein Altenheim? Die Hölle? Der Himmel? Über Glück oder Unglück entscheidet der Mensch nicht selber. Das Urteil spiegelt sich auf einer bewegten Wasseroberfläche, in den anderen ab, in denen, die auch noch da sind, in denen, die vergessen wurden, in denen, die zu viel mit auf den Weg bekommen haben. Auch in uns selbst. Die Geschlossene Gesellschaft ist das Spiegelkabinett der Seele. Hoffnungen und Niederlagen enden darin, dass nichts mehr bewegen wird, dass einem nur die Zeit bleibt, über alles immer und immer wieder nachzudenken.

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