Zwei Fallberichte »Schreber« (Paranoia), »Haitzmann« (Teufelsneurose)
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
01.09.1997
Abbildungen
mit Abbildungen
Verlag
Fischer Taschenbuch VerlagSeitenzahl
224
Maße (L/B/H)
19,2/12,6/1,9 cm
Gewicht
175 g
Auflage
2. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-596-10450-5
Warnhinweis
nicht erforderlich.
Der Begründer der Psychoanalyse arbeitet hier also nicht mit aktuellem gesprochenem klinischem Material, sondern mit 'geschriebenen überlieferten Texten'. In fesselnder Analyse werden ihre Details gleichsam zum Sprechen gebracht. Das ist aber nicht die einzige Gemeinsamkeit zwischen den beiden komplementären Schriften; tatsächlich verweist der Autor von der 1923 veröffentlichten auf die 1911 erschienene. Das Hauptthema der einen - Wahnbildung, Paranoia - wie das der anderen - Besessenheit, dämonologische Neurose - reichen bis in Freuds Anfänge zurück. Erste Überlegungen hierzu finden sich bereits in den Fließ-Briefen aus den neunziger Jahren. Freuds historisch-ethnologisches Interesse an Besessenheit und »Dämonomanie« wurde sogar schon von Jean-Martin Charcot in den achtziger Jahren geweckt. Beide Fälle stehen zudem »auf dem wohlvertrauten Boden des Vaterkomplexes« und demonstrieren eindrücklich die Wucht des Abwehrmechanismus der 'Projektion'.
Mit seiner facettenreichen Einleitung verhilft der Ethnopsychoanalytiker Mario Erdheim dem Leser zu einer neuen, »verstehenden Lektüre«, insbesondere Indem er lebhaft das Zeitklima vergegenwärtigt, in welchem diese beiden zentralen Freud-Schriften entstanden sind.
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