Das Leben der Maria Stuart, einer der tragischen Gestalten der Weltgeschichte, der vom Schicksal früh »alles an irdischer Macht so mühelos in die Hände« gegeben wurde, ohne daß sie es zu halten verstand, hat schon bald nach ihrem Tod sehr unterschiedliche Darstellungen erfahren: vom »Hymnus, der sie wie eine Heilige verteidigte«, bis zum genauen Gegenteil. Sie war - soviel ist gewiß - eine anziehende, leidenschaftliche, kluge und stolze Frau, aber wohl weniger eine Königin, als die sie sich dennoch fühlte. »Wie war das eigentlich mit Maria Stuart? War sie wirklich am Mord ihres zweiten Gatten beteiligt, war sie es nicht?« Der Fall begann Stefan Zweig zu interessieren, als er im Britischen Museum zu London einen handschriftlichen Bericht über ihre Hinrichtung las. »Ich fragte nach einem wirklich verläßlichen Buch. Niemand konnte mir eines nennen, und so suchend und mich erkundigend geriet ich unwillkürlich hinein ins Vergleichen und hatte, ohne es recht zu wissen, ein Buch über Maria Stuart begonnen« ... So entstand diese bewundernswert intuitive und zugleich doch weitgehend objektive romanhafte Biographie.
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Bewertung
aus Witten
5/5
08.05.2010
Buch (Taschenbuch)
ein wunderschönes buch
von der ersten bis zur letzten seite spannung pur. die charactere von maria stuart und elisabeth werden beleuchtet. sehr empfehlenswert.
Fugu
5/5
06.08.2009
Buch (Taschenbuch)
Was für ein Leben!
Maria Stuart, eine tragische Königin. Ihr Leben fasziniert und schockiert. Stefan Zweig hat die Biogrofie dieser ungewöhnlichen Frau wunderbar geschrieben. Mich hat das Buch von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Erstklassig!
Knuddel
5/5
13.02.2007
Buch (Taschenbuch)
okay
Okay... kein kommentar....
Bories vom Berg
aus München
3/5
01.09.2016
Buch (Taschenbuch)
In meinem Ende ist mein…
In meinem Ende ist mein Anbeginn Der in Wien geborene Schriftsteller Stefan Zweig wird mit seinen Prosawerken auch heute noch sehr geschätzt, wobei neben seiner wohl bekanntesten Erzählung «Schachnovelle» insbesondere seine romanartigen Biografien typisch sind für ihn, das vorliegende, 1935 erschienene Buch «Maria Stuart» ist ein gutes Beispiel dafür. Die alte Erkenntnis, die besten Geschichten schreibe das Leben selbst, wird hier recht eindrucksvoll bestätigt, denn ein wahrhaft dramatisches historisches Geschehen bildet das erzählerische Gerüst für eine spannende Geschichte, die unzählige Male schon als Vorlage gedient hat in Theater, Film, Dichtung und Musik. Bei einem Besuch im Britischen Museum in London betrachtete der Autor im Oktober 1933 die dort ausgestellten Autografen. «Darunter war der handschriftliche Bericht über die Hinrichtung Maria Stuarts. Unwillkürlich fragte ich mich, wie war das eigentlich mit Maria Stuart?» schreibt er in seinen Erinnerungen. Und spontan begann Zweig mit intensiven Vorarbeiten zur literarischen Umsetzung dieses Stoffs, ein Jahr später war sein Buch fertig. Ihn reizte insbesondere die psychologische Problematik, die den Hintergrund bildet für die schicksalhaften Geschehnisse um die schottische Königin. Bei seinen Recherchen fiel ihm insbesondere die merkwürdige Polarisierung in der einschlägigen Literatur auf, die sie entweder als bedauernswertes Opfer oder als böswillige Anstifterin zum Gattenmord hochstilisiert hat. So ganz neutral ist auch Stefan Zweig nicht, er schildert in der ersten Hälfte der in 24 Kapitel plus Einleitung und Nachspiel erzählten Geschichte Maria Stuart als schottische Lichtgestalt, schön, klug, mutig, ehrgeizig, vielfach begabt. Sie kommt nach ihrer Rückkehr vom prunkvollen, schöngeistigen französischen Hof in ein ihr fremd gewordenes, raues Schottland. Politisch gibt es überall in Europa keinerlei Moral: «Um König zu werden, ermordete, vergiftete man seinen Vater, seinen Bruder, man warf Tausende unschuldiger Menschen in den Krieg, man räumte fort, man beseitigte, ohne nach Recht zu fragen […] Wenn es eine Krone galt, heirateten vierzehnjährige Knaben fünfzigjährige Matronen und unreife Mädchen großväterliche Greise.» Ein auch nur minimaler Ehrenkodex des Adels existiert nicht, und so wird auch die tragische Heldin in Komplotte verstrickt, als leidenschaftliche Liebe die Sinne der jungen Frau vernebelt und alle moralischen Bedenken übertönt. Das Ganze endet tragisch, wie man weiß, mehr möchte ich hier nicht ausplaudern. Denn wie der Autor war auch ich als Leser fasziniert von dieser Tragödie, deren nähere Umstände mir jedoch nicht vertraut waren. Warum kam es soweit, wie es gekommen ist? War Maria Opfer oder Täterin? Man kennt meist nur das blutige Ende, nicht die Wirrungen und Ränkespiele, die dorthin geführt haben. In einem melancholischen Duktus geschrieben, resignativ geradezu, ist dies eine personalisierte Darstellung historischen Geschehens, die in ihrer Tragik an antike Vorbilder erinnert und bei Shakespeare im Hamlet ganz ähnlich thematisiert wurde. Das Glück, nach dem der Mensch sucht, scheitert, oft zum Greifen nahe, an den widrigen äußeren Umständen, die Protagonisten werden Opfer ihrer charakterlichen Schwächen, stehen sich selbst im Wege. Eitelkeit, Hochmut, falscher Stolz, Zaghaftigkeit, Ehrlosigkeit bringen sie ins Straucheln und führen sie ins Verderben. Wie Stefan Zweig das alles feinfühlig schildert, ist nicht nur bereichernd, sondern auch unterhaltend. Der gedrechselte, pathetische Schreibstil aber stört den Lesegenuss ebenso wie die machohafte Perspektive des Autors, und seine Parteilichkeit für Maria im Kampf gegen Elisabeth färbt suggestiv sogar auf den Leser ab, wie ich an mir selbst gemerkt habe. «En ma fine est mon commencement» hatte Maria Stuart als prophetisches Motto in einen Brokatstoff gestickt, und tatsächlich: Ihr Ende war ihr Anbeginn, es begründete katharsisartig den anhaltenden Mythos dieser historischen Figur.
Sandra
1/5
15.03.2007
Buch (Taschenbuch)
Gääääääähn
Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil ich mich für Frauen in der Geschichte interessiere. Und ich muss sagen, es ist wirklich spannend zu erfahren, wie Maria Stuart gelebt hat, wie sie zu dem geworden ist, was sie war . . . aber ganz ehrlich, so wie dieses Buch geschrieben ist, tritt das alles in den Hintergrund. Ich habe mich von Seite zu Seite gequält, weil das Buch so richtig trocken und langweilig geschrieben ist. Bei der Hälfte habe ich dann entnervt das Handtuch geschmissen und das Buch zur Seite gelegt. Ich bewundere jeden, der es schafft dieses Buch zu Ende zu lesen *g* Schade ist nur, dass ein Buch, das vom Thema her wirklich interessant ist, so langweilig geschrieben ist.
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