Dieser Brief-Roman war eine Sensation. Mit ihm wurde der 25-jährige Johann Wolfgang Goethe endgültig zum Star der Literaturszene. Eine ganze Generation, die individuelles Glück jenseits gesellschaftlicher Beschränkungen suchte, fand sich im Schicksal des unglücklichen Werther wieder – der am Ende zum Selbstmörder wird, weil seine schwärmerische Liebe in dieser prosaischen Welt unerfüllt bleiben muss.
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Bewertung
5/5
12.05.2026
Buch (Taschenbuch)
wundervoll
"Die Leiden des jungen Werther" ist einfach ein wundervoller Briefroman, welcher voller Poesie und in einem unglaublich schönen Stil geschrieben ist.
Zum Artikel selbst lässt sich sagen, dass man eben bekommt wofür man bezahlt. Nur denke ich, dass die Schrift für Seheingeschränkte etwas klein sein könnte. Ansonsten gibt es nichts weiter auszusetzen; sehr zu empfehlen.
Bewertung
5/5
26.07.2020
Buch (Taschenbuch)
Ein Muss
Der "Werther" ist ein genialer Briefroman und ein Paradebeispiel für den Sturm und Drang. Mit seinem hoffnungslos verliebten Protagonsiten, seinem Streben nach absoluter Autonomie und der Wortgewalt Goethes ein absolutes Muss für jeden Liebhaber.
Jakob B.
aus Laberweinting
5/5
08.12.2011
Buch (Taschenbuch)
Bestseller anno 1774
Der sensible, aussichtslos in Lotte verliebte Werther wählt den Freitod, weil seine Angebetete statt seiner Albert heiratet. Verfasst wurde dieser Briefroman von dem jungen Stürmer und Dränger Goethe, um seine seelischen Probleme nach der gescheiterten Liebe zu Charlotte Buff zu bewältigen. Nach der Veröffentlichung im Jahre 1774 wurde Goethe schlagartig berühmt, es brach der Werther-Kult aus und viele junge Verliebte kleideten sich wie die Romanfiguren. Manche haben so eine zu bezweifelnde Überlieferung ebenfalls aus demselben Motiv Suizid begangen. Auch heute noch genießt dieser Bestseller Aktualität und ist auf jeden Fall lesenswert, doch teilweise auch sehr emotional.
ray7
aus Tulln
5/5
22.12.2010
Buch (Taschenbuch)
Pflichtlektüre für jeden Heranwachsenden
Goethes sprachliche Genialität ist nicht in Frage zu stellen und sie kommt auch in diesem Werk zum Ausdruck, macht es zu einem packenden Buch, dass man nicht mehr aus der Hand legen will. Sprachliche Genialität ist aber nicht das einzige, das Goethe auszeichnet. Das Erzählen in Briefform zeigt einmal mehr seine Vielseitigkeit in der Wahl der literarischen Formen, die ihn zum größten deutschen Dichter aller Zeiten macht.
Katja Kaygin
aus Hamburg / Oberhausen
5/5
13.11.2006
Buch (Taschenbuch)
Ein Buch, das Goethe über Nacht berühmt werden ließ
Der Roman ist größtenteils in Briefform geschrieben, die Werther an seinen Freund Wilhelm richtet. Werther berichtet Wilhelm von dem Dorf Wahlheim, in welchem er lebt, die Natur betrachtet, zeichnet und zunächst niemanden findet, der seine empfindsame, literarische Seele versteht. Bis er auf der Fahrt zu einem Tanzvergnügen zum ersten Mal Lotte sieht. Eine junge Frau, die als älteste Tochter eines verwitweten Amtsmannes, die Mutterrolle übernommen hat und Werther durch ihre liebreizende Art sofort anzieht. Lotte gesteht Werther, dass sie eine Schwäche für Romane hat und so ist es um den träumenden Werther schon vor dem Tanzen geschehen.
Auf der Festlichkeit gibt Lotte Werther zu verstehen, dass sie herzlich gerne Deutsch tanze, ein Tanz bei dem jedes Paar, das zusammengehört, beim Deutschen zusammenbleibt. Als die beiden dann tanzend an einer Frau vorbei kommen, macht diese Lotte mit einer leicht drohenden Handbewegung auf Albert aufmerksam. Wer ist Albert? fragt Werther Lotte und sagt ihm dann kurz darauf Was soll ichs Ihnen leugnen...Albert ist ein braver Mensch, dem ich so gut als verlobt bin.... Mit dem so gut als ob nährt sie Werthers Hoffnung, der bereits an diesem Tage furchtbar verliebt in sie ist, was auch durch die Darstellung des hereinbrechenden Unwetters nach dem Tanze noch untermalt wird.
Nach kurzer Zeit kommt Lottes Verlobter Albert zurück und ab dort ändern sich Werthers Gefühle mehr und mehr. Obwohl er Albert sehr schätzt, wird Werther erst jetzt richtig bewusst, dass Albert den Platz an Lottes Seite inne hat und nicht er. Die Dreierkonstellation ist für alle nicht sonderlich förderlich und so verlässt Werther zunächst Wahlheim, um bei einem Gesandten zu arbeiten. Aber sein Glück findet er hierdurch nicht und so kehrt er später nach Wahlheim zurück. Allerdings haben Lotte und Albert mittlerweile geheiratet.
Werther nimmt seine Beziehung mit Lotte wieder auf. Er beginnt aber mehr und mehr darunter zu leiden, dass Lotte nicht mehr für ihn zugänglich ist, so schreibt er zum Beispiel: ...Diese entsetzliche Lücke, die ich hier in meinem Busen fühle! Ich denke oft: wenn du sie nur einmal, nur einmal an dieses Herz drücken könntest, diese ganze Lücke würde ausgefüllt sein. Oder Wie mich ihre Gestalt verfolgt! Wachend und träumend füllt sie meine ganze Seele!... Eines Abends kurz vor Weihnachten kommt es zu der entscheidenden Begegnung: Lotte, die von Albert beauftragt wurde, Werther zu bitten, sie nicht mehr zu besuchen, bittet Werther ihr noch einmal aus dem Ossian vorzulesen. Werther, der bereits Tage zuvor an den Freitod gedacht hat, um seiner Leidenschaft ein Ende zu setzen, wird währenddessen von seinen Gefühlen übermannt, kniet vor ihr nieder und küsst Lotte. Lotte sagt ihm, dass sie ihn nicht wiedersehen will. Werther schreibt ihr einen Abschiedsbrief, leiht sich von Albert unter dem Vorwand einer Reise zwei Pistolen und erschießt sich. Allerdings ist er am nächsten Morgen noch nicht tot, sondern windet sich noch mehrere Stunden, bis er endlich stirbt.
- so die Meinung des alten Goethe über den Roman, der ihn im Alter von 25 Jahren berühmt machte. Viele von uns mußten dieses Buch im Deutschunterricht lesen, jetzt haben wir die Möglichkeit es neu zu lesen und zu genießen, oder besser, die Brandraketen - und das sind es - auf uns wirken zu lassen.
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